Bildungsland Burgenland - Symposion der Kindergarten- und HortpädagogInnen

„Übergänge als pädagogische Herausforderung für elementarpädagogische Einrichtungen“

 

„Aller Anfang ist schwer – aber so manches Beenden ist auch nicht ohne! Übergänge als pädagogische Herausforderung für elementarpädagogische Einrichtungen“ – zu diesem Thema referierte Univ. Prof. Dr. Wilfried Datler von der Universität Wien bei dem am 09. Dezember 2016 im Lisztzentrum in Raiding veranstalteten Symposion der Kindergarten- und HortpädagogInnen. Landeshauptmann Hans Niessl betonte: „Ich selbst habe 25 Jahre unterrichtet - dabei auch erste Klassen. Aus dieser Erfahrung heraus empfinde ich größten Respekt und Anerkennung für die Arbeit der KindergartenpädagogInnen, denn in den Kindergärten wird wertvolle Arbeit geleistet.“ Kindergärten sind die erste Bildungsstätte, in der neben altersadäquatem Wissen auch Werte wie Demokratie, Sprache und soziale Kompetenz vermittelt werden, und die auch für die Persönlichkeitsentwicklung von elementarer Bedeutung ist.

Landeshauptmann Hans Niessl verwies in seiner Rede darauf, dass das Burgenland wichtige Punkte umgesetzt habe. „Praktisch gibt es im Burgenland schon das verpflichtende zweite Kindergartenjahr, denn 97,7% der Drei- bis Fünfjährigen im Land besuchen den Kindergarten. Bei der Betreuung der Drei- bis Fünfjährigen liegt das Burgenland damit bundesweit an erster Stelle, bei der Betreuung der bis Zweijährigen auf Platz zwei“. Der Kindergarten ist die erste und damit sehr wichtige Bildungsstätte, wie eine - vor wenigen Wochen veröffentlichte - OECD-Studie einmal mehr bestätigt. Darin heißt es: Wer einen Kindergarten besucht, hat ein deutlich geringeres Risiko, später ein schlechter Schüler zu sein. Besonders deutlich wird dieser Zusammenhang in Mathematik. Laut Studie fielen in Österreich 36% jener Kinder, die keinen Kindergarten besucht hatten, in die Gruppe der leistungsschwachen Rechner. Bei Kindern, die 1 Jahr im Kindergarten waren, betrug der Anteil nur 27%, bei längerem Kindergartenbesuch sogar nur noch 17%. „Übergänge müssen intelligent und wertvoll gestaltet werden, es ist wichtig, dass der Kindergarten nicht zu sehr verschult wird, Kinder müssen Kinder sein können“ so der Amtsführende Präsident des Landeschulrats Mag. Heinz Zitz

Je besser die Kinder in vorschulischen Einrichtungen auf die Schule vorbereitet werden, umso bessere Startbedingungen haben sie dann in der Schule. Ganz wichtig dabei ist auch der richtige Übergang (Transition). Der Beginn der Schulzeit ist für Kinder eine neue Phase im Leben. Der Übergang ist von entscheidender Bedeutung für die schulische Entwicklung des Kindes. Das im Juli beschlossene Schulrechtsänderungsgesetz stellt dabei das erste Paket einer umfassenden Bildungsreform dar. Mit dem Schulrechtspaket wird der Übergang vom Kindergarten zur Volksschule enger miteinander verwoben. Das letzte verpflichtende Kindergartenjahr und die ersten zwei Schuljahre werden als gemeinsamer Bildungsraum verstanden und gestaltet. Durch einen Informationsaustausch von Kindergarten und Volksschule wird dafür gesorgt, dass sich die PädagogInnen frühzeitig an den Talenten, Interessen und Bedürfnissen der Kinder orientieren können. Damit kommt den Kindergärten eine noch wichtigere Stellung zu.

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Bildtext (v.l.n.r.): Pflichtschulinspektor Alfred Lehner, Schulinspektorin Michaela Seidl, Schulinspektor Werner Zwickl, Kindergarteninspektorin Kornelia Berlakovich, Dr. Walter Degendorfer, Landeshauptmann Hans Niessl, Univ. Prof. Dr. Wilfried Datler, Mag.a Gerda Konrad, Amtsführender Präsident des Landesschulrates Mag. Heinz Zitz, Landesschulinspektor Erwin Deutsch, MMag. Gerald Kögl, Dr. Klaus Novak, Schulinspektorin Karin Vukmann-Artner

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

Wiesinger Stefan, 09. Dezember 2016
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