Spurensuche in die Zukunft

Verband Österreichischer Archivarinnen und Archivare feierte 50-jähriges Bestehen.

Vor kurzem lud der Verband Österreichischer Archivarinnen und Archivare zur Festveranstaltung „Spurensuche in die Zukunft“. Mehr als 200 Gäste folgten der Einladung ins Wiener Haus der Industrie am Schwarzenbergplatz.
Den Auftakt zur Festveranstaltung bildete ein Experten-Talk zum Thema „Archivare als Informationsbroker der modernen Wissensgesellschaft“. Unter der Leitung von Christiane Wassertheurer diskutierten der Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs, Wolfgang Maderthaner, dessen Vorgänger Lorenz Mikoletzky, die Direktorin des Wiener Stadt- und Landesarchivs, Brigitte Rigele, der Direktor des Niederösterreichischen Landesarchivs, Willibald Rosner, und die burgenländische Landesarchivarin und neugewählte VÖA-Präsidentin, Karin Sperl.

Tenor der Diskussion: Archivgut ist in den meisten Fällen einzigartig – und daher ein unersetzliches kulturelles Erbe. Archive bilden das kulturelle wie auch das rechtlich-administrative Gedächtnis eines Staates, eines Bundeslandes, einer Kommune, einer Region, von Institutionen oder auch Religionsgemeinschaften. Unterlagen – ob papiergebunden oder elektronisch, Sachakten, Einzeldokumente, Karten, Fotos, Korrespondenzen, Filme oder Tonaufnahmen –, sie alle werden erst durch die Sachkenntnis der Archivarinnen und Archivare zu authentischen und zuverlässigen Quellen in der Identitäts- und Erinnerungspolitik. Von der Familienforschung bis zu Restitutionsfragen.
Die Archivarinnen und Archivare sind es, die mit ihrer täglichen Arbeit die Basis für die Erschließung, das Finden, den Zugang zu Archivalien, aber auch für die notwendige Transparenz sorgen.
Mit dem Verwahren, dem Erschließen, behutsamen Restaurieren – und vor allem Publizieren – machen sie „Schätze“ unterschiedlichster Genres für Historiker, Studierende, Lehrer, Journalisten, Anwälte und interessierte Bürger benutzbar.

Den Festvortrag hielt der bekannte österreichische Publizist und Schriftsteller Egyd Gstättner. Er wählte dafür den launigen Titel „Unterirdische für Außerirdische – Archivare im Wechselspiel zwischen Macht, Verantwortung und Demut“.

Starke Stimme für das Archivwesen im In- und Ausland
Wirkungsvolle Berufsorganisation der Archivarinnen und Archivare

2017 begeht der Verband Österreichischer Archivarinnen und Archivare (VÖA) – die Berufsorganisation für das österreichische Archivwesen – sein 50-Jahr-Jubiläum.
Seit 1967 fördert der Verband das heimische Archivwesen und dessen wissenschaftliche Belange sowie die Interessen seiner Mitglieder national wie international.

Zu den wichtigsten Aufgaben des Verbandes zählen die Rolle als Koordinator in der dezentralisierten Archivorganisation Österreichs, die Ausrichtung von Fachtagungen, Vorträgen und Exkursionen, die Herausgabe von Publikationen sowie die Mitsprache in Berufsfragen. VÖA gibt seit 1969 zudem die halbjährlich erscheinende Zeitschrift Scrinium heraus.

Vorstand des Verbands Österreichischer Archivarinnen und Archivare; Fotocredit: VÖA/Gerhard Weinkirn

 

Imagefilm des Verbandes Österreichischer Archivarinnen und Archivare

 www.voea.at