Ausstellungs-eröffnung: der betörende Duft des Leders

FRAUEN.KUNST.RAUM im Landhaus Eisenstadt zeigt Werke zweier Künstlerinnen *** Die Werke zweier Künstlerinnen stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung, die Frauenlandesrätin Verena Dunst heute, Donnerstag, im Landhaus in Eisenstadt eröffnete.

„Es freut mich besonders, den Werken und Darbietungen so unterschiedlicher Künstlerinnen eine Bühne bieten zu dürfen. Sie zeigen eindrucksvoll, wie sich großes Talent, gepaart mit Leidenschaft und Beharrlichkeit, erfolgreich seinen Weg bahnen kann – und damit beispielgebende weibliche Geschichten“, so Dunst.

Die gesangliche Umrahmung der Ausstellungseröffnung gestaltete Adylia Sarsenova aus Kazachstan, seit diesem Schuljahr Schülerin am Wimmergymnasium Oberschützen, die neben der Ausbildung am Gymnasium ihre musikalische Ausbildung weiterführt.

Die 1999 in Turkmenistan geborene Durdane Kurbanova besucht derzeit die HTBL Pinkafeld. Ihr größter Wunsch ist es, in Österreich eine Ausbildung zur Architektin zu machen. Zunächst als außerordentliche Schülerin in der Gebäudetechnik-Abteilung der HTBL aufgenommen, musste Durdane, die vier Sprachen spricht, den Lernstoff der technischen Gegenstände und die praktischen Stunden am Bauhof am Nachmittag nachholen und nebenbei ihr Deutsch verbessern. Als Ausgleich zum harten Schulalltag – sie hat es mittlerweile zur ordentlichen Schülerin gebracht - hat sie vor drei Jahren mit dem Zeichnen begonnen und zeigt auch dabei beachtliches Talent. Beim Frauen.Kunst.Raum sind  Zeichnungen und Aquarelle von ihr zu sehen.

Manuela Sommer-Schuster aus Wörterberg hat im Rahmen ihrer Ausbildung an der Modeschule Hetzendorf ihre Liebe zum Arbeiten mit Leder entdeckt, die bis heute anhält. Diese Fertigkeit perfektionierte sie in den folgenden Jahren in einer Ledermanufaktur. Bereits mit 24 Jahren absolvierte sie die Meisterprüfung zur Ledergalanteristin, arbeitete danach aus familiären Gründen jedoch im Einzelhandel und als Dekorateurin - bis sie vor fünf Jahren der Ruf der Salzburger Federkiel-Stickerei ereilte, die jemanden suchte, der sich auf die Herstellung von Kleinlederwaren versteht. Federkiele stellt sie auch weiterhin, wenn auch nur mehr in kleinem Umfang, her, doch hat sie sich vor einem Jahr selbstständig gemacht und fertigt nun nach Kundenwunsch Taschen – allesamt Unikate – und Accessoires aus naturgegerbtem Leder her und hat damit ihre große Leidenschaft endgültig zum Beruf gemacht. Die Meisterin bietet Interessierten aber auch die Möglichkeit, in zweitägigen Workshops unter Anleitung die eigene Handtasche selbst (mit) herzustellen. Sommer arbeitet aber auch mit regionalen Betrieben zusammen, so etwa im Bereich des Blaudrucks, des Filzens oder der Herstellung von Bioleder.

Die Bilder sind noch bis zum Sommer im Landhaus Eisenstadt, 1. Stock, am Gang zu den und in den Amtsräumen von Landesrätin Verena Dunst zu sehen.

Da Frauen im Kunstbereich, auch im Burgenland, in der Öffentlichkeit noch immer unterrepräsentiert sind, bietet Frauenlandesrätin Dunst seit 2001 im Rahmen des „FRAUEN.KUNST.RAUMs“ Künstlerinnen und (Nachwuchs-)-Talenten die Möglichkeit, ihre Werke einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren und damit ihre Bekanntheit zu steigern.

Pressefotos zum Download:   Ausstellungseröffnung Sommer, Kurbanova_1, _2

Bildtext Bild 1:   Bei der Eröffnung der Ausstellung im Rahmen des FRAUEN.KUNST.RAUMS: v.l.: Lederkünstlerin Manuela Sommer-Schuster, Durdane Kurbanova aus Turkmenistan, Schülerin der HTBL Pinkafeld, LRin Verena Dunst, Adylia Sarsenova aus Kasachstan, Schülerin des Wimmergymnasiums Oberschützen und Sängerin

Bildtext Bild 2:
 
Bei der Eröffnung der Ausstellung im Rahmen des FRAUEN.KUNST.RAUMS: v.l.: Dir. DI Dr. Wilfried Lercher, HTBLA u. VA Pinkafeld, LAbg. Mag.a Regina Petrik, Lederkünstlerin Manuela Sommer-Schuster, Durdane Kurbanova aus Turkmenistan, Schülerin der HTBL Pinkafeld, LRin Verena Dunst, ORStRin Prof. Mag.a Andrea Liebmann, Adylia Sarsenova aus Kasachstan, Schülerin des Wimmergymnasiums Oberschützen und Sängerin, Mag. Heinz Zitz, Bildungsdirektor für das Burgenland

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Hans-Christian Siess, 12. April 2018
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