Erinnern – gedenken – der Grenze entlang! Neues vom Interreg-Projekt „border(hi)stories“

Im Rahmen des Förderprogrammes INTERREG V-A Österreich – Ungarn startete mit Jänner 2020 ein neues Projekt mit dem Titel „border(hi)stories“, in dem das Land Burgenland als Projektpartner gemeinsam mit dem „IZ – Verein zur Förderung von Vielfalt, Dialog und Bildung“, dem Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) sowie mit drei Projektpartnern auf ungarischer Seite, involviert ist. Das Projektteam beschäftigt sich mit der Geschichte und Gegenwart des Kultur- und Wirtschaftsraumes im österreichisch-ungarischen Grenzgebiet. Die Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Vergangenheit soll einen Beitrag zur Ausbildung einer modernen Identität und zur wertschätzenden Anerkennung der kulturellen Vielfalt in einem historischen Grenz- und Kulturraum leisten.

Um die Kooperationsintensität im Grenzraum zu fördern, haben die Projektpartner gemeinsam mit einer Reihe von sogenannten „Strategischen Partnern“ eine Vielzahl von Aktivitäten geplant.

1. Erarbeitung einer interaktiven Landkarte und eines digitalen Archivs

Seit Projektbeginn im Jänner 2020 arbeiten die Projektteams an der Erstellung einer interaktiven Landkarte mit etwa 60 historischen Gedenkorten entlang der geschichtsträchtigen Grenze. Hinter dieser Landkarte entsteht ein gemeinsames „digitales Archiv“, welches historisches Foto- und Filmmaterial, Originaldokumente, ZeitzeugInnenberichte sowie eine Auswahl wissenschaftlicher Literatur zu einzelnen Gedenkorten auf beiden Seiten des Grenzraumes beinhaltet. Das erarbeitete Material trägt zu einem besseren Verständnis der verschiedenen historischen Ereignisse bei und bietet einen Überblick über den aktuellen Stand der historischen Forschung. Das digitale Archiv wird laufend erweitert und in weiterer Folge PädagogInnen und SchülerInnen, welche am Projekt mitwirken werden, zur Verfügung stehen.

2. Erarbeitung von pädagogischen Konzepten und zweisprachigen Unterrichtsmaterialien zu den AT und HU Gedenkorten

Durch intensive Vernetzungsarbeit ist es dem Projektteam gelungen, die Bildungsdirektionen Wien und Burgenland sowie die Pädagogische Hochschule, den Verein „Erinnern.at“ und weitere wichtige Partner zu finden, die sich an der Umsetzung dieses Projektes mit großem Engagement beteiligen. Dies eröffnet den Schulen die Möglichkeit zur Teilnahme am Projekt mit eigenen zeitgeschichtlichen Arbeiten.

Je nach Bedarf steht das Projektteam den Schulen unterstützend zur Seite. Derzeit sind fünf burgenländische und zwei Wiener Schulen in das Projekt involviert. Die direkte Projektarbeit startet für die Schulen Anfang nächsten Jahres. Da die Corona-Pandemie leider vor diesem Projekt auch keinen Halt macht, verschieben sich viele geplante Aktivitäten zeitlich nach hinten. Von Seiten des Projektteams wurde allerdings rasch reagiert und derzeit wird an der Ausarbeitung von „distance learning“ Aktivitäten gefeilt, die auch im Rahmen von Homeschooling umgesetzt werden können.

Weitere Burgenländische Schulen sind herzlich eingeladen am Projekt border(hi)stories mitzuwirken. Nutzen Sie die Gelegenheit bei der Vermittlung von Geschichte mit kompetenten HistorikerInnen zusammen zu arbeiten.

Detaillierte Informationen finden Sie unter:

https://www.interreg-athu.eu/borderhistories/