Wulkarenaturierung Wulkaprodersdorf umgesetzt

Investitionen von 1,7 Mio. Euro für Hochwasserschutz und Renaturierung lassen Naherholungsgebiet entstehen *** Neben dem Abschluss von mehreren Hochwasserschutzmaßnahmen in der Marktgemeinde Wulkaprodersdorf werden auch Projekte zur Renaturierung der Wulka umgesetzt. Bei einem Besuch in Wulkaprodersdorf machte sich Landesrat Helmut Bieler diese Woche ein Bild vom Stand der Arbeiten.

„Mit diesen Baumaßnahmen wurde ein Mehrfachnutzen erzielt: Sie bieten Schutz vor Hochwasser, beseitigen Fischwanderhindernisse und nicht zuletzt entsteht durch die Renaturierung ein wertvolles Naherholungsgebiet für die Bevölkerung“, erklärte Bieler.

Bis vor wenigen Jahren bestand im Bereich der Pieler-Mühle ein für die Wasserlebewesen unpassierbares Migrationshindernis mit einer Fallhöhe von ca. 2,90 m. Gemäß Nationalem Gewässerbewirtschaftungsprogramm müssen in der ersten Phase Fischwanderhindernisse beseitigt werden. Nach dem Erlöschen der wasserrechtlichen Bewilligung zum Betrieb der Pieler-Mühle konnte nun ein fischpassierbares Wulkagerinne hergestellt werden.

Der Wulkaverlauf wurde in Form eines mäandrierten Flusses  um ca. 500 Laufmeter verlängert und dadurch die vorhandene Fallhöhe von 2,90 m abgebaut. Da die neuen Ufer (Gleit- und Prallufer) nicht befestigt wurden, kann sich zukünftig ein naturnaher Verlauf der Wulka entwickeln.

Für das Bauvorhaben wurden ca. 20.000 m2 Flächen angekauft. Die für die Regulierung nicht benötigten Flächen - Inseln, Halbinseln - werden mit standortgerechten Bäumen und Sträuchern bepflanzt. Am Rande des Projektgebietes wird ein ca. 3,5 m breiter Begleitweg errichtet werden. Neben der Verbesserung des Ökosystems der Wulka bietet sich künftig die Möglichkeit der Nutzung dieses Bereichs als Naherholungsgebiet.

Die Gesamtbaukosten von 1,7 Mio. Euro werden zu 60 % vom Bund (1,02 Mio. Euro), zu 30 % vom Land (510.000 Euro) und zu 10 % von der Gemeinde (170.000 Euro) finanziert. Die Fertigstellung der wasserbaulichen Maßnahmen erfolgte Ende 2015.

Mit der Errichtung der Fischwanderhilfe Wulkaprodersdorf wird ein weiterer Wulkabereich fischpassierbar ausgeführt. In den letzten 4 Jahren wurden insgesamt bereits 8 derartige Anlagen (Antau, Zemendorf-Stöttera, Pöttelsdorf, Eisenstadt, Mattersburg) errichtet.

Bisher sind ca. € 2.500.000,-- für die Vorhaben an der Wulka investiert worden.

Nach Beseitigung des letzten Problembereichs bei der Pieringer-Mühle in Antau wird der Wulkalauf künftig fast durchgehend fischpassierbar sein.

Pressefotos zum Download:    Renaturierung Wulka_1
                                                              Renaturierung Wulka_2
                                                              Renaturierung_Wulka_Wulkaverlauf_3

                                                           
Bildtext 1:   Baumbepflanzung als Teil der Wulkarenaturierung in Wulkaprodersdorf:  WHR DI Helmut Rojacz, Projektverantwortlicher, LR Helmut Bieler, Bgm. Friedrich Zarits, Vize-Bgm. Ing. Markus Krojer

Bildtext 2:   Baumbepflanzung als Teil der Wulkarenaturierung in Wulkaprodersdorf:  Bgm. Friedrich Zarits, Vize-Bgm. Ing. Markus Krojer, LR Helmut Bieler, WHR DI Helmut Rojacz, Projektverantwortlicher

Bildtext 3:   Luftaufnahme des Wulkaverlaufs in Wulkaprodersdorf

Bildquelle:   Bgld. Landesmedienservice

Hans-Christian Siess, 3. Juni 2016
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