Sichere Jobs in Berufen mit Zukunft

Darabos: „Gesundheits- und Sozialberufe bieten beste Zukunftschancen“ *** Berufe, die am Arbeitsmarkt gefragt sind und deren Ausbildung seitens des Landes finanziell unterstützt wird, stellten Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos und Karin Dolmanits MSc, FH-Studiengangsleiterin Gesundheit, heute, Dienstag, vor.

„Gute Qualifikation und die richtige Berufswahl sind der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Ein Berufsfeld, das sehr gute Jobchancen bietet und in den nächsten Jahren für unser Land auch immer wichtiger wird, sind die Gesundheits- und Sozialberufe, im Speziellen der Pflegebereich. Die Zahl der Jobs wird angesichts der alternden Gesellschaft und der steigenden Lebenserwartung in den nächsten Jahrzehnten weiter zunehmen“, betonte Darabos.

Trotz überdurchschnittlichem Wirtschaftswachstum und einer Rekordzahl an Beschäftigten wächst die Zahl der Arbeitslosen. Ende März waren beim AMS Burgenland 11.385 Arbeitslose vorgemerkt, um 3,8 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Betroffen sind mehrheitlich Personen mit geringer Qualifikation. Sichere Jobs bietet der Gesundheits- und Sozialbereich, speziell der Pflegebereich. „Der Gesundheit- und Pflegebereich benötigt dringend geschultes Personal. Mit der steigenden Lebenserwartung und soziokulturellen Veränderungen wird der Bedarf weiter wachsen. Um den guten Qualitätsstandard im Burgenland zu halten, müssen wir auch weiterhin dafür Sorge tragen, dass genügend Fachpersonal ausgebildet wird“, betont Darabos.

43 Altenwohn- und Pflegeheime gibt es derzeit im Burgenland. „Das wird sicher nicht so bleiben, wenn man sich den demografischen Wandel ansieht“, ist Dolmanits überzeugt. In allen Einrichtungen werden ausgebildete Mitarbeiter gesucht. „Deshalb haben wir für das Burgenland Berufe als Zukunftsberufe nominiert, die in den nächsten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen werden und deren Ausbildung das Land Burgenland auch finanziell unterstützt“, so Darabos.

Zu den Zukunftsberufen zählen Behindertenbetreuer/in, Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester/-pfleger, Heimhelfer/in, Pflegehelfer/in, Sozialbetreuer/in und Sozialer Alltagsbetreuer/in. Voraussetzung sind bei allen Berufen die gesundheitliche Eignung und ein Mindestalter von 17 bzw. 18 Jahren. Je 200 Stunden Theorie und Praxis umfasst die Heimhelferausbildung, die AbsolventInnen erwarten tolle Jobs in Altenwohn- und Pflegeheimen, aber auch als Unterstützung in Haushalten. Ein Jahr bzw. je 800 Stunden Theorie und Praxis dauert die Ausbildung zum/r Pflegehelfer/in, die zur Arbeit in Altenwohn- und Pflegeheimen, aber auch in Spitälern berechtigt. Drei Jahre Ausbildung sind für ein Diplom in der Gesundheits- und Krankenpflege vorgesehen, wobei 2.000 Stunden Theorie und 2.480 Stunden Praxis absolviert werden müssen. Das Diplom, das in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Oberwart erworben werden kann, ist EU-konform und berechtigt zur Arbeit in Krankenhäusern im gesamten europäischen Raum.

Zu Tätigkeiten in Bereich der Alten- und Familienarbeit sowie Behindertenbegleitung berechtigt eine Ausbildung zum Fachsozialbetreuer. Die Basisausbildung wird in zwei Jahren bzw. je 1.200 Stunden Theorie und Praxis absolviert. Für die Alten- und Behindertenarbeit ist eine weiterführende Ausbildung von einem Jahr erforderlich.

Die Ausbildungen im Sozialbereich sind in Pinkafeld, im Pflegebereich an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Oberwart und in der Expositur Frauenkirchen angesiedelt, eine idente Ausbildung wird auch an der Fachhochschule Burgenland angeboten. Jährlich absolvieren rund 80 Personen die verschiedenen Ausbildungsbereiche, berichtet Dolmanits, rund ein Drittel sind Männer.

Die Ausbildung zu diesen Berufen wird vom Land mit dem Qualifikationsförderungszuschuss von 75 % finanziell unterstützt. Im Jahr 2015 wurden 18.000 Euro an Förderungen ausbezahlt. „Diese Berufe sind krisensicher und bieten Jobchancen im ganzen Land“, so Darabos abschließend.

Pressefoto zum Download:  Zukunftsberufe 

Bildtext:   Präsentierten Berufe mit Zukunft:  Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos und Dir. Karin Dolmanits, MSc, FH-Studiengangsleitung Gesundheit.
Bildquelle:   Bgld. Landesmedienservice

Hans-Christian Siess, 26. April 2016

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