Zuschläge

Folgende Zuschläge sind bei Neubaudarlehen, Darlehen für Umfasssende Sanierung und Darlehen für Althausankauf mit einer Energiekennzahl unter 70kWh/m² möglich:

Kindersteigerungsbetrag
Für jedes zum Zeitpunkt des Ansuchens im Haushalt der Förderungswerbenden lebende Kind (mit österreichischer Staatsbürgerschaft bzw. gleichgestellt) unter 16 Jahren wird ein Kindersteigerungsbetrag in der Höhe von € 11.000,-- gewährt.
Nachförderungen für Familienzuwachs können bis zur Endzuzählung des Darlehens mit einer ärztlichen Bestätigung über die bestehende Schwangerschaft beantragt werden. Die Auszahlung erfolgt jedoch erst nach Vorlage der Geburtsurkunde. Endzuzählung bedeutet, dass der gesamte zugesicherte Darlehensbetrag bereits ausbezahlt ist.

Einkommensabhängiger Sozialzuschlag
Dieser ist für die Bezieher kleinerer Einkommen entsprechend dem „gewichteten Pro-Kopf-Einkommen“ (Haushaltseinkommen dividiert durch die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen, wobei Kinder unter 16 Jahren mit dem Faktor 0,5 gewichtet werden) vorgesehen. Ausgegangen wird von einem Grenzwert von € 765,-- pro Kopf.

Das Ausmaß dieses Zuschlages verläuft entgegengesetzt zur Höhe des Pro-Kopf-Einkommens. Je höher das Einkommen, umso geringer der Zuschlagsbetrag. Über einem Pro-Kopf-Einkommen von monatlich € 765,-- ist kein Sozialzuschlagsbetrag mehr vorgesehen.

Sozialpauschale nach gewichtetem Pro-Kopf-Einkommen
Pro-Kopf-Einkommen Steigerungsbetrag
bis € 473,-- € 15.000,--
bis € 546,-- € 11.000,--
bis € 618,-- € 7.500,--
bis € 690,-- € 5.500,--
bis € 765,-- € 3.700,--
über € 765,-- € 0,--

Ortskernzuschlag
Für Förderobjekte, die im Ortskern liegen, kann ein Betrag von € 50,-- je m2 bebauter Fläche bis maximal € 10.000,-- gewährt werden.
Als Ortskern versteht man jene Objekte und Freiflächen, die im Flächenwidmungsplan oder Bebauungsplan (Teilbebauungsplan) als Ortskern ausgewiesen sind oder für die ein Gutachten eines Sachverständigen für Raumordnung und Raumplanung vorliegt, wonach diese Objekte und Freiflächen als für den „Ortskern“ besonders erhaltenswert sind.
Damit soll den Zersiedelungstendenzen in den Dörfern entgegengetreten und eine Wiederbelebung der Ortskerne bewirkt werden. Bei Eigenheimen mit mehreren Wohneinheiten ist die höchstmögliche Förderung für das gesamte Objekt mit € 10.000,-- begrenzt.

Bebaute Fläche
Als bebaute Fläche gilt die senkrechte Projektion des Gebäudes einschließlich aller raumbildenden oder raumergänzenden Vorbauten auf eine waagrechte Ebene. Als raumbildend oder raumergänzend sind jene Bauteile anzusehen, die von jeder Seite baulich umschlossen sind. Nicht zu berücksichtigen sind: unterirdische Gebäude oder Gebäudeteile, angebaute Gebäude sowie Nebengebäude, die für berufliche Zwecke spezifisch ausgestattet und nicht für Wohnnutzzwecke geeignet sind, offene Stiegenhäuser, offene Balkone, Terrassen und Loggien.

Ökozuschlag
Der Ökozuschlag wird nach Ökopunkten gewährt. Beim Neubau beträgt die Höhe des Ökozuschlages pro erreichten Punkt beträgt € 1.000,--. Abhängig vom Grad der prozentuellen Unterschreitung der mindestens erforderlichen Energiekennzahl wird ein Ökozuschlag nach Punkten gewährt.

Unterschreitung in % Punkte
≥ 25 6
≥ 50 12
≥ 70 25

Bei Passivhäusern, das sind Wohngebäude mit einem Heizwärmebedarf HWBBGF 10 kWh/m2.a, ist überdies eine Heizwärmebedarfsberechnung vorzulegen. Darüber hinaus kann für die Definition eines Passivhauses auch eine Begriffsbestimmung, die dem Stand der Technik entspricht, herangezogen werden.

Bei Umfassender Sanierung beträgt die Höhe des Ökozuschlags pro erreichtem Punkt € 250,--.

Unterschreitung in % Punkte
≥ 15 5
≥ 30 12
≥ 45 27
≥ 60 50
≥ 80 100

Zuschlag für Maßnahmen zur Schaffung von Barrierefreiheit
Werden Maßnahmen zur Schaffung von Barrierefreiheit vorgenommen, ist ein Zuschlag im Ausmaß der anfallenden Kosten, jedoch maximal € 15.000,--, vorgesehen.