SeneCura: höchste soziale Kompetenz bei Nachhaltigkeit auf allen Ebenen

Projekt „Nachhaltige Gartengestaltung“ als Beitrag zum Schutz der heimischen Artenvielfalt und als bereichernde Freizeitbeschäftigung in SeneCura-Heimen - Das Projekt „Nachhaltige Gartengestaltung“ präsentierten Landeshauptmann Hans Niessl und Soziallandesrat Dr. Peter Rezar gemeinsam mit Vertretern von SeneCura heute, Mittwoch, in Frauenkirchen.

In Kooperation mit der Vielfaltsgärtnerei „Biotiger“ werden die Gärten der SeneCura Sozialzentren im Burgenland mit regionstypischen Pflanzenraritäten und alten Gemüsesorten neu bepflanzt. Das Projekt ist ein aktiver Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt im Burgenland und dient zudem als Freizeitbeschäftigung der BewohnerInnen, die bei der Pflege und Ernte von Pflanzen und Gemüse mithelfen. „Das Burgenland hat sich seit langem der Nachhaltigkeit verpflichtet. Die Initiative der SeneCura steht ganz im Zeichen dieses Leitgedankens und leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zum Erhalt burgenländischen Kulturguts“, betonte Niessl fest.

 

Nachhaltigkeit sei für SeneCura „keine Modeerscheinung, sondern ein strategisches Ziel“, erklärt Johannes Wallner, Leiter Sonderprojekte bei SeneCura, die Idee hinter dem Projekt „Nachhaltige Gartengestaltung“. „Wir verstehen darunter ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit“. Höchstes Ziel sei der Klimaschutz. In der Gastronomie etwa setzt man auf Regionalität und Saisonalität. Die in den Einrichtungen benötigte Energie wird zu 100 % aus Wasserkraft gewonnen, und auch beim Bau und bei der Einrichtung der Häuser ist Ökologie oberste Prämisse. „SeneCura ist auf allen Ebenen und besonders bei der Qualität ein Vorreiter. Dieses Nachhaltigkeitskonzept ist sehr überzeugend. Es ist wichtig, die Vielfalt heimischer Kulturpflanzen auch an kommende Generationen weiterzugeben. Nicht zuletzt wird damit der letzte Lebensabschnitt der Bewohner um ein wunderbares Element bereichert“, unterstreicht Rezar.

 

Diesen Prinzipien folgt auch das seit dem Vorjahr umgesetzte Projekt „Nachhaltige Gartengestaltung“. Was in den Gartenanlagen der SeneCura  Sozialzentren Frauenkirchen und Rust begonnen wurde, soll – in Kooperation mit der Vielfaltsgärtnerei „Biotiger“ – heuer auch den Gartenanlagen der SeneCura Sozialzentren Nikitsch und Stegersbach umgesetzt werden. Eine Mischung aus alten und neuen Pflanzensorten sorgt für den Erhalt traditioneller heimischer Pflanzen und den Weiterbestand regionaler Kultur neben aktuellen Trends.

 

Mithilfe ausdrücklich erwünscht

Eine wichtige Rolle spielt dabei aber auch der soziale Aspekt. „Nachhaltige Gartengestaltung‘“ soll ein „Zuhause“-Gefühl schaffen, es soll Bekanntes wiedergefunden, Neues entdeckt werden. Es können auch Pflanzen von daheim mitgenommen werden; ausdrücklich erwünscht ist die Mithilfe der BewohnerInnen, was das „Zuhause“-Gefühl und die Kommunikation untereinander noch verstärkt. „Dabei können die Bewohner den Jahresrhythmus erleben, das ist für sie sehr wichtig“, unterstreicht Elisabeth Wallner, SeneCura Regionalleiterin Burgenland. Nicht nur das: Das gemeinsam aufgezogene Gemüse und Obst wird gemeinsam geerntet, verarbeitet und verkostet – darunter auch alteingesessene Tomaten- oder Zucchinisorten. Für Demenzkranke etwa stellen aus der Kindheit bekannte Gerüche und Geschmäcker, wie sie alte Gemüsesorten aufweisen, ein wesentliches Erinnerungsinstrument dar, so Wallner.

 

Traditionelle Pflanzen bevorzugt

Biogärtner und Biolandwirt – „Biotiger“ – Michael Deutsch wählt bei der Umsetzung Pflanzen, die seit jeher im regionalen Klima gut gedeihen. Er „setzt“ auf Gemüse- und Ziergärten, authentische Weingartenzeilen, klassischen Oleander, aber auch auf Hochbeete, in denen Kräuter, Erdbeeren und Gemüse wachsen, und die Begrünung von kahlen Zaunflächen. Den Eingangsbereich zieren jetzt Sonnenhut, Pelargonien und blaue Lobelien. „Der Fokus ist stets auf Pflegeleichtigkeit gerichtet“, so Deutsch.

 

„Heimat vor der Haustür“

Es werde großer Wert darauf gelegt, dass die Bewohner auch im Heim ihren liebgewonnenen Freizeitbeschäftigungen nachgehen können, hält Johannes Wallner fest. „Die Gartenarbeit ist dabei besonders bereichernd, da man die Entwicklung der Pflanzen täglich verfolgen und das Heranwachsen schmackhafter Obst- und Gemüsesorten beobachten kann“. Es sei „wichtig, dass es Heimat vor der Haustür gibt“, so Niessl, „und bei diesem Projekt spüren die Menschen, dass sie daheim sind. Das ist ein innovatives, nachhaltiges Projekt, das gut zum Burgenland passt“.

 

Pressefotos zum Download: SeneCura Nachhalte Gartengestaltung 1, 2

 

 

Bild 1 (v.l.): Johannes Wallner, Leiter Sonderprojekte bei SeneCura, Elisabeth Wallner, SeneCura Regionalleiterin Burgenland, LH Hans Niessl, „Biotiger“ Michael Deutsch, LR Dr. Peter Rezar

 

Bild 2 (v.l.): Vor dem Hochbeet im Hof des SeneCura-Wohnheims Frauenkirchen: Elisabeth Wallner, SeneCura Regionalleiterin Burgenland, „Biotiger“ Michael Deutsch, LH Hans Niessl, LR Dr. Peter Rezar, Johannes Wallner, Leiter Sonderprojekte bei SeneCura

 

 

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

 

Hans-Christian Siess, 4. März 2015

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