Simon Goldberger-Preis für Erinnerungs- und Gedenkkultur – Kategorie Schule

Der Namensgeber des Projektes, Simon Goldberger, war der letzte Rabbiner der Synagoge Kobersdorf und wurde gemeinsam mit seiner Familie am 20. April 1938 aus dem Burgenland vertrieben. Simon Goldberger starb in Auschwitz als Opfer der Shoah. Unmittelbar nach seiner Vertreibung wurde die jüdische Gemeinde aufgelöst und die Synagoge Kobersdorf, seine langjährige Wirkungsstätte, geschändet.

Mit der Vergabe dieses Förderpreises sollen ambitionierte LehrerInnen und SchülerInnen dazu motiviert werden, Projekte zu implementieren, welche die Kenntnis um die jüdische Kultur und Geschichte verbessern, die der Opfer des Nazi-Terrors gedenken, die sich aktiv mit aktuellen gegen Menschen gerichtete Strömungen in unserer Gesellschaft auseinandersetzen und damit die Toleranz in der Gesellschaft fördern.

Der Simon Goldberger-Preis geht an eine burgenländische Schule, für ein bis zum 30. Juni 2022 abgeschlossenes Projekt mit Themenbezug zu jüdischer Kultur und Geschichte, für Projekte, die sich mit dem Nationalsozialismus oder mit aktuellen gesellschaftlichen Phänomenen wie z.B. Antisemitismus bzw. mit aktiver Gedenkkultur auseinandersetzen. Die Zuerkennung erfolgt auf Vorschlag einer Expertenjury. Die Höhe des Preisgeldes beträgt Euro 1.000.

Die Preisverleihung und die Präsentation des Siegerbeitrages des Simon Goldberger- Preises für Erinnerungs- und Gedenkkultur findet voraussichtlich am 21. September 2022 in der (ehemaligen) Synagoge in Kobersdorf statt.

Teilnahmebedingungen:
Teilnahmeberechtigt sind burgenländische mittlere und höhere Schulen ab der 7. Schulstufe. Das eingereichte Projekt muss in der Zeit von Jänner 2021 bis Juni 2022 abgeschlossen und darf noch nicht prämiert worden sein.

Einreichung:
Die Einreichung erfolgt durch Übermittlung einer aussagekräftigen Projektbeschreibung durch die projektverantwortliche Lehrperson.
Der Einreichung sind die Kontaktdaten der Schule (Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse Bankverbindung) sowie jene der Betreuungsperson (Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer), beizulegen. Das Kuvert ist mit dem Kennwort „Simon Goldberger-Preis für Erinnerungs- und Gedenkkultur 2022 – Kategorie Schule“ zu versehen.

Die Bewerbungsunterlagen sind bis spätestens 1. Juli 2022 an das Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abteilung 7 – Bildung, Kultur und Wissenschaft, Referat Wissenschaft, Europaplatz 1, 7000 Eisenstadt zu senden. Es werden nur jene Bewerbungen zum Wettbewerb zugelassen, bei denen alle geforderten Unterlagen ordnungsgemäß eingereicht wurden. Verspätete Einsendungen können nicht berücksichtigt werden. Entscheidend für die fristgerechte Bewerbung ist das Datum des Poststempels. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Info:

Josef Leberl, BA MA
Telefon: 057/600-2292
E-Mail: post.a7-kultur(at)bgld.gv.at