LR Illedits: Pflege- und Betreuungsbedarf im Burgenland finanziell abgesichert

3,3 Millionen Euro vom Bund für die zusätzlichen Unterbringungsmöglichkeiten und für die Verstärkung der Pflegehotline des Landes 057-600-1000

„Wir treffen aktuell alle notwendigen Maßnahmen, damit die pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen und deren Angehörige die erforderliche Unterstützung bekommen. Die Versorgung funktioniert aktuell gut“, unterstreicht Soziallandesrat Christian Illedits. Für die zusätzlichen Maßnahmen erhält das Burgenland 3,3 Millionen Euro aus dem Pflegefonds von der Bundesregierung. Diese Mittel sollen für die verstärkten Informationen über die Pflegehotline sowie zusätzliche Ersatzbetreuungseinrichtungen im Land verwendet werden.

Zur Bewältigung der aktuellen Krise sollen die Länder einmalig 100 Millionen Euro erhalten, um den Pflege- und Betreuungsbedarf abzusichern. Anhand des Schlüssel der Wohnbevölkerung wurde das Ausmaß für jedes Bundesland ermittelt. Für das Burgenland werden 3,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit werden folgende Maßnahmen unterstützt:

Pflegehotline

Gut etabliert hat sich in den vergangenen Monaten die Pflegehotline des Landes. Unter 057-600-1000 sind die Pflege- und SozialberaterInnen erreichbar. „Diese Telefonnummer soll den Burgenländerinnen und Burgenländern bei Anliegen rund um die Themen Pflege und Betreuung kompetent helfen. Dabei wird über regionale Pflege- und Betreuungsdienste sowie Ersatzbetreuungseinrichtungen und anderen Entlastungsdienste informiert. Darüber hinaus sollen individuelle Lösungen angeboten werden“, erklärt Illedits. Das bestehende Service wird ausgeweitet und steht künftig täglich von 8 – 18 Uhr zur Verfügung.

Zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten

Die Ersatzbetreuungseinrichtungen sind temporär eingerichtete Angebote für pflege- und betreuungsbedürftige Personen in häuslicher Betreuung. Ziel ist es, den Versorgungsbedarf sicher zu stellen. Mit den Geldern aus dem Sozialministerium werden zusätzliche Ersatzbetreuungseinrichtungen für die Dauer der Pandemie eingerichtet. „Die Versorgungsstruktur funktioniert im Burgenland sehr gut. Die Träger haben es geschafft, den Betrieb trotz schwieriger Rahmenbedingungen fortzuführen. Für die aktuelle Situation liegt ein Notfallplan bereit, damit die Grundversorgung der Pflege und Betreuung gesichert wird. Wir werden die notwendige Infrastruktur mit dem dafür qualifizierten Personal einrichten und eine ausreichende Anzahl an Betten vorhalten können“, unterstreicht Illedits. „Bei allen Planungen und Entscheidungen stimmen wir uns mit den Trägern ab und binden die Arbeitsgemeinschaft Hauskrankenpflege und soziale Dienste ein. Die vorbereitenden Arbeiten sind auf allen Ebenen im Gange. Bei den Einrichtungen wollen wir auf die momentan nicht benötigten Infrastruktureinrichtungen des Burgenlands zurückgreifen“, so der Soziallandesrat.

Finanzielle Ausweitung der Unterstützung der 24 Stunden Betreuung

Als sehr wichtigen Punkt wertet Illedits die neuen Förderrichtlinien des Sozialministeriums für die finanzielle Unterstützung der 24 Stunden Betreuung. Viele Betreuerwechsel können derzeit auf Grund der Situation an den Grenzen nicht durchgeführt werden, deshalb gibt es eine wesentliche Neuerung für Menschen mit Betreuungsbedarf. Für die Dauer der Pandemie gibt es dieselbe Unterstützungsleistung für EINE Betreuerin wie bisher für ZWEI. Das bedeutet im Einzelfall, es werden 550 Euro für eine Betreuungskraft ausbezahlt.

"Zusätzlich gibt es für Burgenländerinnen und Burgenländer eine Landesförderung in der Höhe von 400 bis 600 Euro", so Illedits. In Sonderfällen kann diese Förderung maximal 800 Euro betragen.

„Mit dieser Unterstützung wollen wir erreichen, dass die Menschen weiterhin in den eigenen vier Wänden gut versorgt werden können.“

„Das Wichtigste in der jetzigen Situation ist, konzentriert Lösungen auszuarbeiten. Die Versorgung der pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen funktioniert aktuell gut, der Betrieb ist auf allen Ebenen gewährleistet“, unterstricht der Landesrat. „Damit es in den kommenden Wochen und Monaten zu keinem Versorgungsengpass aufgrund der Pandemie kommt, spannen wir jetzt ein Sicherheitsnetz. In Summe ergeben die vielen Maßnahmen – die wir gemeinsam mit unseren Partnern ausgearbeitet haben, und die wir jetzt umsetzen – eine Gewährleistung der Versorgungssicherheit.“

Eisenstadt, 24. März 2020

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