Burgenlands Initiative gegen Ärztemangel erfolgreich angelaufen 

LH Hans Peter Doskozil, Gesundheitsreferent in der Burgenländischen Landesregierung, mit Robert Wagner, MA, Direktor für wissenschaftliche Koordination und Management der DPU

Bisher insgesamt 112 Bewerbungen nach Landesstipendium für angehende MedizinerInnen eingelangt. LH Doskozil: „Die Nachfrage hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen“. 

Um die ärztliche Versorgung im Burgenland langfristig personell abzusichern, hat das Land auf Initiative von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil im März eine groß angelegte Ausbildungsoffensive lanciert. Diese sieht die Finanzierung von jährlich 55 kostenlosen Studienplätzen für auszubildende ÄrztInnen an der Danube Private University (DPU) ab Herbst 2022 vor, wenn diese sich im Gegenzug verpflichten, nach ihrer Ausbildung mindestens fünf Jahre lang im Burgenland im niedergelassenen Bereich oder in einem burgenländischen Spital zu arbeiten. „Die Ausbildungsoffensive hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. In den zwei Monaten seit dem Start haben sich bereits 103 StudentInnen für das Stipendien-Sonderfördermodell für neue StudentInnen beworben. Für die Sonderförderaktion für laufende DPU-Studien haben neun InteressentInnen einen Antrag abgegeben. Damit haben wir einen wichtigen Meilenstein gesetzt auf dem Weg zur Absicherung der medizinischen Versorgung im Burgenland“, zieht Doskozil nach Ablauf der Bewerbungsfrist für ein Stipendium eine positive Bilanz. 

Bereits seit 2019 besteht eine Kooperation mit der DPU, in deren Rahmen jährlich je sechs StudentInnen an der DPU mit einem Stipendium des Landes ausgestattet werden und sich im Gegenzug nach ihrem Studium für eine mindestens 60monatige Tätigkeit im Burgenland verpflichten – entweder als ÄrztIn für Allgemeinmedizin oder FachärztIn mit Kassenvertrag im Land oder in einer der burgenländischen Krankenanstalten. 18 angehende MedizinerInnen nehmen das Modell derzeit in Anspruch, zwölf weitere finanzieren ihre Ausbildung selbst. LH Doskozil: „Wir bieten aber auch den burgenländischen DPU-MedizinstudentInnen ohne Stipendium an, auf unser Modell umzusteigen. Neun StudentInnen haben von diesem Angebot bereits Gebrauch gemacht – für sie übernimmt das Land Burgenland die Studiengebühren für die verbleibende Studienzeit. Damit haben wir nun insgesamt wir 112 BewerberInnen“. 

Nachdem die Zahl der Anmeldungen für das Stipendium jene der kostenlos angebotenen Studienplätze bei weitem übertrifft, werden nun in einem mehrstufigen Auswahlverfahren die besten und geeignetsten StudentInnen eruiert – ein Kriterium werden dabei auch die Verwurzelung im Burgenland und die persönliche berufliche Zukunftsplanung sein. Die schriftlichen Aufnahmetests haben bereits begonnen, kommende Woche werden die mündlichen Tests/Aufnahmegespräche stattfinden.

Das Stipendienmodell soll zudem künftig noch erweitert werden: Angedacht ist ein zusätzlicher DPU-Standort an der FH Pinkafeld, wobei dieser ohne Mehrkosten in den derzeit in Planung befindlichen FH-Campus baulich integriert werden soll. Insgesamt bis zu 360 ÄrztInnen sollen so in den nächsten sechs Jahren ausgebildet werden. Doskozil: „Damit werden wird den berechneten Bedarf für die nächsten zehn Jahre zur Gänze abdecken“.

Die Ausbildungsoffensive ist nur eine der Maßnahmen des Landes zur Sicherung der ärztlichen Versorgung. Daneben werden ÄrztInnen bei der Gründung oder Übernahme von Ordinationen finanziell unterstützt sowie MedizinstudentInnen und TurnusärztInnen bis zu vier Jahre lang gefördert, wenn sie nach ihrer Ausbildung für mindestens fünf Jahre eine Kassenvertragsstelle besetzen. Zusätzlich werden kostenlose Vorbereitungskurse zum Uni-Aufnahmetest für angehende Medizinstudierende und im Bereich der Hebammen-Ausbildung gefördert. 

 

Pressefoto zum Download:  DPU Ausbildungsoffensive

Bildtext: LH Hans Peter Doskozil, Gesundheitsreferent in der Burgenländischen Landesregierung, mit Robert Wagner, MA, Direktor für wissenschaftliche Koordination und Management der DPU 

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

Hans-Christian Siess, 19. Mai 2022

Landesmedienservice Burgenland
7000 Eisenstadt, Landhaus, Europaplatz 1
Tel: 02682/600-2042
Fax: 02682/600-2278
post.oa-presse@bgld.gv.at
www.burgenland.at