Jagd

Das Jagdrecht ist untrennbar mit dem Recht an Grund und Boden verbunden. Das Burgenländische Jagdgesetz und die Burgenländische Jagdverordnung legen fest von wem und unter welchen Bedingungen das Jagdrecht ausgeübt werden darf.

Über 7.000 Jägerinnen und Jäger bejagen im Burgenland 333 Genossenschafts- und 159 Eigenjagdgebiete mit  einer reinen Jagdfläche von rund 367.000 ha. Die durchschnittliche Größe eines Burgenländischen Jagdreviers beträgt ca. 800 ha, wobei sich die größten Reviere im Nordburgenland befinden.

Durch die Verpachtung des Jagdrechtes wird ein jährlicher Betrag ca. 6,8 Millionen Euro lukriert, der vor allem für den Bau von land- und forstwirtschaftlichen Wegen oder Bodenschutzanlagen verwendet wird.

Die Jagd darf im Burgenland nur durch solche Personen ausgeübt werden, die im Besitz einer gültigen Jagdkarte oder Jagdgastkarte sind. Die Voraussetzungen für den Erwerb einer solchen sind im Burgenländischen Jagdgesetz geregelt.

Jagdgesetznovelle

Die Reform des burgenländischen Jagdgesetzes, wodurch ein modernes, ökologisches und nachhaltiges Jagd- und Wildtiermanagement sichergestellt werden soll, ist ein zentraler Punkt der laufenden Regierungsperiode.

Um diese schon lange notwendige Reform des Jagdgesetzes rasch umzusetzen wurde eine Expertenrunde, die ARGE „Zukunft Jagd“, ins Leben gerufen, die sich aus Vertretern des Landesjagdverbandes, der Jägerschaft, der Landwirtschaftskammer sowie einem jagdlichen  Sachverständigen und Fachjuristen zusammensetzt. 

Eine entscheidende Rolle bei der Novelle zum Jagdgesetz spielen Themen wie Wald-Wild-Ausgleich, Tiergerechtigkeit und Tierwohl, die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder, der Schutz der agrarischen Flächen, die Sicherstellung der Rechte der Grundeigentümer sowie die Bedeutung und der Erhalt der Jagd als wichtiger Wirtschaftsfaktor und traditionsreiches Kulturgut.