Kampagne: „Burgenland impft gegen Meningokokken-Erkrankung“

Land Burgenland stellt für Impfaktion 54.600 Euro zur Verfügung

Eine gemeinsame Kampagne der Burgenländischen Landesregierung, der Ärztekammer und Apothekerkammer sowie der Impfstoff-Herstellerfirma GlaxoSmithKline unter dem Motto „Meningokokken-Erkrankung: Wie Sie Ihr Kind schützen können“ soll auf die Gefährlichkeit der ansteckenden Krankheit aufmerksam machen und die BurgenländerInnen zur Impfung motivieren. Beim gemeinsamen Pressegespräch heute, Mittwoch, informierten Gesundheitslandesrat Mag. Norbert Darabos, Impfreferent der Ärztekammer Burgenland Dr. Albrecht Prieler, Apothekerkammerpräsident Mag. Dieter Schmid und Landessanitätsdirektorin Dr. Claudia Krischka vom Amt der Burgenländischen Landesregierung über die Risiken der heimtückischen Krankheit und über die Impfaktion.

Eine Meningokokkenerkrankung ist eine sehr schwere Infektionskrankheit, die zu einer Gehirnhautentzündung, einer Blutvergiftung, oder einer Kombination beider Krankheitsbilder führen kann. Verursacher sind Meningokokken-Bakterien die durch Tröpfcheninfektion übertragen werden können. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche. Nur eine Impfung gewährt wirklich Schutz. „Das Land Burgenland hat sich deswegen entschieden, diese Impfung finanziell zu unterstützen und einen Zuschuss zum Impfstoffpreis zu gewähren, um allen Kindern die beste Vorsorge bieten zu können. Burgenland ist das erste Bundesland das diese Aktion durchführt und übernimmt somit eine Vorreiterrolle“, so Gesundheitslandesrat Norbert Darabos. Eltern von Unter-Einjährigen könnten den Impfstoff gegen Meningokokken B das ganze Jahr über zum vergünstigten Preis von 56 Euro in den Apotheken erwerben.

Lebensbedrohliche Krankheit
Die Krankheit kann sehr schnell fortschreiten und innerhalb von 24-48 Stunden lebensbedrohlich sein. Die Ansteckung erfolgt hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion. Die meist plötzlich auftretenden Symptome sind Fieber, Erbrechen, Kopfschmerzen, Nackensteife und bei Babys und Kleinkindern Appetitverlust, Durchfall, Reizbarkeit und übermäßiges weinen. Dr. Albrecht Prieler, Impfreferent der Ärztekammer und Facharzt für Kinderheilkunde, rät deshalb zu einer möglichst frühen Impfung. Prieler: „Im Hinblick auf die Dramatik des Krankheitsverlaufes sollten alle Kinder möglichst früh ab dem vollendeten 2. Lebensmonat geimpft werden. Dies stellt die beste Vorsorge dar.“

Ziel der Impfaktion
Ziel der Impfaktion ist einerseits die Menschen über die Gefährlichkeit dieser Krankheit zu informieren und anderseits die Durchimpfungsrate zu erhöhen, um die Meningokokkenerkrankungen zu reduzieren. Weiteres soll durch die finanzielle Unterstützung des Landes auch einkommensschwachen Familien die Möglichkeit gegeben werden, ihre Kinder impfen zu lassen. Darabos: „Mit der finanziellen Unterstützung durch das Land Burgenland für die Meningokokken B Impfung in der Höhe von 20 Euro pro Impfstoffe setzen wir ein Zeichen gegen die Zwei-Klassenmedizin. Wir werden uns aber auch für die Aufnahme in das bundesweite Gratis-Kinderimpfkonzept stark machen. Impfen muss für jeden leistbar sein."

Pressefoto zum Download: Burgenland impft gegen Meningokokken-Erkrankung

Bild (v.l.): Dr. Albrecht Prieler, Impfreferent der Ärztekammer und FA für Kinderheilkunde; LR Mag. Norbert Darabos; Landessanitätsdirektorin Dr. Claudia Krischka und Mag. pharm. Dieter Schmid, Präs. Bgld. Apothekenkammer

Bildquelle:   Bgld. Landesmedienservice

Martin Klikovits, 10. Jänner 2017 

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