Energie

Energieausweis

Durch umweltgerechtes, energiesparendes Bauen oder Sanieren Ihres Objektes gewinnen Sie mehrfach. Sie können langfristig von wesentlich niedrigeren Heizkosten und einem höheren Wohnkomfort profitieren - und Sie schonen Umwelt und Klima. Um darstellen zu können, welchen Heizwärmebedarf ein bestehendes oder geplantes Gebäude hat oder auch nach einer Sanierung haben wird, benötigt man einen Energieausweis.
Der Energieausweis berücksichtigt die Wärmeverluste an der Gebaudehülle und die Energiegewinne durch Fenster und Glaselemente ins Gebäude. Auch Wärmegewinne im Hausinneren durch Elektrogerate, Kochen usw. werden mit dem Energieausweis bilanziert und dargestellt. Das Ergebnis ist die Energiekennzahl. Sie gibt an, wie viel Heizwarme ein Objekt im Jahr unter genormten Bedingungen am tatsachlichen Standort benötigt. Für die Forderung wird die Energiekennzahl mit dem Referenzklima von 3.400 Kd/a herangezogen. Die ermittelte Energiekennzahl kann im weitesten Sinn mit dem durchschnittlichen Treibstoffverbrauch eines Autos verglichen werden und ist ähnlich aussagekräftig (Beispiel: Energiekennzahl 50 ≈ 5l/100km).

Energieausweis nach OIB Richtlinie 6, Ausgabe 2019

  • ist bei der Baubehörde Voraussetzung für die Erteilung einer Baubewilligung und dient auch als Grundlage für die Wohnbauforderung

Die Erstellung eines Energieausweises muss durch dafür befugte Personen erfolgen, wie: Architekten, Baumeister, Zimmermeister, sonstige Befugte, Zivilingenieure und technische Büros einschlägiger Fachrichtung

Energiekennzahlen

Sie gibt an, wie viel Heizwärme ein Objekt im Jahr unter genormten Bedingungen am tatsächlichen Standort benötigt. Für die Förderung wird die Energiekennzahl mit dem Referenzklima von 3.400 Kd/a herangezogen. Die ermittelte Energiekennzahl kann im weitesten Sinn mit dem durchschnittlichen Treibstoffverbrauch eines Autos verglichen werden und ist ähnlich aussagekräftig (Beispiel: Energiekennzahl 50 = 5l/100km)

Für die Gewährung eines Neubaudarlehens darf die Energiekennzahl folgende Anforderungen nicht überschreiten.

Wird der Nachweis der Einhaltung der Anforderungen für Wohngebäude über den Endenergiebedarf geführt, gelten folgende Höchstwerte:

HWB Ref, RK,zul

in [kWh/m²a]

10 x (1+3,0/lc)

 

EEB RK,zul

in [kWh/m²a]

EEBWG,RK,zul

 

Wird der Nachweis der Einhaltung der Anforderungen für Wohngebäude über den Gesamtenergieeffizienz-Faktor geführt, gelten folgende Höchstwerte:

HWB Ref, RK,zul

in [kWh/m²a]

12 x (1+3,0/lc)

 

fGEE,RK,zul

 

0,75

Für die Gewährung einer Förderung ist die Energiekennzahl bei Antragstellung durch den Energieausweis nachzuweisen.

Wird die Energiekennzahl HWB Ref, RK für den Bonusbetrag von 36 kWh/m²a unterschritten, erhöht sich die Basisförderung. Bei einer Unterschreitung der vorgeschriebenen Energiekennzahl von zumindest 30% erfolgt die Berechnung der Förderhöhe nach „Stufe 1“, bei einer Unterschreitung der Energiekennzahl von zumindest 50% erfolgt die Berechnung der Förderhöhe nach „Stufe 2“ .

Bezüglich des A/V-Verhältnisses ist zwischen den Werten linear zu interpolieren.

Für die Gewährung eines Darlehens für eine Umfassende energetische Sanierung darf die Energiekennzahl von 75 kWH/m2.a nicht überschritten werden.

