Dorner plädiert im Ausschuss der Regionen für gemeinsames Vorgehen gegen Pflegekräftemangel

Pflegeberuf muss attraktiver werden – Landesrat schlägt europaweite Imagekampagne vor

Landesrat Dorner plädiert im Ausschuss der Regionen für gemeinsames Vorgehen gegen den Pflegekräftemangel

Auf Initiative des Burgenlands wurde im Ausschuss der Regionen (ADR) eine Stellungnahme zum Pflegekräftemangel abgegeben. In einer Online-Sitzung der Fachkommission für Sozialpolitik, Bildung, Beschäftigung, Forschung und Kultur (SEDEC) sprach sich der zuständige Landesrat Heinrich Dorner für eine abgestimmte Herangehensweise aus. Denn, so Dorner, der Pflege- und Betreuungskräftemangel „ist eine gemeinsame Herausforderung, der alle Städte und Regionen in der einen oder anderen Form betrifft“. Aus Sicht des Burgenlandes bedürfe es eines Attraktivierung der einschlägigen Berufsbilder. In dem Zusammenhang schlug der Landesrat eine europaweite Imagekampagne vor, um die professionellen Pflege- und Betreuungsberufe in Hinkunft besser bewerben zu können. 

Für Dorner gibt es zwei Problembereiche, mit denen Europa und seine Regionen konfrontiert sind: Das sind zum einen mittel- und langfristige Personalengpässe. Der Grund seien ein niedriges Bevölkerungswachstum und eine stete Überalterung der Gesellschaft, zugleich wandeln sich die bisherigen Familienstrukturen. „Dies führt unweigerlich zu einem Anstieg an betreuungs- und pflegebedürftigen Menschen und damit zu einer erhöhten Nachfrage nach informellen und formellen Pflege- und Betreuungsleistungen“, erläuterte der Landesrat. Um den Pflegeberuf attraktiver zu machen, müsse man sich daher mit den bekannten Anliegen des Personals wie der Work-Life-Balance, einem gesunden Arbeitsumfeld, einer wertschätzenden Vergütung und der sozialen Absicherung beschäftigen müssen.

Der zweite Problembereich betrifft kurzfristig entstehende Personalengpässe – Stichwort Grenzschließungen aufgrund der COVID 19 Pandemie, die die Arbeitskräftemigration in der jeweiligen Grenzregion unmöglich gemacht hat. „Ergebnis waren unkalkulierbare Engpässe in allen Leistungssegmenten, die auf Betreuungs- oder Pflegepersonal aus dem Nachbarland angewiesen sind. Auch das Burgenland musste diese leidvolle Erfahrung machen“, hielt Dorner fest. Um auch hier für eine Kontinuität der Betreuung und Versorgungssicherheit zu sorgen, brauche es krisensichere Arbeitgeber- bzw. Eigentümerstrukturen und einen klugen Mix aus regionalen Arbeitskräften und Arbeitskräften aus den angrenzenden Mitgliedsstaaten, unterstrich der Landesrat. 

Das Burgenland sehe seine Stellungnahme auch als Ergänzung und Verstärkung zum „Grünbuch zum Thema Altern“ der EU Kommission und vor allem, um länderübergreifendes Bewusstsein zu schaffen. Die Devise sei: „Denken wir gemeinsam nach, lernen wir gemeinsam voneinander und handeln wir miteinander!“, betonte Dorner abschließend. 

 

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Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

Eisenstadt, 22. April 2021

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