Wohnbauförderung Burgenland

Wohnen ist eines der Grundbedürfnisse des Menschen - die Wohnqualität ist ein bestimmender Faktor der Lebensqualität. Mit der Wohnbauförderung Burgenland fördert das Land die Schaffung und den Erhalt von Wohnraum. Leistbare Wohnungen und Eigenheime in genügender Zahl und in entsprechender Qualität sollen für eine ständige Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität sorgen.

Die Wohnbauförderung ist ein wichtiges soziales Instrument, ein wichtiger Motor für die Wirtschaft und leistet ihren Beitrag zu einer aktiven Klimaschutzpolitik.

Die Wohnbauförderung soll Sie bei der Realisierung Ihres Wohntraumes unterstützen!

 

Der Burgenländische Landtag hat in seiner Sitzung am 20. 9. 2018 ein neues Wohnbauförderungsgesetz beschlossen. 

 

Alle Anträge, die ab dem 1. September 2018 bei der Förderstelle eingelangt sind, werden nach den Bestimmungen des neuen Wohnbauförderungsgesetzes behandelt. Nähere Informationen zum neuen Gesetz erhalten Sie in Kürze auf dieser Homepage.  


Das neue Burgenländischen Wohnbauförderungsgesetz 2018 – Bgld. WFG 2018

Beim Neubau im Eigenheimbereich soll sich die Förderhöhe zusammen setzen aus Objektförderung und Subjektförderung.

Alle Personenbezogenen Komponenten zählen zur Subjektförderung, alles was direkt mit dem geförderten Objekt in Zusammenhang steht, zählt zur Objektförderung.

  • SUBJEKTFÖRDERUNG = Einkommen, Kindersteigerungsbetrag, Sozialzuschlag

  • OBJEKTFÖRDERUNG = Berechnung der Förderhöhe, Bodenverbrauchsparendes Bauen, Barrierefreies Bauen, Behindertengerechte Maßnahmen 

Ganz wesentlich im neuen Wohnbauförderungsgesetz ist die Anhebung der Einkommensgrenzen. Damit soll gewährleistet sein, dass mehr Burgenländerinnen und Burgenländer in den Genuss der Wohnbauförderung kommen. Durch diese Anhebung ist es beispielsweise auch einem Polizisten-, Lehrer- oder Krankenpflegeehepaar möglich, eine Wohnbauförderung zu bekommen.

Anhebung der Einkommensgrenzen

Anzahl Personen im Haushalt

WFG Neu

1 Person

38.000

2 Personen

65.000

3 Personen

66.500

4 Personen

68.000

5 Pers. und mehr

70.000

Anhebung des Kindersteigerungsbetrages:

Mit dem neuen Wohnbauförderungsgesetz soll der Kindersteigerungsbetrag auf € 12.000 angehoben werden.

Sozialzuschlag:

Für Einkommensschwächere ist der Sozialzuschlag vorgesehen. Die Höhe dieses Zuschlages verläuft entgegengesetzt zur Höhe des Pro-Kopf-Einkommens. Je höher das Einkommen, desto geringer die Zuschlagshöhe. Der Sozialzuschlag beträgt bis zu 15.000 Euro.

 Objektförderung:

Die Berechnung der Förderhöhe (der Grundförderung) erfolgt gestaffelt nach der Wohnnutzfläche - es wird also neu eine Quadratmeterförderung geben.  

  • Ein Haus mit einer Wohnnutzfläche bis zu 100 m² wird mit EUR 45.000 gefördert;

  • ein Haus mit beispielsweise 150 m² bekommt 51.000 Euro an Grundförderung,

  • mit 180 m² bekommt man 52.200 Euro an Wohnbauförderung. 

Zwischen 180 und 200 m² bleibt der Grundbetrag gleich mit 52.200 Euro. Wird größer als 200 m² Wohnnutzfläche gebaut, wird prozentuelle die Förderhöhe gekürzt. Bei mehr als 250 m² Wohnnutzfläche gibt es keine Förderung mehr.

Wird die erforderliche Energiekennzahl unterschritten, kann die Förderhöhe – abhängig von der Wohnnutzfläche – sogar bis 72.000 Euro betragen. 


Förderhöhe /
m² WNFl

Stufe 0

(Basisförderung)

Stufe 1

(30% Unterschreitung EKZ)

Stufe 2

(50% Unterschreitung EKZ)

< 100 m²

 

€ 45.000

 

€ 50.000

 

€ 55.000

< 130 m²

 

€ 48.750

 

€ 56.550

 

€ 63.050

< 150 m²

 

€ 51.000

 

€ 60.000

 

€ 67.500

< 180 m²

 

€ 52.200

 

€ 63.000

 

€ 72.000

< 200 m²

€ 52.200

€ 63.000

 

€ 72.000

201 – 250 m²

prozentuelle Kürzung der Förderhöhe

 Zu dieser Grundförderung können Bonusbeträge hinzukommen.

Und zwar:

  • Bodenverbrauchsparendes Bauen             
    mit diesem Zuschlag sollen die vorhandenen Ressourcen genutzt werden. So gibt es einen Zuschlag, wenn ein bestehendes Objekt abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird. Der Zuschlag beträgt 35 % der anfallenden Abrisskosten, max. € 16.000
    Wird eine Baulücke im bereits bestehenden Verband geschlossen, dh das Grundstück ist bereits aufgeschossen, wird es einen Zuschlag von € 70/m² WNFl           max. 12.600
    geben.