Wird der Nachweis der Einhaltung der Anforderungen für Wohngebäude über den Endenergiebedarf geführt, gelten folgende Höchstwerte:

Tabelle 1:

HWB Ref, RK,zul

in [kWh/m²a]

17 x (1+2,9/lc)

 

EEB RK,zul

in [kWh/m²a]

EEBWGsan,RK,zul

 

Wird der Nachweis der Einhaltung der Anforderungen für Wohngebäude über den Gesamtenergieeffizienz-Faktor geführt, gelten folgende Höchstwerte:

Tabelle 2:

HWB Ref, RK,zul

in [kWh/m²a]

25 x (1+2,5/lc)

 

fGEE,RK,zul

 

0,95

Althausankauf und Ankauf einer Eigentumswohnung

Energiekennzahl

Pauschalbetrag in Euro

≤ 6040.000
≤ 6535.000
≤ 7030.000
≤ 7525.000
> 7020.000

Energieberatung

Energiesparen und Energieeffizienz und die damit verbundene Reduktion von Klimaschadstoffemissionen stellen zunehmend eine sowohl politische als auch gesellschaftliche Herausforderung dar, sodass die Wohnbauförderung neben der Wahrung der sozialpolitischen Funktion auch die ökologischen und energiepolitischen Aspekte und Erfordernisse im Einklang mit dem sich laufend verbessernden Stand der Bau- und Sanierungstechnik zu beachten hat, um die im Bereich des Bauens, des Sanierens und des Wohnens beinhalteten Energieeinspar- und somit Schadstoffreduktionspotenziale optimal ausnutzen zu können.

In der jüngsten Novelle des Wohnbauförderungsgesetzes wurde daher ein effizientes Ökoförderungsmodell verankert, welches attraktive finanzielle Anreize vorsieht, weit über die Mindestanforderung hinaus – bis zum Passivhausstandard – Maßnahmen zu setzen, die den Energiebedarf optimal reduzieren. Das Erreichen der Mindeststandards und noch viel mehr die Anwendung weit darüber hinausgehender Maßnahmen setzt einerseits eine einwandfreie handwerkliche Fachkenntnis der ausführenden Fachleute voraus und andererseits auch ein Verständnis des „Häuslbauers“.

Die Burgenländische Landesregierung bietet daher Hilfestellung in Form von Energieberatungen an. Die Energieberater der Burgenländischen Landesregierung stehen nach einer Terminvereinbarung sowohl beim Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abteilung 9, Hauptreferat Wohnbauförderung als auch in den jeweiligen Bezirksvororten oder auch direkt an Ort und Stelle zur Verfügung.

Kontakt

Amt der Burgenländischen Landesregierung
Abteilung 9 – EU, Gesellschaft und Förderwesen
Hauptreferat Wohnbauförderung
7000 Eisenstadt, Europaplatz 1
Telefon: +43 (0)2682 600 2801
Telefax: +43 (0)2682 600 2060
E-Mail: post.a9-energie(at)bgld.gv.at 

Alternativenergieanlagen

Nichtrückzahlbarer Zuschuss für Alternativenergieanlagen und Anlagen zur Einsparung von Energie und elementaren Ressourcen.
Für die Errichtung von Anlagen zur Erzeugung von Energie für die Bereitstellung von Raumwärme und Brauchwasser auf Basis erneuerbarer Energie und zur Einsparung von Energie sowie anderer elementarer Ressourcen kann im Rahmen der Wohnbauförderung ein nichtrückzahlbarer Zuschuss gewährt werden.

Formulare
Mit der Abwicklung der Förderung ist die betraut. Diese stellt Ihnen auch das Amt der Burgenländischen Landesregierung, 9 – EU, Gesellschaft und Förderwesen, Hauptreferat Wohnbauförderung betraut. Diese stellt ihnen auch die Antragsformulare zur Verfügung.
Die Ansuchen können nach Fertigstellung der Anlage unter Anschluss der im Antragsformular angeführten Unterlagen bei der Burgenländischen Energieagentur eingereicht werden.
Die Flüssigmachung des Förderungszuschusses erfolgt im Anschluss an die Zusicherung (Bewilligung) der Förderung.

Kontakt

Amt der Burgenländischen Landesregierung

Abteilung 9 – EU, Gesellschaft und Förderwesen
Hauptreferat Wohnbauförderung
7000 Eisenstadt, Prälar Gangl-Straße 1
Telefon: +43 (0)2682 600 2801
Telefax: +43 (0)2682 600 2060
E-Mail: post.a9-wbf(at)bgld.gv.at