Lebendige Dörfer im Spannungsfeld zwischen schützen und nützen

„Tag der Umwelt 2014“ in der südburgenländischen Naturparkgemeinde Mühlgraben: Der „Tag der Umwelt“ findet 2014 zum zwölften Mal statt. Die diesjährige Veranstaltung, die am 29. August in der Mehrzweckhalle der südburgenländischen Naturparkgemeinde Mühlgraben von Landeshauptmann Hans Niessl, Landesrat Andreas Liegenfeld, Landesrätin Verena Dunst, Landesumweltanwalt Mag. Hermann Frühstück und Bürgermeister Ing. Reinhard Knaus eröffnet wurde, stand ganz im Zeichen der „Dorferneuerung“. Unter Mithilfe einer Reihe von Partnern und Unternehmen, wie Lumitech oder Tridonic, wurde anhand des Dorfgebietes und der Umgebung von Mühlgraben gezeigt, wie gelungene Neugestaltung und -organisation von dörflichen Strukturen bei gleichzeitiger Bewahrung der bestehenden - meist hochwertigen - Natur- und Lebensräume aussehen kann. Eine Enquete zum Thema Dorferneuerung, eine Podiumsdiskussion sowie Exkursionen vor Ort rundeten das Programm ab.

Tag der Umwelt 2014

Das Burgenland hat sich im Bereich der Umwelt zu einer Vorzeigeregion in ganz Europa entwickelt. 33 % des Landes steht unter Naturschutz. Ein grenzüberschreitender Nationalpark und drei grenzüberschreitende Naturparks sind das Herzstück der burgenländischen Landschaft. Das Burgenland ist aber auch die erste Region Europas, die Stromautark ist. Langfristig soll das Land vollständig energieautark werden. Die Windkraft im Burgenland ist hier ein wesentliches Element, um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen. Aber auch hier wird besonderer Wert darauf gelegt, dass diese wichtigen energiepolitischen Investitionen im Einklang mit der Natur geschehen, wobei die bisherigen Aktivitäten hinsichtlich Windkraft im Burgenland vom WWF als ein Modell für ganz Österreich bezeichnet wurden.

Unter dem Titel ‚Dorferneuerung‘ fällt ein ganzes Bündel von Themen, die sich alle an den Vorgaben der Agenda 21 orientieren, einem Aktionsprogramm der UNO, welches die weltweiten Ziele für nachhaltige Entwicklung im 21. Jahrhundert vorgeben soll. Insofern ist jedwedes Konzept zur Dorferneuerung vor allem der Sicherung der unmittelbaren Lebensqualität einer jeweiligen örtlichen Bevölkerung verpflichtet. In diesem Sinne sollen Dörfer und ländliche Siedlungen als Wohn-, Arbeits- und Sozialräume den künftigen Erfordernissen angepasst werden und gleichzeitig die, für ländlich geprägte räumliche Strukturen charakteristischen, sozio-ökonomischen, ökologischen und kulturellen Eigenheiten bewahrt werden.

Auch die Dörfer des Burgenlandes müssen sich den künftigen Anforderungen, ihren ländlichen Strukturen gegenüber, stellen. Dieser notwendige Veränderungsprozess fordert eine offene Diskussion, die sich unter aktiver Beteiligung und gelebter Solidarität aller Gemeindemitglieder einstellen sollte und zu welcher der diesjährige Tag der Umwelt einen Anstoß geben möchte. Denn die Dorferneuerung spielt für sehr viele burgenländische Gemeinden eine wichtige Rolle. Nahezu alle burgenländischen Gemeinden haben Förderungen aus Mittel der Dorferneuerung lukriert. Zudem wurde in den letzten Jahren ein weiterer wichtiger Schwerpunkt im Energiebereich gesetzt. Gemeinden wurde im Bereich der Verbesserung der Energieeffizienz beraten. Viele Kommunen haben auch beispielsweise ihre Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt. Insofern hat die Dorferneuerung auch hier einen wesentlichen Beitrag geleistet, um die Gemeinden und Vereine erheblich zu unterstützen. Die Region rund um die Gemeinde Mühlgraben hat in den letzten Jahren weitreichende Dorferneuerungsmaßnahmen durchgeführt und sich damit zu einem Musterbeispiel für den diesjährigen „Tag der Umwelt“ entwickelt.

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Bildtext (v.l.n.r.): Der „Tag der Umwelt“, der 2014 ganz im Zeichen der „Dorferneuerung“  stand, wurde von Landeshauptmann Hans Niessl, Landesrat Andreas Liegenfeld, Landesrätin Verena Dunst, Landesumweltanwalt Mag. Hermann Frühstück und Bürgermeister Ing. Reinhard Knaus in der südburgenländischen Naturparkgemeinde Mühlgraben eröffnet

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Fercsak Hermann, 29. August 2014

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