  • Barrierefreies Bauen                                    max. 7.500
    für barrierefreie Maßnahmen, die von ÖNORM B 1600/1601 abweichen können
    wie z.B. der erforderliche Wendekreis kann nicht zu 100 % eingehalten werden (aufgrund bereits bestehender Bausubstanz)

  • Behindertengerechte Maßnahmen                         max. 15.000
    100 % der Kosten bis max. 15.000 – nach ÖNORM B 1600/1601 

Beispiel:

Familie, 2 Erwachsene, 2 Kinder unter 16 Jahren, Jahresnetto-Einkommen knapp 49.400 Euro, Wohnnutzfläche 160 m2, Ortskern, Energiekennzahl 35 kWh/m2a:

Für diese Familie erhöht sich die Grundförderung von 40.000 auf 52.200 Euro, der Kindersteigerungsbetrag von 22.000 auf 24.000 Euro und der Ortskernzuschlag von 8.000 auf 11.200 Euro.

In Summe steigt die Wohnbauförderung von 70.000 auf 87.400 Euro.

 

Sanierung:

Es wird drei Arten der Sanierungsförderung geben.

  • Einzelbauteilsanierung
  • Energetische Sanierung
  • Umfassende energetische Sanierung 

  1. 30 % der Gesamtsanierungskosten bis zu max. 30.000 Euro, für die Einzelbauteilsanierung. Dh, wenn beispielsweise das Badezimmer saniert wird, wenn Leitungen getauscht werden, wenn der Boden neu gemacht wird.
  2. 50 % der Gesamtsanierungskosten, bis zu max. 30.000 Euro, wenn es sich um eine Energetische Sanierung handelt. Dh, wenn z.B. Fenster getauscht werden, wenn eine Fassade- Gebäudehülle gedämmt wird, wenn Dach saniert wird; wenn Kamin saniert wird.
  3. die umfassende energetische Sanierung:
    wenn zumindest drei energetische Maßnahmen durchgeführt werden, wie z.B.
    Fenster, Dach oder oberste Geschossdecke, Fassadenfläche, Kellerdecke, energetisch relevantes Haustechniksystem.
    Bei dieser Sanierung kann die Förderhöhe – abhängig von der Energiekennzahl zwischen 60.000 Euro und max. 80.000 Euro liegen.

Eine Sonderform der Sanierungsförderung ist die Sanierung von Arkaden- und Streckhöfen: hier können zu der vorhin genannten Förderhöhe noch zusätzlich 25 % der förderbaren Sanierungsmaßnahmen dazu kommen. Voraussetzung dafür ist, dass das Objekt vor 1920 erbaut wurde. Ziel dieser Sanierungsmaßnahme ist der Erhalt der Kulturlandschaft im Burgenland. 

 

Mehrgeschossiger Wohnbau: 

Auch im Mehrgeschossigen Wohnbau (soziale Wohnbau) wird es einige Neuerungen geben. 

Generationenwohnen:

Werden Starterwohnungen (junges Wohnen) und betreubares Wohnen errichtet, wird die Förderhöhe je m² angehoben auf 680 Euro je m² Wohnnutzfläche.
Voraussetzung: die Wohnungen gehen nicht ins Eigentum, dh es sind reine Mietwohnungen und die Nettomiete darf 5 Euro je m² nicht übersteigen.

Auch gibt es genaue Vorgaben, wie groß eine Wohnung sein darf.
Beim betreubaren Wohnen beispielsweise für 2 Personen soll die Wohnung zwischen 51 – 65 m² betragen. 

Eine weitere Neuerung im Mehrgeschosswohnbau ist sehr wichtig, dient der Ortsbildgestaltung und trägt auch zur Ressourcenschonung bei:

Die Revitalisierung von Objekten: Förderung von Gebäude, die bis jetzt noch nicht für Wohnzwecke genutzt wurden und in diese Wohnungen eingebaut werden. Beispielsweise in ein altes Gasthaus, in eine Fabrik, etc. Die Förderhöhe beträgt 680 Euro je m² WNFl.

 

Laufzeitverlängerung:

Mit der neuen Wohnbauförderung soll die Laufzeit auf 30 Jahre ausgedehnt werden. Die Zinsen werden reduziert, dh die ersten 10 Jahre beträgt die Verzinsung 0,7 %. (derzeit 1 % die ersten 7 Jahre). Vom 11. – 20. Jahr sollen die Zinsen 1,5 % und dann vom 21. – 30. Jahr 2 % betragen. 

 

Für Fragen stehen Ihnen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohnbauförderung im Amt unter der Telefonnummer 057/600 DW 2800 oder an den Sprechtagen zur Verfügung. 

 

Wir danken für Ihr Verständnis! 

 

Das Team der Wohnbauförderung

 

 

Kontakt

Amt der Burgenländischen Landesregierung
Abteilung 3 - Finanzen, Hauptreferat Wohnbauförderung

Europaplatz 1
7000 Eisenstadt
Telefon:02682/600 oder 057/600 (Lokaltarif) DW 2800
Fax: 02682/600 DW 2060
E-Mail: post.a3-wbf(at)bgld.gv.at

Parteienverkehr:
Montag - Donnerstag 8:00 bis 12:00 und 13:00 bis 15:00,
Freitag 8:00 bis 12:00 (ausgenommen gesetzliche Feiertage, 24.12., 31.12.)
oder nach Vereinbarung