Haydn-Dokumentator Josef Pratl wird Ehrenmitglied der Joseph Haydn Privathochschule

JHP-Geschäftsführer Mag. Michael Gerbavsits, Landesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler, JHP-Ehrenmitglied DI Dr. Josef Pratl mit Gattin, Landtagspräsidentin Mag.a Astrid Eisenkopf, JHP-Rektor Mag. Gerhard Krammer und Laudator Prof. Dr. Walter Reicher.

LRin Winkler: Mit seiner intensiven Forschungsarbeit hat Josef Pratl ein entscheidendes Fundament für die heutige Haydn-Forschung geschaffen

Der Eisenstädter Josef Pratl ist einer der profiliertesten Haydn-Forscher Österreichs und eine zentrale Figur der musikhistorischen Wissenschaft im Burgenland. Sein Name ist untrennbar mit der Erforschung des burgenländischen Kulturerbes und der Dokumentation von Joseph Haydns Wirken verbunden, für die er in jahrelanger, akribischer Archivarbeit in den Esterházy-Archiven auf Burg Forchtenstein und in Budapest mehr als 21.000 der relevantesten Schriftstücke zu Joseph Haydn und seiner Hofkapelle erfasste. Für sein Wirken wurde der Historiker am Dienstag feierlich zum Ehrenmitglied der Joseph Haydn Privathochschule Burgenland ernannt. „Über Jahrzehnte hinweg hat Josef Pratl in den Archiven und in den verborgenen Winkeln der Musikgeschichte von Forchtenstein bis Budapest Interessantes zu Joseph Haydn zutage gebracht. Mit über 21.000 erfassten Dokumenten hat er ein entscheidendes Fundament für die heutige Haydn-Forschung geschaffen. Josef Pratl hat die Geschichte Joseph Haydns und unseres Landes für künftige Generationen dokumentiert, lebendig gehalten und damit besondere Maßstäbe gesetzt. Sein Wirken ist für das Burgenland, für den Standort der Joseph Haydn Privathochschule, für die Freunde und Bewunderer der Musik von Joseph Haydn und die gesamte Musikwelt Haydn ein Geschenk von unschätzbarem Wert“, so Landesrätin Daniela Winkler, die in Vertretung von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil an dem Festakt teilnahm.

Josef Pratl, geboren 1928, ist einer der produktivsten Autoren der renommierten Eisenstädter Haydn-Berichte, der musikwissenschaftlichen Publikationsreihe der Internationalen Joseph Haydn Privatstiftung Eisenstadt. Sein wichtigster Einzelbeitrag zu dieser Reihe erschien 2009 als Band 7 „Acta Forchtensteiniana. Die Musikdokumente im Esterházy-Archiv auf Burg Forchtenstein“. Er ist den Dokumenten über die Hofmusik im fürstlich esterházyschen Archiv gewidmet und behandelt den gesamten Zeitraum vom Beginn der Chormusik im Jahr 1673 bis zur endgültigen Auflösung der Kapelle im Jahr 1877. Im Zuge der mehrjährigen Forschungsarbeit auf Burg Forchtenstein wurde versucht, alle wesentlichen Dokumente aus dem esterházyschen Wirtschaftsarchiv über die fürstliche Hofmusik zu erfassen. 2017 folgte als Band 10 der Eisenstädter Haydn-Berichte die derzeit umfassendste Quellenedition musikgeschichtlicher Dokumente zu den Fürsten Esterházy allgemein und Joseph Haydn im Besonderen dar und umfasst die gesamte Bestandsdauer der esterházyschen Chor- und Kammermusik vom Jahr 1673 bis zum Jahr 1877.

„Josef Pratls Werk steht exemplarisch für eine Form der Musikwissenschaft, die sich nicht mit dem Bekannten begnügt, sondern in Archive steigt, um neue Primärquellen zu erschließen. Die von ihm katalogisierten und edierten Dokumente bilden heute eine unverzichtbare Grundlage für alle, die sich mit der Geschichte der esterházyschen Hofkapelle, mit Joseph Haydns Wirken als Kapellmeister oder mit der Musikkultur des Barganero des 17. bis 19. Jahrhunderts befassen“, so der JHP-Rektor Gerhard Krammer und Geschäftsführer Michael Gerbavsits.

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JHP-Ehrenmitgliedschaft Josef Pratl

Bildtext JHP-Ehrenmitgliedschaft Josef Pratl: JHP-Geschäftsführer Mag. Michael Gerbavsits, Landesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler, JHP-Ehrenmitglied DI Dr. Josef Pratl mit Gattin, Landtagspräsidentin Mag.a Astrid Eisenkopf, JHP-Rektor Mag. Gerhard Krammer und Laudator Prof. Dr. Walter Reicher.

Bildquelle: Büro LRin Winkler/ Novak

Eisenstadt, 09. Juni 2026

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