Corona-Ausnahmesituation – Herausforderung für viele Frauen

LH-Stellvertreterin Mag.a Astrid Eisenkopf unterstützt die Frauenberatungsstellen und das Frauenhaus als wichtige Einrichtungen in schwierigen Zeiten

Die Corona-Ausnahmesituation stellt oft besonders für Frauen eine große Herausforderung dar und bringt zusätzliche Belastungen mit sich. Viele sind bereits seit Wochen zu Hause, da kann es leicht sein, dass sich die Situation zuspitzt. „Die Frauenberatungsstellen Burgenland und das Frauenhaus sind auch in diesen schwierigen Situationen für die Burgenländerinnen da, denn gerade in so fordernden Zeiten ist es für die Betroffenen wichtig, zu wissen, dass sie nicht allein sind. Ich kann deshalb nur appellieren, sollte es Probleme geben, sich nicht zu scheuen anzurufen und dieses Angebot auch anzunehmen. Bei Frauen in Gewaltbeziehungen besteht die große Schwierigkeit oft darin, dass sie keinerlei Möglichkeit haben, überhaupt - ungestört - telefonieren zu können. Deshalb werden die burgenländischen Frauenberatungsstellen ab Mitte Mai wieder persönlich vor Ort für ihre Klientinnen da sein und den ursprünglichen Beratungsalltag wieder aufnehmen. Für die dafür in den burgenländischen Frauenberatungsstellen sowie im Frauenhaus notwendigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wird eine Corona-Sonderförderung in Höhe von insgesamt 10.000 Euro bereitgestellt“, betonte Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Astrid Eisenkopf bei ihrem Besuch in der Frauenberatungsstelle „Die Tür“ in Eisenstadt.

Generell herrscht Verunsicherung und alles unter einen Hut zu bringen stellt für die meisten Frauen eine große Herausforderung dar: Homeoffice, Haushalt, Schulkinder mit e-learning unterstützen, der älteren Generation zur Hand gehen - besonders für Alleinerziehende eine harte Zeit. Auch die soziale Isolation und die Konflikte mit Kindern oder Partnern macht diesen Frauen mittlerweile sehr zu schaffen. „Seit Beginn dieser Corona-Krise sind wir sowohl telefonisch, als auch via E-Mail für die Frauen erreichbar. Jobverlust, Existenzängste, finanzielle Probleme, Fragen zur Kinderbetreuung und das Problemthema Gewalt sind die wesentlichen Inhalte der Beratungsgespräche. Durch diese telefonischen Kontaktnahmen kann schon viel aufgefangen werden. In manchen Fällen ist es sicherlich schwierig, uns zu kontaktieren. Deshalb werden wir ab Mitte des kommenden Monats wieder persönlich vor Ort für unsere Klientinnen da sein“, so Mag.a Elke Aufner-Hergovich von der Frauenberatungsstelle Eisenstadt.

„Auch das Frauenhaus Burgenland hat seine Türen für notwendige Aufnahmen nach wie vor geöffnet. Das Hashtag #stayhome soll Frauen nicht davon abhalten, sich selbst, aber auch ihre Kinder zu schützen und an einen sicheren Ort zu bringen, denn Gewalt erhält durch das Coronavirus - wie auch sonst durch nichts - keine Legitimation!“, erklärte Frauenhausmitarbeiterin Julia Renner. Ergänzend dazu wurde vom Land Burgenland unter der Nummer 0576001031 ein Sorgentelefon eingerichtet. Diese Hotline unterstützt all jene, die in diesen Zeiten an ihre Grenzen geraten oder sich Rat und Hilfe in Problemsituationen holen möchten.

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"Frauenberatungsstelle Oberwart"

Bildtext: Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Astrid Eisenkopf traf bei einem Besuch in der Frauenberatungsstelle „Die Tür“ in Eisenstadt mit Mag.a Elke Aufner-Hergovich und Julia Renner, Frauenhaus Burgenland, zu informellen Gesprächen zusammen

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

Fercsak Hermann, 24. April 2020

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