Modernisierungsschub für A.ö. Krankenhaus Oberpullendorf

Umfangreiche bauliche Neuerungen im Intensiv- und Operationsbereich

Das Krankenhaus Oberpullendorf spielt in der Gesundheitsversorgung des Burgenlandes eine zentrale Rolle - nicht nur wegen seiner geographischen Lage, sondern auch aufgrund der Leistungen, die hier angeboten werden. Mit dem Kinderwunschzentrum, mit der gynäkologischen Onkologie, mit dem Kompetenzzentrum für Magen-Darm Erkrankungen und der Augentagesklinik reichen die Versorgungsleistungen weit über die Bezirksgrenzen hinaus. „Das bedeutet aber auch, dass es in Richtung Infrastruktur und Medizintechnik dem Bedarf entsprechende Investitionen geben muss. Das Land Burgenland und die KRAGES bekennen sich dazu. Deshalb ist in den letzten Jahren mit der räumlichen Neugestaltung der chirurgischen Ambulanz, dem radiologischen Bereich mit CT und dem Laborbereich mit der Blutgebarung - um nur einiges zu nennen - auch sehr viel passiert. Wesentliche Großbauprojekte betreffen die Zusammenlegung der Intensivbereiche IMCU/ICU und den Generalumbau des OP-Bereiches“, betonte Gesundheits- und Soziallandesrat Dr. Peter Rezar in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Dr. Kurt Resetarits, Ärztlicher Direktor, KRAGES Geschäftsführer DI(FH) Mag. Rene Martin Schnedl, Direktorin Bettina Schmidt, Direktor Ingmar Falb und BV Alfred Peterszel.

Die im Masterplan für das Krankenhaus Oberpullendorf vorgesehene und vom Rechnungshof empfohlene Zusammenlegung der Bereiche Herzüberwachung (IMCU) und Intensivüberwachung (ICU) wird nunmehr umgesetzt. Gleichzeitig wurden in einem Gesamtprojekt auch die strukturellen Probleme des bestehenden OP-Bereiches hinsichtlich optimaler Erreichbarkeit durch eine Generalsanierung und Erweiterung des OP-Bereiches beseitigt. Damit werden sowohl die neuen Anforderungen in der operativen Medizin, als auch die der Hygiene erfüllt, was für die Patientinnen du Patienten eine zusätzliche Qualitätssteigerung bedeutet. Rezar dazu: „Da diese Notwendigkeit bereits bei der Errichtung des Zubaus für die Radiologie und Chirurgische Ambulanz im Jahre 2005 erkennbar war, wurden im Rahmen des seinerzeitigen Projektes für die gegenständlichen Maßnahmen die dafür erforderlichen Flächen durch ein Leergeschoß über der Radiologie und der Chirurgische Ambulanz vorgesehen und vorbereitet. Ich freue mich sehr, dass dieses Projekt zu 70% von burgenländischen Firmen realisiert wird.“

Nach den erfolgten Vergabeverfahren und der Erteilung sämtlicher Planungsaufträge wurde mit Durchführung der Arbeiten im Frühjahr 2014 begonnen. Das Projekt wird terminlich in zwei Etappen umgesetzt. Die erste Etappe betrifft die beiden Bereiche für die Intensivpflege und die Herzüberwachung mit jeweils 6 Betten, die zweite die Generalsanierung des OP-Bereiches einschließlich des postoperativen Aufwachbereiches. Das Teilprojekt Intensivbereiche wird plangemäß bis zum Sommer 2015 realisiert. Die Gesamtfertigstellung ist bei einem Investitionsvolumen von rund 4,6 Millionen Euro für 2017 geplant.

Im zweiten Projekt soll der rund 25 Jahre alte OP-Bereich erweitert und generalsaniert werden. Damit können sowohl die neuen Anforderungen in der operativen Medizin, aber auch der Hygiene erfüllt und für die Patientinnen du Patienten eine zusätzliche Qualitätssteigerung erreicht werden. Um in der Zwischenzeit die medizinische Versorgung zu gewährleisten soll ab dem Winter 2015 ein Provisorium in Form einer Raumzelle aufgestellt werden. Der Abbruchbeginn und der Start der Generalsanierung sind bei einer Baudauer von 24 Monaten bei Baukosten von rund 3,9 Millionen Euro für das Frühjahr 2018 geplant.

Mit diesen baulichen Neuerungen gehen auch wichtige strategische Entscheidungen einher. So erhalten alle Abteilungen wieder eine eigene ärztliche Leiterin bzw. einen ärztlichen Leiter. Notwendig geworden sind diese Entscheidungen durch die Umsetzung der Gesundheitsreform und aufgrund der Auswirkungen des Arbeitszeitgesetzes. Die ärztliche Leitung für Chirurgie und für Interne Medizin wird demnächst ausgeschrieben. Die Kooperation und die Leistungsabstimmung zwischen den Fachabteilungen der einzelnen Krankenanstalten soll auch in Zukunft beibehalten werden. Die Kooperation soll aber auch die Ausbildungsqualität für den ärztlichen Nachwuchs sichern. Eine weitere wichtige Entscheidung war, dass der Hilfs- und Reinigungsdienst nicht ausgegliedert wird. Die meisten Mitarbeiterinnen, die bereits für eine Fremdfirma im Krankenhaus gearbeitet haben, wurden übernommen. In der Zwischenzeit hat nach einem Ausschreibungsverfahren bereits die Auswahl zusätzlicher Mitarbeiterinnen stattgefunden, wobei einige bereits Anfang März 2015 ihren Dienst angetreten haben.


Pressefotos um Downloaden: KH Oberpullendorf Baumaßnahmen 1, 2

Bildtext: Gesundheits- und Soziallandesrat Dr. Peter Rezar, Dr. Kurt Resetarits, Ärztlicher Direktor, KRAGES Geschäftsführer DI(FH) Mag. Rene Martin Schnedl, Direktorin Bettina Schmidt, Direktor Ingmar Falb und BV Alfred Peterszel präsentierten im KH Oberpullendorf umfangreiche bauliche Neuerungen

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

Fercsak Hermann, 20. März 2015

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