Öffentlichkeitsbeteiligung

zum Entwurf eines Aktionsplans 
für die prioritären Pfade invasiver gebietsfremder Arten
 

Mit 1.1.2015 ist die Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22.10.2014 über die „Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten“ (Öffnet externen Link in neuem FensterIAS-Verordnung) in Kraft getreten. Die IAS-Verordnung enthält Bestimmungen für die Prävention, Minimierung und Abschwächung nachteiliger Auswirkungen der vorsätzlichen und nicht vorsätzlichen Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten auf die Biodiversität in der Europäischen Union. Invasive gebietsfremde Arten sind Arten, deren Einbringung oder Ausbreitung die Biodiversität und die damit verbundenen Ökosystemdienstleistungen gefährdet oder nachteilig beeinflusst, aber auch nachteilige Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit oder die Wirtschaft haben können.


Gemäß Artikel 13 der IAS-Verordnung ist von jedem Mitgliedstaat nach Untersuchung der Pfade der nicht vorsätzlichen Einbringung und Ausbreitung der invasiven Arten und nach Identifizierung jener Pfade, die aufgrund des Artenvolumens und aufgrund des potentiellen Schadens, den die über diese Pfade in die Union gelangenden Arten verursachen, prioritäre Maßnahmen erfordern, ein Aktionsplan zu erstellen. Dieser Aktionsplan soll im Wesentlichen eine Beschreibung der Maßnahmen in Hinblick auf diese prioritären Pfade beinhalten, die den „Akteuren“ - das sind bezogen auf Österreich neben den zuständigen Bundes- und Landesbehörden auch Rechtsträger des öffentlichen und privaten Rechts - einen Rahmen zur Setzung konkreter Maßnahmen in ihren jeweiligen Vollzugs- und Verantwortungsbereichen überantwortet.

Auf der Basis eines Forschungsvorhabens des Umweltbundesamtes, das von den 9 Bundesländern Österreichs in Auftrag gegeben worden ist, wurde der vorliegende Entwurf eines Aktionsplans aus-gearbeitet, der für das gesamte Bundesgebiet maßgebend ist und an dem auch die betroffenen Bundesministerien und Institutionen auf Bundesebene mitgewirkt haben. Im Zuge der Erstellung wurde auch auf die Erfahrung relevanter Stakeholder zurückgegriffen, die bereits jetzt mit dem Management invasiver gebietsfremder Arten befasst sind.

Im vorliegenden Entwurf des Aktionsplans sind die 49 Arten der Unionsliste mit Stand 02.08.2017 erfasst; die mit 14.08.2019 in Kraft getretene 2. Erweiterung der Unionsliste wurde noch nicht berücksichtigt.


Leitet Herunterladen der Datei einDownload: AKTIONSPLAN FÜR DIE PFADE INVASIVER GEBIETSFREMDER ARTEN IN ÖSTERREICH (Entwurf vor Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß Artikel 26 der IAS-Verordnung (EU) Nr. 1143/2014)   


Dieser Aktionsplan bzw. dessen Entwurf ist gemäß Artikel 26 der IAS-Verordnung einer Öffentlichkeitsbeteiligung zu unterziehen. Jede Person kann in deren Rahmen binnen 6 Wochen zum Entwurf Stellung nehmen. Es steht Ihnen somit die Möglichkeit zur Abgabe einer Stellungnahme in der Zeit vom 16.09.2020 bis 28.10.2020 offen. Diese Stellungnahme ist an die folgende E-Mail-Adresse zu richten:Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailneobiota(at)umweltbundesamt.at

Da der vorliegende Entwurf des Aktionsplans sich auf das gesamte Bundesgebiet bezieht und so-wohl Stellen des Bundes als auch der Länder angesprochen sein können, werden Ihre Stellungnahme sowie Ihre E-Mail-Adresse im Rahmen des Forschungsvorhabens zentral durch die Umweltbundesamt GmbH erfasst und bearbeitet, wozu sie mit dem Absenden der E-Mail ihre Zustimmung er-klären. Eine allfällige Berücksichtigung der Stellungnahmen natürlicher Personen im endgültigen Aktionsplan findet nur in anonymisierter Form statt. Weitere Informationen zum Datenschutz und Ihren Rechten finden Sie unter folgendem Link bei der Umweltbundesamt GmbH:
https://www.neobiota-austria.at/rechtl-rahmen/ias-konsultation

Es besteht aber auch die Möglichkeit, Ihre Stellungnahme direkt im Postweg an die folgende Adresse der zuständigen Landesbehörde zu richten:

Amt der Burgenländischen Landesregierung
Abt. 4 – Ländliche Entwicklung, Agrarwesen und Naturschutz
Hauptreferat Natur-, Klima- und Umweltschutz
Europaplatz 1
7000 Eisenstadt