Europäische Mobilitätswoche von 16. bis 22. September 2018

Europäische Mobilitätswoche

Die Europäische Mobilitätswoche findet jedes Jahr von 16. bis 22. September in ganz Europa statt. Seit über 15 Jahren nehmen weltweit mehr als 2.000 Städte und österreichweit mehr als 500 Städte und Gemeinden teil. Das Ziel dieser Woche ist, GemeindebürgerInnen für das Zufußgehen, das Radfahren und das Bus- oder Bahnfahren zu begeistern.

THEMA DES JAHRES: SEI FLEXIBEL - MIX UND MOVE!
EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc hat das Jahr 2018 zum "Jahr der Multimodalität" erklärt. Unter "Multimodalität" wird die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel auf einer Reisestrecke für Güter und Personen verstanden.
Die Woche ist voll mit zahlreichen Veranstaltungen. Einer der Höhepunkte der Mobilitätswoche ist der europaweite Autofreie Tag am Samstag, den 22. September, an dem GemeindebürgerInnen motiviert werden auf das Auto zu verzichten, um stattdessen andere Möglichkeiten der Fortbewegung zu nutzen.

AUSZEICHNUNG FÜR TEILNEHMENDE GEMEINDEN
Als Gemeinde haben Sie die Möglichkeit an der Mobilitätswoche und so beim Österreich Award teilzunehmen. Sie haben die Chance auf eine Auszeichnung, wenn Sie sich registrieren: https://www.mobilitaetswoche.at/site/anmelden
Für die Teilnahme, sollten Sie mindestens einen der drei folgenden Bestandteile während der Mobilitätswoche umsetzen:

1. Woche der Aktivitäten
Es findet eine Woche der Aktivitäten und Veranstaltungen statt, die auf nachhaltige Mobilität aufmerksam machen und das Jahresmotto aufgreifen.

2. Permanente Maßnahme
Mindestens eine praktische, langfristig angelegte Maßnahme, die Menschen dazu bewegt, sich für nachhaltige Mobilität zu entscheiden, sollte während der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE umgesetzt oder eingeführt werden.

3. Autofreier Tag
Der autofreie Tag findet am 22. September statt. An diesem Tag sollten eine oder mehrere Straßen für den Autoverkehr gesperrt und für Menschen geöffnet werden. Es gibt keine Vorgaben zur Länge der gesperrten Straßen(abschnitte). Sie sollten aber groß genug sein, um Bürgerinnen und Bürgern die Vorteile von sicheren öffentlichen Räumen zu verdeutlichen.

Teilnehmende Gemeinden müssen zwar nicht alle drei Bestandteile der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE umsetzen, sollten aber mindestens einen davon organisieren. Diejenigen Gemeinden, die alle drei Bestandteile umsetzen, erreichen den sogenannten „Goldstatus“ und können sich um den Preis der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE bewerben.

Weitere Informationen
Alle Infos zur Mobilitätswoche sowie Aktionsvorschläge finden Sie unter folgendem Link: https://www.mobilitaetswoche.at/site/home

LR Eisenkopf macht mobil gegen Einsatz von Glyphosat

Musterantrag zur Petition zum Download!!

Glyphosat-Initiative: Auszeichnung „Ökologische Gemeinde“, Infoveranstaltungen und Online-Petition. Eine Initiative zur Vermeidung des Einsatzes von Glyphosat stellte Umweltlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf heute, Freitag, vor. Gemeinden, die auf den Einsatz des von der WHO als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuften Herbizids verzichten, sollen ein Umweltsiegel erhalten; um auch die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren, wird es im Mai Informationsveranstaltungen mit der Umweltanwaltschaft geben, und zur Verhinderung der Zulassung von Glyphosat für weitere 15 Jahre durch die EU hat die Umweltlandesrätin eine Online-Petition gestartet.   

