Mit der Fertigstellung der neuen Talübergänge bei Sieggraben wird ein zentraler Meilenstein im mehrstufigen Sicherheitsausbau der S 31 Burgenland Schnellstraße erreicht. Die vier neuen Brücken entlang der Richtungsfahrbahn Oberpullendorf zählen zu den technisch anspruchsvollsten Abschnitten der gesamten Strecke und bringen die wichtige Verkehrsachse auf den neuesten Stand der Technik. „Mit den neuen Talübergängen bei Sieggraben wird ein weiterer entscheidender Schritt im Sicherheitsausbau der S 31 gesetzt. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie durch moderne Bauweise und gezielte Investitionen sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Kapazitäten auf unserer wichtigsten Verkehrsachse nachhaltig verbessert werden können. Wir knüpfen damit konsequent an die bisherigen Ausbauphasen an und sorgen dafür, dass die S 31 auch in Zukunft eine sichere und verlässliche Verbindung für die Menschen im Burgenland bleibt“, sagte Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner beim Abschluss der Arbeiten gemeinsam mit ASFINAG-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl, ASFINAG-Geschäftsführer Alexander Walcher und ASFINAG-Geschäftsführer Andreas Fromm. Der Baustart erfolgte im März 2023, mit der Verkehrsfreigabe jetzt konnte der ambitionierte Zeitplan eingehalten werden.
Mit dem Abschluss dieser Bauphase wird die S 31 als zentrale Verkehrsverbindung des Burgenlands langfristig leistungsfähiger und sicherer. Die neuen Bauwerke sind auf Jahrzehnte ausgelegt und leisten einen wichtigen Beitrag für Mobilität, Wirtschaft und Lebensqualität in der Region.
Moderne Brückenbauwerke für mehr Sicherheit und Leistungsfähigkeit
Insgesamt wurden rund 1,6 Kilometer Strecke neu errichtet. Die Bauwerke erreichen Pfeilerhöhen von bis zu 56 Metern und Spannweiten von bis zu 49 Metern. Zum Einsatz kam hier das sogenannte Taktschiebeverfahren. Dabei wird die Brücke nicht vom Tal aus errichtet, sondern in einem speziellen Freibauverfahren, bei dem die Brücke Stück für Stück nach vorne über die Pfeiler geschoben wird. Das ist eine besonders anspruchsvolle Bauweise, die nicht nur höchste Präzision erfordert, sondern auch weniger Eingriffe in Natur und Gelände bedeutet.
ASFINAG-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl betonte: „Mit den neuen Talübergängen bei Sieggraben setzen wir einen entscheidenden Schritt im Sicherheitsausbau der S 31. Diese Bauwerke gehören zu den technisch anspruchsvollsten Abschnitten der Strecke und vereinen moderne Ingenieurkunst mit höchster Ausführungsqualität. Unser Ziel ist klar: eine leistungsfähige, sichere und dauerhaft belastbare Infrastruktur für das Burgenland. Dafür haben wir hier rund 64 Millionen Euro investiert.“
Die Dimensionen des Projekts unterstreichen den technischen und logistischen Aufwand:
- rund 40.000 Kubikmeter Beton
- etwa 6.000 Tonnen Betonstahl
- 541 Bohrpfähle mit einer Gesamtlänge von rund 13,7 Kilometern
- rund 64 Millionen Euro Investitionsvolumen
- rund 55.000 Kubikmeter Material ausgehoben und große Teile davon wiederverwertet.
Komplexe Umsetzung unter laufendem Verkehr
Die Umsetzung stellte hohe Anforderungen an Organisation und Koordination: Bis zu 80 Personen arbeiteten gleichzeitig an der Baustelle, zahlreiche spezialisierte Unternehmen waren eingebunden. Die Bauarbeiten erfolgten bei laufendem Verkehr und erforderten damit eine entsprechend komplexe Logistik.
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S31-Talübergänge-Fertigstellung_1
S31-Talübergänge-Fertigstellung_2
Bildtext S31-Talübergänge-Fertigstellung_1: ASFINAG-Geschäftsführer Alexander Walcher, Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, ASFINAG-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl und ASFINAG-Geschäftsführer Andreas Fromm (v.l.).
Bildtext S31-Talübergänge-Fertigstellung_2: Mit den Talübergängen bei Sieggraben wurde ein zentraler Meilenstein im mehrstufigen Sicherheitsausbau der S 31 Burgenland Schnellstraße umgesetzt.
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland
Eisenstadt, 9. Juni 2026
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