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LR Dunst zieht positive Bilanz aus 15 Jahren als Mitglied der Burgenländischen Landesregierung *** Vor exakt 15 Jahren wurde Verena Dunst als Landesrätin angelobt. Landeshauptmann Hans Niessl hatte sie nach der Landtagswahl 2000 als Frau mit den meisten Vorzugsstimmen in die Landesregierung geholt. Als Agenden wurden ihr Frauen- und Familienangelegenheiten, Umwelt- und Konsumentenschutz übertragen.

Heute, Montag, zog Dunst eine erfolgreiche Bilanz aus 15 Jahren Tätigkeit als Regierungsmitglied. Die Schaffung des Frauenbüros, die Einrichtung eines Frauenhauses, zahlreiche Frauen- und Mädchenprojekte, die Errichtung einer Abteilung für Konsumentenschutz, den umfassenden Ausbau der Familienförderung und die Erarbeitung einer zukunftsorientieren Strategie der Dorferneuerung mit intensiver Bürgerbeteiligung bezeichnet Dunst als die wichtigsten Erfolge ihrer Tätigkeit. Seit einem halben Jahr verantwortet die Familien- und Frauenlandesrätin auch das Agrarressort; hier will Dunst noch mehr auf Regionalität und Herkunft setzen und die Erwerbsmöglichkeiten im Agrarsektor ausbauen. „Ich lebe für die Politik und brauche die berufliche Herausforderung. Ich wollte immer ein Vorbild für andere Menschen sein. Es ist schön, Menschen helfen zu können, daraus schöpfe ich meine Kraft“, umreißt die Landesrätin ihre Motivation.

Eigenes „Frauenbüro“ als Meilenstein
Bis 2000 war die Frauenarbeit im Burgenland im Referat für Familie und Frauen angesiedelt, drei Mitarbeiterinnen waren für alle Agenden zuständig. Um Frauen gezielter und effizienter zu unterstützen, rief Dunst 2001 das „Frauenbüro“ ins Leben – „eine Entscheidung von gesellschaftlichem Symbolcharakter, ein Meilenstein“, so Dunst. Das Gesamtbudget von anfangs 59.000 Euro für Frauen und Familien wurde bereits 2001 verdoppelt, für 2016 stehen der 2011 in „Referat für Frauenangelegenheiten“ umbenannten Institution 263.100 Euro zur  Verfügung. Hinzu kommen ESF-Mittel von 2,46 Mio. Euro für die Förderperiode 2014 bis 2020. Heute sind 3 Personen allein im Referat für Frauenangelegenheiten für die Aufgaben verantwortlich.

Frauenarbeit auf Mädchen ausgeweitet
Standen zunächst nur Frauenprojekte im Fokus, so werden seit einigen Jahren beispielsweise mit MonA-Net, der Bildungs- und Berufsfindungsmesse (BiBi), dem „Girls Day“ oder mit „Roberta“ auch Mädchenprojekte durchgeführt. Die Installierung von Frauenberatungsstellen in allen Bezirken und die Einrichtung des Frauenhauses im Jahr 2004 im Burgenland (als letztem Bundesland) markieren für Dunst weitere entscheidende Stationen ihrer Tätigkeit.

Familienförderungsgesetz 2009: Direktförderungen für Familien
Ein zentrales Anliegen ist für Dunst die Vereinbarkeit von Beruf und Familie; dass sich die Frauenerwerbsquote im Burgenland von 40 bis 50 % im Jahr 2000 auf 70 bis 75 % erhöht habe, sei auch auf den massiven Ausbau der Kinderbetreuung zurückzuführen. 6 Mitarbeiterinnen sind heute allein für die Agenden der Familien zuständig. Ihnen steht im Jahr 2016 ein Budget von 5,77 Mio Euro zur Verfügung. Mit dem Familienförderungsgesetz 2009 wurden sämtliche Direktförderungen für Familien und im selben Jahr gemeindeübergreifende Kindergärten im Burgenland eingeführt. Dunst nennt die volle Förderung des Kindergartens, die Kinderbetreuungsförderung, den Kinderbonus für einkommensschwache Familien (hier wurden in den letzten zehn Jahren 5 Mio. Euro ausbezahlt), den Familienpass, die Förderung von Eltern-Kind-Zentren und die im Vorjahr in Kraft getretene Ferienbetreuungsrichtlinie als weitere wichtige Maßnahmen. „Mit Stolz kann ich nach 15 Jahren Regierungserfahrung sagen: Wir haben für unsere Familien viel erreicht. Das Burgenland ist das Familienland Nummer 1“.

Schuldenberatung und Bankenombudsstelle immer gefragter
Stetig an Bedeutung gewonnen habe auch der Servicebereich, der Schuldenberatung, die von Dunst 2005 eingerichtete Bankenombudsstelle und den Konsumentenschutz umfasst. „Die Anzahl der Klienten in der Schuldenberatung ist in den letzten 15 Jahren enorm gestiegen. 9.551 Neuklienten seit Beginn der Beratung unterstreichen die hohe Bedeutung dieser Einrichtung“, so Dunst. Steigende Tendenz auch bei der  Bankenombudsstelle, die Sprechtage in Eisenstadt und Oberwart anbietet: Hier seien in 10 Jahren mehr als 3000 Personen in 2400 Terminen beraten worden. Allein in den letzten drei Jahren sei es gelungen, 547.000 Euro Kostenersparnis für die Konsumenten zu verhandeln. Vor 15 Jahren wurde von Dunst die Konsumentenschutzabteilung eingerichtet – auch hier sei die Zahl der Beratungen laufend gestiegen, deshalb habe man Beratungsstellen im Norden und Süden installiert.

Dorferneuerung mit mehr Bürgerbeteiligung
Seit 2005 verantwortet Landesrätin Dunst auch die Dorferneuerung, ein Bereich, der ihr besonders am Herzen liegt. Sie setzt hier verstärkt auf Einbindung der BürgerInnen und will die regionale Entwicklung weiter fördern. Seit 2005 seien 12 Mio. Euro dafür ausgegeben worden, 171 Gemeinden seien bereits Dorferneuerungsgemeinden, 141 davon hätten bereits Projekte eingereicht.

Dunst will mehr Jobs im Agrarbereich schaffen
Im Agrarbereich, den Dunst erst im Sommer übernommen hat, will Dunst die Regionalität und Herkunft weiter stärken und neue Arbeitsplätze schaffen. Dabei setzt sie vor allem auf die Förderung kleiner und mittlerer Betriebe. Insgesamt stehen mit dem neuen EU-Programm rund 440 Mio. Euro für das Burgenland zur Verfügung.

Sie sei „gewohnt, viel zu arbeiten und mit meiner Arbeit sehr zufrieden“, resümiert Dunst. Politik sei für sie „immer eine Frage der Verantwortung. Ich gehe meiner Arbeit mit Demut und Zufriedenheit nach“.

Pressefoto zum Download:   15 Jahre LR Dunst

Bildtext:   Bilanz aus 15 erfolgreichen Jahren: Blumen und Torte für Landesrätin Verena Dunst
Bildquelle:   Landesmedienservice Burgenland

Hans-Christian Siess, 28. Dezember 2015

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