Musterantrag zum Download

„Wenngleich die die gesundheitlichen Auswirkungen strittig sind, ist es eine Tatsache, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wesentlich zum Verlust der biologischen Vielfalt beiträgt. Es gilt, die Anwendung dieser Mittel und ihre Auswirkungen auf den Naturhaushalt soweit wie möglich zu reduzieren. Wir wollen aufzeigen, dass es genügend Alternativen gibt, die absolut unbedenklich für Mensch und Natur sind“, so Eisenkopf.
Der Einsatz von glyphosatbasierten Herbiziden, etwa des Unkrautbekämpfungsmittels „Round up“, ist in den letzten Jahren massiv angestiegen. 400 Tonnen Glyphosat werden jährlich österreichweit aufgebracht, die Spritzmittel sind in jedem Garten- oder Baumarkt frei erhältlich. Während die WHO Glyphosat im Vorjahr als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hat, äußerte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) keine Bedenken.

Musterantrag für Gemeinden
Eisenkopf will nun bei den Gemeinden Bewusstsein schaffen. Die Landesstraßenverwaltung verzichte bereits im gesamten Burgenland auf den Einsatz von glyphosathältigen Pestiziden, auch zahlreiche Gemeinden setzen im Bereich der Grünflächenpflege auf Alternativen. Mit einem „Musterantrag“ will die Umweltlandesrätin die Kommunen auf dem Weg zur pestizidfreien, umwelt- und naturbewussten Gemeinde unterstützen. Dieser sieht drei Beschlusspunkte vor: Den Verzicht auf den Einsatz glyphosathältiger Pestizide, die Anwendung alternativer Bepflanzungsmaßnahmen auf gemeindeeigenen Flächen und die Durchführung von Informationsmaßnahmen zur Bewusstseinsbildung. „Die Gemeinde gibt damit ein klares Bekenntnis zum Umwelt- und Naturschutz ab, das ist ein Schritt für mehr Lebensqualität in der Gemeinde“, betont Eisenkopf. Der Musterantrag wird auf der Homepage des Landes veröffentlicht und kann dort heruntergeladen werden.

Tafel „Ökologische Gemeinde“ als Anerkennung
Teilnehmende Gemeinden sollen als Anerkennung vom Land eine Ökogütetafel erhalten, die sie als umweltbewusste und glyphosatfreie Gemeinden ausweist und als Logo auf der Homepage und für die Kommunikation genutzt werden kann.  Voraussetzung ist der Beschluss des Antrags im Gemeinderat und die Einverständniserklärung über die Einhaltung der Vereinbarung.

Fachtagungen zur Bewusstseinsbildung
In Kooperation mit der Umweltanwaltschaft wird es Fachveranstaltungen zum Thema „Pflanzenschutzmittel Glyphosat – Gefahr für Mensch und Natur?“ geben. Bereits am 11. Mai in der Bauernmühle in Mattersburg und am 13. Mai in Güssing soll das Thema einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Eisenkopf wünscht sich auch „ein verändertes ‚Schönheitsideal‘ für Straßen, Wege und Plätze. Eine Fläche muss nicht immer ordentlich aussehen, um attraktiv zu sein. Ein Mix aus intensiver und extensiver Pflege kann schön aussehen, den Erlebniswert steigern und einen Beitrag zu mehr kommunaler Biodiversität darstellen“. Alternative  Möglichkeiten der Unkrautbekämpfung, wie z.B. mechanische Verfahren wie Mähen, Handarbeit oder spezielle Wildkrautbürstenmaschinen, könnten Herbizide weitgehend ersetzen.  

Online-Petition auf www.openpetition.eu
Im Mai sollen die 28 EU-Staaten über die weitere Zulassung von Glyphosat für die kommenden 15 Jahre abstimmen. Um dies zu verhindern, hat Eisenkopf eine national angelegte Online-petition gestartet. „Als Land können wir das Thema Glyphosat natürlich bekämpfen, letztlich braucht es aber eine nationale und europaweite Lösung. Tatsache ist, dass die wissenschaftlichen Zweifel an der Unbedenklichkeit von Glyphosat in den letzten Wochen und Jahren trotz umfangreicher Versuche und Studien nicht widerlegt werden konnten. Wir gehen davon aus, dass sich das bis zum nächsten Abstimmungstermin im EU-Ausschuss im Mai nicht wesentlich ändern wird. Daher darf es auch keine Zulassung für weitere 15 Jahre geben“, lädt Eisenkopf zur Unterzeichnung der Petition ein.