LR Dorner: VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland unter Motto „Zukunft jetzt gestalten“

Verkehrslandesrat Heinrich Dorner

Ab heute können bis 31. Mai innovative Mobilitätsprojekte eingereicht werden - Umstieg auf öffentlichen Verkehr wesentlich für Mobilitätswende   

„Zukunft jetzt gestalten“ ist das Motto des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreises Burgenland, der mit heutigem Tag startet.  Betriebe und Unternehmen, Startups, Tourismusregionen, Gemeinden und Städte, Schulen und Universitäten, Initiativen und Einzelpersonen können Projekte einreichen, die schon heute zeigen, wie die Mobilität der Zukunft besser, einfacher, effizienter und klimaverträglicher sein kann. Der VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Burgenland und den ÖBB durchgeführt. Einreichfrist ist der 31. Mai 2023, Einreichunterlagen und Informationen zum VCÖ-Mobilitätspreis gibt es unter www.vcoe.at und beim VCÖ unter (01) 893 26 97. Die Einreichungen zum VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland werden von einer Fachjury bewertet. Im September werden die am besten bewerteten Projekte ausgezeichnet.

Für Verkehrslandesrat Heinrich Dorner geht es darum, den Ausbau des öffentlichen Verkehrs weiter voranzutreiben – „denn das ist wesentlich, damit die Mobilitätswende auch gelingt und ein nachhaltiger Erfolg ist“.
Wie wirksam der verstärkte Umstieg vom Auto auf den Öffentlichen Verkehr ist, zeigen die Daten des Umweltbundesamts: Pro Personenkilometer verursachen Linienbusse in ihrer Gesamtbilanz um 73 Prozent weniger CO2 als ein durchschnittlicher Verbrenner-Pkw, der Umstieg auf die Bahn reduziert den CO2-Ausstoß im Schnitt sogar um 91 Prozent.

Seitens des Landes werde die Ausweitung des Busverkehrs stark forciert, die Bilanz können sich mehr als sehen lassen, hält der Landesrat fest. “Wir haben beginnend mit dem Südburgenlandbus das Öffi-Angebot deutlich attraktiviert, im vergangenen Jahr waren bereits rund 76.000 Fahrgäste mit den mittlerweile zwölf Buslinien der Verkehrsbetriebe Burgenland unterwegs. Mit September läuten wir dann mit dem Burgenland Anrufsammeltaxi (BAST) und mit dem Ineinandergreifen von Verkehrsangeboten eine neue Ära im öffentlichen Verkehr ein. Mit diesem Gesamtsystem für das Burgenland gibt es in Hinkunft flächendeckend die Möglichkeit, rasch und unkompliziert mit einem öffentlichen Verkehrsmittel von A nach B zu kommen – auch aus entlegenen Gemeinden“, betont Dorner.

Ein zentrales Element, um die Mobilitätswende zu schaffen, ist naturgemäß auch der Ausbau der Schiene. „Als eines der größten Klimaschutzunternehmen des Landes ist es unser Ziel, noch mehr Menschen und Güter mit der umweltfreundlichen Bahn zu transportieren. Damit das gelingt, sind wir stets auf der Suche nach neuen Ideen und Lösungen, um die Mobilität von morgen zu gestalten. Deshalb unterstützen wir auch heuer den VCÖ-Mobilitätspreis und freuen uns auf viele innovative Einreichungen“, so Judith Engel, Mitglied des Vorstands der ÖBB-Infrastruktur AG. 

„Brauchen Innovationen zur Lösung der vielfältigen Verkehrsprobleme“  

Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass zahlreiche Innovationen sowie Trends wie Digitalisierung und Sharing eine große Chance sind, bestehende Verkehrsprobleme nachhaltig und langfristig zu lösen. Aufgrund von Rahmenbedingungen wie demographischer Wandel und Klimakrise wird das auch notwendig sein.  „Noch nie in unserer Geschichte gab es in der Mobilität so viele Neuerungen, so viel Innovation wie heute. Und das ist gut so. Denn wir brauchen sie, um die vielfältigen Verkehrsprobleme der Gegenwart zu verringern beziehungsweise zu lösen. Die Neuerungen und Innovation sind eine Chance, damit unsere Mobilität künftig einfacher, gesünder, klimaverträglicher und kostengünstiger wird. Dafür braucht es auch Pionierinnen und Pioniere. Deshalb starten wir gemeinsam den VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland und stellen diesen unter das Motto ‚Zukunft jetzt gestalten‘“, so VCÖ-Expertin Lina Mosshammer. 

Dank Digitalisierung können verschiedene Verkehrsmittel leichter verknüpft werden, auch der Trend „Nutzen statt besitzen“ wird damit unterstützt, die Carsharing Angebote werden zunehmen. Das Potenzial im Burgenland für mehr Sharing ist sehr groß. Die rund 70.000 Zweitautos von Burgenlands Haushalten sind im Schnitt gerade mal 7.400 Kilometer pro Jahr im Einsatz, sie sind weniger als eine halbe Stunde pro Tag Fahrzeuge, über 23 Stunden am Tag Stehzeuge, verdeutlicht der VCÖ.  

Auch die aktive Mobilität wird in Hinkunft eine wichtigere Rolle spielen:  Rund die Hälfte der Wege, die im Burgenland zurückgelegt werden, sind kürzer als fünf Kilometer - eine ideale Distanz, um mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs zu sein. Deshalb ist der Ausbau der Radinfrastruktur und die Umsetzung von Radbasisnetzen in allen Bezirken eines der Schlüsselprojekte der burgenländischen Gesamtverkehrsstrategie. „Sichere, qualitativ hochwertige und direkte Radverbindungen zwischen den Ortschaften und auch in den Ortskernen sind eine Voraussetzung, um die Anzahl der Radfahrenden zu steigern.  Unser Ziel: Das Burgenland in den kommenden Jahren Schritt für Schritt zum Radland Nummer 1 zu machen und mit dem Fahrrad eine weitere Alternative als Verkehrsmittel zum Pkw zu etablieren“, unterstreicht Landesrat Dorner.

Bildquelle: Büro LR Dorner / Manfred Weis

Eisenstadt, 21. März 2023

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