Oberösterreichs Sicherheitslandesrat Podgorschek auf Burgenlandvisite

Sicherheitspolitik im Fokus *** Eisenstadt, 19.04-2016 - Einen „Burgenlandtag“ absolvierte gestern Oberösterreichs Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek. Podgorschek kam damit einer Einladung auf Meinungsaustausch und länderübergreifende Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit von Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz nach. Auf dem Programm standen u.a. Besuche in der Landessicherheitszentrale und im ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum in Teesdorf.

Der Arbeitsbesuch erstreckte sich über den gesamten Tag. Landesrat Podgorschek zeigte sich sehr interessiert an den modernen Einrichtungen der Landessicherheitszentrale und insbesondere an dem System einer integrierten Leitstelle – auch deswegen, weil in Oberösterreich Überlegungen in diese Richtung angestellt werden. Auch die Schaffung zeitgemäßer Feuerwehrstrukturen stand im Fokus des Fachgespräches.

Beim gemeinsamen Besuch im ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum in Teesdorf konnten sich die für den Bereich Sicherheit zuständigen Politiker, Tschürtz und Podgorschek, ein Bild von den Motorrad-Fahrsicherheitstrainings auf dem riesigen Parcours machen. Beide Regierungspolitiker zeigten sich von den Fahrsicherheitstrainings tief beeindruckt, was sie auch in einer anschließenden Pressekonferenz gemeinsam mit Georg Scheiblauer, Motorrad-Chefinstruktor der ÖAMTC-Fahrtechnik, bekräftigten.  Scheiblauer stand für umfassende Informationen zur Verfügung.

Ziel und Zweck des Besuchs war das Motorradtraining. LH-Stellvertreter Johann Tschürtz unterstützt die Verkehrssicherheitsaktion für burgenländische Motorradfahrer. Vom Verkehrsreferat des Landes Burgenland werden im Frühjahr Fahrsicherheitstrainings oder sogenannte Warm-up-Trainings  für Biker gefördert, um die Sicherheit für Motorradfahrer zu erhöhen. Motorradfahrer sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Die fehlende Knautschzone kann nur durch besonders sichere und verantwortungsvolle Fahrweise ersetzt werden, erklärte Motorrad-Chefinstruktor der ÖAMTC-Fahrtechnik, Georg Scheiblauer.

20 professionelle Motorrad-Instruktoren stehen für unterschiedliche Arten des Trainings zur Verfügung – vom Halbtags- bis zum Ganztagstraining. Teesdorf ist mit ca. 30 ha das größte Fahrtechnikzentrum Österreichs. 40000 Trainingsteilnehmer pro Jahr in allen Klassen - vom Motorrad bis zum LKW - belegen die Bedeutung für den Bereich Verkehrssicherheit.

In der Unfallstatistik sind Motorradfahrer überproportional hoch vertreten. Im Jahr 2013 wurden beispielsweise im Burgenland 77 Personen bei Motorradunfällen verletzt, 3 Personen sind ums Leben gekommen. 2014 wurden im Burgenland 70 Personen bei Motorradunfällen verletzt, 2 Personen sind verstorben. Österreichweit sind 2015 insgesamt 82 Motorradfahrer ums Leben gekommen, 2 davon im Burgenland. Keine Knautschzone, geringe Fahrpraxis und auch unterschätztes Risiko, insbesondere bei Wiedereinsteigern, sorgen für diese traurige Bilanz. Zur Vorbereitung auf die Motorradsaison werden unter dem Titel „Warm up“ von Autofahrerclubs und einigen Fahrschulen Motorrad-Trainings angeboten.

Fahrsicherheitstrainings bieten einen sicheren Saisonstart. Das Motorrad-Warm-up ist als Aufwärmtraining für Biker nach der Winterpause konzipiert und wird mit dem eigenen Motorrad absolviert.

Das Programm der beiden Landessicherheitsreferenten wurde abgerundet mit der Sportlerehrung im E-Cube, welche im Beisein von Landeshauptmann Hans Niessl als Sportreferent vorgenommen wurde.

Pressefoto zum Download:  Besuch LR Podgorschek

Bild:   Bei der Sportlerehrung im E-Cube: LH-Stv. Johann Tschürtz, LR Elmar Podgorschek, LH Hans Niessl, LT-Präs. Christian Illedits

Bildquelle: Büro LR Tschürtz


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