Vorzeigeeinrichtung gegen Vereinsamung und Isolation

Seniorengarten der Diakonie Südburgenland in Oberwart bietet Begleitung für Menschen mit Demenzerkrankung und deren Angehörige

Der Seniorengarten der Diakonie Südburgenland in Oberwart bietet seit dem Jahr 2007 Begleitung für Menschen mit Demenzerkrankung und deren Angehörige. Zielsetzung ist es, die vorhandene Selbständigkeit der Betroffenen zu stabilisieren, alle geistigen und praktischen Fähigkeiten zu fördern sowie die Angehörigen zu begleiten, zu beraten und zu entlasten. „Dieses Pflege- und Betreuungsangebot wird in Zukunft eine sehr wichtige Rolle spielen. Derzeit gibt es im Burgenland zehn Einrichtungen mit Betriebsbewilligungen für 114 Plätze. Die Diakonie betreibt eine davon hier in Oberwart. Der Vorteil dieser SeniorInnen-Tagesbetreuung ist, dass das Angebot individuell auf jeden einzelnen Pflegebedürftigen zugeschnitten werden kann. Zusätzlich wird von den meisten Anbietern ein Hol- und Bringdienst angeboten, der seit heuer auch zur Hälfte gefördert wird“, erläuterte Gesundheits- und Soziallandesrat Dr. Peter Rezar.

Das Land Burgenland hat 2012 zu einem runden Tisch zum Thema Seniorinnentagesbetreuung geladen. „Dabei ist ganz klar herausgekommen, dass die SeniorInnen-Tagesbetreuung als Einrichtungsform Zukunft hat. Es ist aber auch herausgekommen, dass es burgenlandweit genügend freie Kapazitäten gibt und dass wir alle zusammen daran arbeiten müssen, dass diese Kapazitäten auch genutzt werden, denn wenn wir den hohen Grad an Angehörigenpflege auch weiterhin aufrechterhalten wollen, müssen wir auch attraktive Entlastungsangebote für diese pflegenden Angehörigen schaffen“, so Rezar.

Der Anteil der älteren Menschen an der Gesamtbevölkerung des Burgenlandes ist in den vergangenen Jahrzehnten stark angewachsen. Von 1.000 EinwohnerInnen sind bereits mehr als ein Viertel, nämlich 270 Personen, über 60 Jahre alt. Das ist der höchste Wert im Bundesländervergleich. Bis 2020 wird sich dieser Wert auf über 300 Personen erhöhen – Tendenz steigend. Der medizinische Fortschritt und die verbesserten ärztlichen Versorgungseinrichtungen haben maßgeblich zu dieser ständig wachsenden Lebenserwartung beigetragen. „Mit dem Seniorengarten bietet die Diakonie Burgenland den Menschen in der Region eine professionelle Betreuung, wo unsere Tagesgäste so viel Selbstständigkeit wie möglich und so viel Betreuung wie nötig erfahren“, so Pfarrerin Mag.a Sieglinde Pfänder, Evangelische Pfarrgemeinde A.B. Oberwart.

Dazu Dr. Klaus-Peter Schuh, Allgemeinmediziner in Oberwart und Initiator des Seniorengartens der Diakonie Südburgenland: „Im Bezirk Oberwart leben daher ca. 600 Menschen mit Demenzerkrankung. Die Alzheimerdemenz betrifft aber nicht nur die erkrankte Person, sondern die gesamte Familie. Die Betroffenheit bringt Vereinsamung und Isolation aller Beteiligten mit sich. Die Betreuungsangebote im Seniorengarten Oberwart können diesem Zustand durch Aktivierung und Förderung der erkrankten Personen und durch die gleichzeitige Entlastung der Angehörigen entgegenwirken.“

Die Landes- und Gemeindepolitik trägt den Bedürfnissen der SeniorInnen bestmöglich Rechnung. Dank der SeniorInnenförderungen können Vertretungen und konkrete Projekte unterstützt werden. 2014 stellt das Land für die Seniorenförderung insgesamt 130.000 Euro zur Verfügung. Ab Juli 2013 wurden die BesucherInnen-Tarife für die SeniorInnen-Tagespflege weiter abgesenkt und das Land übernimmt die Hälfte der Transportkosten. Der Besuch ist nicht mehr an den Pflegegeldbezug gekoppelt und ist für alle betreuungsbedürftigen Personen unbeschränkt möglich. Mag. Marc Seper, Geschäftsführer Diakonie Südburgenland: „Seit der Eröffnung im Jahr 2007 kann der Seniorengarten auf eine einzigartige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Das Tageszentrum der Diakonie Südburgenland ist mittlerweile als Anlaufstelle für Menschen mit Demenzerkrankungen aus dem Bezirk Oberwart nicht mehr wegzudenken.“

Pressefoto zum Downloaden: Seniorengarten

Bildtext: Der Seniorengarten der Diakonie Südburgenland in Oberwart bietet Begleitung für Menschen mit Demenzerkrankung und deren Angehörige, wie Gesundheits- und Soziallandesrat Dr. Peter Rezar, Pfarrerin Mag.a Sieglinde Pfänder, Allgemeinmediziner und Initiator Dr. Hans Peter Schuh und Geschäftsführer Mag. Marc Seper gegenüber Medienvertretern berichteten

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

Fercsak Hermann, 06. November 2014

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