Land ermöglicht leistbare Nachhilfekurse

Das im Vorjahr gestartete Projekt „LERN GERN“ wird auf fünf Standorte ausgebaut – Familien zahlen 99 Euro pro Kind und Woche

Das Familienland Burgenland setzt auch über die Sommermonate verschiedene Schwerpunkte für Familien. Dazu zählt auch das im Vorjahr gestartet und vom Land unterstützte Pilotprojekt „LERN GERN. „Wir möchten durch Unterstützung des Landes jeder Familie unabhängig vom Einkommen die gleichen Lern- und Nachhilfemöglichkeiten anbieten. LERN GERN wird heuer von zwei auf flächendeckend fünf Standorte ausgebaut. Der Preis von 99 Euro pro Kind und Woche soll sicherstellen, dass Nachhilfe nicht an der Geldbörse der Eltern scheitert“, so Landesrätin Dunst. Die Kurse werden von der Volkshilfe NÖ durchgeführt und vom Familienreferat des Landes Burgenland gefördert. Angeboten werden die Hauptfächer Mathematik, Englisch und Deutsch in Eisenstadt, Neusiedl/See, Oberwart, Oberpullendorf und Güssing vom 22. bis 26. August 2016 bzw. vom 29. August bis 2. September 2016. Das Angebot richtet sich an SchülerInnen ab der 3. Klasse Volksschule bis zur 2. Klasse Oberstufe. Interessierte sollten sich rasch anmelden: Volkshilfe Niederösterreich, 0676/8700 27902. Weitere Informationen: www.noe-volkshilfe.at/lernservice und www.familienland-bgld.at.

Die Volkshilfe Niederösterreich bietet mit dem „CLEVER FOREVER“ Lernservice seit 20 Jahren erfolgreich fachliche Unterstützung rund ums Lernen für SchülerInnen jeden Alters an. Die „LERN GERN“ Ferienkurse helfen in Kleingruppenkursen durch professionell ausgebildete LerntrainerInnen, dass SchülerInnen den versäumten Unterrichtsstoff des Schuljahres rasch aufholen und positiv in das neue Schuljahr starten können. Der Unterricht findet von 9 bis 11.30 Uhr statt. Es werden pro Gruppe 3 bis maximal 5 SchülerInnen betreut.
„Durch die Förderung des Familienreferats beträgt die Kursgebühr für eine Woche nur 99 Euro, inklusive der Verpflegung und den Extras. Das sind nur 7,92 Euro pro Stunde. Verglichen mit den marktüblichen Preisen also ein konkurrenzloses Angebot, auf das wir wirklich stolz sein können“, erklärt Dunst.
Erfreulich ist auch die positive Rückmeldung aus dem Vorjahr. 97% der TeilnehmerInnen gaben an, den Kurs weiterzuempfehlen. Für 87% der Teilnehmerinnen haben sich die Erwartungen an die Lernbetreuung zur Gänze erfüllt.
„Wir führen auch Prüfungssimulationen durch, um vorab festzustellen, wie die Kinder unter Prüfungsstress reagieren und bereiten sie im Bedarfsfall darauf vor“, so Projektleiterin Renate Haslinger von der Volkshilfe NÖ. Auch werde das Angebot gerne als Aufbaukurs und zum Wiederholen des Lernstoffes genutzt.

Zum Hintergrund: Jede fünfte SchülerIn im Burgenland (19%) nimmt Nachhilfe in Anspruch; bereits in der Volksschule sind es 8%, in der NMS und Hauptschule rund 23% und in der AHS rund 28%. Dieses Ergebnis einer Elternbefragung des Burgenländischen Landesschulrates und die Tatsache, dass Nachhilfe-Kurse gut gebucht seien, würden belegen, dass Bedarf besteht, so Dunst. Die Umfrage brachte auch zutage, wie sehr Nachhilfe die Familienbudgets belastet. „Acht von zehn Eltern fühlen sich durch die Nachhilfe belastet, mehr als die Hälfte spürbar bis sehr stark“, betont Dunst. Dies sei ausschlaggebend gewesen, auch in diesem Bereich aktiv zu werden. Für das Familienreferat sei es wichtig zu wissen, „inwieweit Nachhilfe überhaupt leistbar ist.“ Mag. Heinz Josef Zitz, amtsführender Präsident des Landesschulrates für Burgenland, unterstrich die Wichtigkeit der Elternbefragung: „Wir eruieren die Schwächen und reagieren darauf mit neuen Angeboten.“

Ein ähnliches Bild wie die Elternbefragung zeigt auch der von IFES im Auftrag der AK österreichweit durchgeführte „NachhilfeBarometer“: 68% der SchülerInnen lernen öfter am Nachmittag mit ihren Eltern, 26% sogar täglich. Fast ein Viertel (23%) braucht zusätzlich auch noch privat bezahlte Nachhilfe. Die Kosten dafür werden heuer auf bis zu 110 Millionen Euro geschätzt. In Summe sind davon also knapp sieben von zehn Eltern spürbar betroffen – genauso viele wie im Vorjahr. 37% der befragten Eltern gaben an, durch die Hilfe beim Lernen zeitlich sehr oder ziemlich, 31 Prozent etwas belastet zu sein.

„Bildung und damit auch Nachhilfe muss für alle leistbar sein. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, den Ausbau der Ganztagsschule weiter voranzutreiben“, so Dunst abschließend. Im Vorjahr wurde das Projekt „LERN GERN“ vom Land mit 4.600 Euro unterstützt.

Pressefoto zum Download: Lern Gern 

Bildtext: Nachhilfe-Projekt „LERN GERN“ wird ausgebaut: Familienlandesrätin Verena Dunst mit Projektleiterin Renate Haslinger (Volkshilfe NÖ, 1.v.r.), Mag. Heinz Josef Zitz, Amtsführender Präsident des Landesschulrates für Burgenland, und Mag.a Angela Gruber (Familienreferat, 1.v.l.)

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

Wolfgang Sziderics, 18. Mai 2016
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