Wildschweinmanagement

Symbolfoto Wildschweinmanagement
  • Dem Wild ist in den Abendstunden Ruhe und Rückzugsorte zu gewähren
    Die Nutzung des Waldes und der anderen Naturflächen durch LandwirtInnen, JägerInnen und FreizeitsportlerInnen birgt seit jeher Konfliktpotential. Es ist daher wichtig sowohl die freie Zugänglichkeit des Waldes für jedermann zu unterstreichen, im gleichen Atemzug allerdings mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass für das Wild gerade in den Abend- und Nachtstunden Ruhe und Rückzugsorte sichergestellt werden müssen. Ein Appell geht daher an alle NutzerInnen des Waldes im Sinne des Tierschutzes und der Artenvielfalt diesen Grundsatz zu beherzigen und mitzutragen.
  • (Anlock-)Fütterung an nicht deklarierten Stellen ist verboten
    Schwarzwildfütterungen sind mit Ausnahme von genau im Bgld. Jagdgesetz definierten Möglichkeiten der Anlock- bzw. Ablenkfütterung (Kirrung) strengstens verboten. Es ist kontraproduktiv sogar gesundheitsschädlich - aus welchen Gründen auch immer - Schwarz- aber auch Rotwild Futter zu verabreichen. Darüber hinaus steigen durch diese zumeist gut gemeinten aber verbotenen Fütterungsaktivitäten die Wildschäden in unseren Wäldern und den landwirtschaftlichen Nutzflächen.
  • Förderfähigkeit von Jagdschneisen über die EU ermöglichen
    Für die anstehende Periode der gemeinsamen Agrarpolitik der EU ist es für eine effektive Bejagung von Schwarzwild und der damit einhergehenden Eindämmungen von Wildkrankheiten und Wildschäden unbedingt notwendig, dass es für LandwirtInnen künftig möglich sein muss, einen gewissen Anteil ihrer bewirtschafteten Fläche – angedacht sind 20 % - für Jagdschneisen aber auch für sonstige Blüh- und Diversitätsflächen ohne Förderungseinbußen zur Verfügung stellen.
  • Angebot von Wildbret in burgenländischen Küchen steigern
    Wildspezialitäten sind nicht nur in der Gastronomie sehr gefragt, sondern sind auch naturnah gewachsen und stressfrei erlegt. Der Verzehr von Wildfleisch aus dem Burgenland stärkt unmittelbar die heimische Jägerschaft und Wirtschaft und ist darüber hinaus noch schmackhaft und sehr gesund.
  • Bewegungsjagden werden empfohlen
    Um eine effiziente Wildschweinbejagung im Burgenland sicherstellen zu können, ist es unerlässlich, auf das Instrument von Bewegungsjagden zurückzugreifen. Hierbei geht es darum, diese Jagdpraxis revierbezogen sinnvoll einzusetzen, um Wildschweinpopulationen niedrig halten zu können. Hierbei ist sowohl der Zeitpunkt als auch die Umsetzung einer solchen Bewegungsjagd von entscheidender Bedeutung.