Landeshauptmann besichtigt archäologische Fundstelle in Grafenschachen

Doskozil: Historische Denkmäler werden in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt und den Gemeinden entsprechend gesichert und wissenschaftlich aufgearbeitet

Bei Aushubarbeiten im Zusammenhang mit dem Bau eines Hochwasserschutzprojektes in Grafenschachen sind vor kurzem archäologische Funde gemacht worden, die derzeit im Rahmen einer sogenannten Rettungsgrabung gesichert werden. Die Fundstücke in unmittelbarer Nähe zu einem schon länger bekannten Gräberfeld deuten auf ein Hügelgrab aus der Hallstattzeit hin. Kulturreferent Landeshauptmann Hans Peter Doskozil machte sich heute bei einem Besuch in seiner Heimatgemeinde gemeinsam mit Bürgermeister Marc Hoppel und dem Leiter des Grabungsteams, Nikolaus Franz, vor Ort ein Bild von dieser Fundstelle.


„Die topografisch äußerst günstige Lage beschert dem Burgenland eine nahezu unüberschaubare archäologische Vielfalt. Diese archäologischen Denkmäler sind unverzichtbar für unsere kulturelle Identität, denn sie geben Einblick in die Entwicklung menschlicher Gemeinschaften. Das Burgenland ist mit 1800 Grabhügeln reich an derartigen historischen Fundstellen und insgesamt stets bemüht, diese in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt und den Gemeinden entsprechend zu sichern und wissenschaftlich aufzuarbeiten“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.
An der Straße von Grafenschachen nach Kroisegg finden seit drei Wochen archäologische Untersuchungen eines Hügelgrabes im Auftrag der Gemeinde Grafenschachen statt. Notwendig wurden die Grabungsarbeiten aufgrund der geplanten, großflächigen Lehmentnahme auf dem Areal des hallstattzeitlichen Grabhügels zur Abdichtung eines im Bau befindlichen Hochwasser-Rückhaltebeckens. Beim schichtweisen Abtrag des Grabhügels wurde eine aus großen Flusskieselsteinen errichtete Grabkammer mit den Überresten einer Brandbestattung sowie Gefäßbeigaben freigelegt. Besondere Beachtung verdient dabei die Lage der Grabkammer, die sich nicht im Zentrum des Hügels, sondern ungewöhnlicher Weise an dessen südlicher Flanke befindet.

Bildtext 1: Mitarbeiterinnen der AGA (Arbeitsgemeinschaft Geschichte und Archäologie) mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil sowie Vizebürgermeister Johann Pfeffer, Bürgermeister Marc Hoppel und Nikolaus Franz
Bildtext 2: Nikolaus Franz (r.) informierte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil sowie Vize Johann Pfeffer und Bürgermeister Marc Hoppel über den aktuellen Stand der Grabungen
Bildtext 3: Landeshauptmann Hans Peter Doskozil mit Vize Johann Pfeffer, Amtsleiter Jürgen Pöll (r.) und Nikolaus Franz

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

Fercsak Hermann, 26. Juni 2020

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