Historisch – wertvoll – erhaltenswert

DenkmalOFFENSIVE: Investition in die Erhaltung des kulturellen Erbes und in die Identität des Burgenlandes

Die Kulturschätze des Burgenlandes prägen nicht nur das Landschaftsbild, sie stellen auch einen wichtigen Teil der burgenländischen Geschichte und Identität dar. Gleichzeitig sind diese Kulturstätten, Denkmäler, Kirchen, Schlösser und Burgen ein Anziehungspunkt für eine Vielzahl von Touristen. Im Rahmen der größten jemals im Burgenland durchgeführten „DenkmalOFFENSIVE“ ist es in der laufenden Phasing-Out Periode über die Kulturabteilung des Landes Burgenland gelungen, Mittel in der Höhe von 10,3 Millionen Euro im Rahmen von EU/Additionalitätsprojekten in den Denkmalschutz zu investieren. Von 2008 bis 2014 waren es insgesamt 45 Projekte!

„Dieser Reichtum an Denkmälern und Kulturstätten ist zugleich auch eine Herausforderung, denn es ist Aufgabe der Politik, der Kulturabteilung und des Denkmalamtes, diese Schätze zu erhalten und zu pflegen. Im Rahmen der Phasing-Out-Förderperiode ist es uns gelungen, ein Optimum an EU-Geldern für den Erhalt unseres kulturellen Erbes zu lukrieren. Diese 10 Millionen Euro sind nicht nur Investitionen in den burgenländischen Tourismus, sie sind auch Investitionen in die burgenländische Wirtschaft, denn die Aufträge wurden und werden - bis auf wenige Restaurierungsmaßnahmen durch Spezialfirmen – ausnahmslos an die burgenländische Wirtschaft weitergegeben und sind damit vor allem Investitionen in den burgenländischen Arbeitsmarkt. Eine Studie, die unter dem Titel ‚Der Kultursatellit‘ erarbeitet wurde, hat nämlich gezeigt, dass jeder 9. Arbeitsplatz im Burgenland direkt oder indirekt von der Kultur abhängig ist“, so Landeshauptmann Hans Niessl, der über die Details dieser „DenkmalOFFENSIVE“ in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Kulturlandesrat Helmut Bieler, Johanna Lentsch, Eigentümerin der Windmühle Podersdorf, und Landeskonservator Mag. Peter Adam in der historischen Windmühle in Podersdorf am See, die stellvertretend für eine Vielzahl an Projekten steht, informierte.

Die Windmühle in Podersdorf wurde zwischen 1849 und 1853 von Lorenz Lentsch gebaut und ist seither im Besitz dieser Familie. Es handelt sich dabei um eine holländische Turmmühle, die aus Sandstein vom Römersteinbruch in St. Margarethen errichtet wurde. Bis 1926 betrieben, wurde die Windmühle 1945 bei einem Luftangriff schwer beschädigt und verfiel bis 1980 zu einem Turm ohne Flügel, ohne Fenster und ohne Dach zu einer Ruine, die in den 80er Jahren unter Denkmalschutz gestellt wurde. Um den Erhalt zu sichern und die Restaurierungen voranzutreiben, wurde 2001 der Verein Windmühle gegründet. Die jetzigen Restaurierungsarbeiten werden das Objekt vervollständigen und wieder funktionstüchtig machen. Für die Restaurierung und die Öffentlichkeitsarbeit der Windmühle Podersdorf stehen insgesamt 297.000 Euro zur Verfügung. Mit den Arbeiten wurde ein Unternehmen aus Holland betraut, die auch bei einer Mühle in Retz, die neben Podersdorf das einzige derart erhaltene Objekt Österreichs ist, gearbeitet haben.

Dazu Kulturreferent Landesrat Helmut Bieler: „Die zukünftige Herausforderung liegt darin, weiterhin Denkmalpflege zu betreiben, denn Förderungen der Europäischen Union sind ab jetzt, ab der Periode 2014 bis 2020, nicht mehr möglich, da die Kulturabteilung nicht mehr Förderstelle im EFRE ist. Stattdessen steht ab jetzt ein jährliches Denkmalschutzbudget in der Höhe von maximal 221.700 Euro - beispielsweise für 2015 -zur Verfügung. Umso wichtiger sind Additionalitätsmittel für künftige Projekte. Mit unserer bereits geleisteten Arbeit im Denkmalschutz haben wir aber mit Hilfe der EU-Förderungen das Land und seine Kulturstätten, Denkmäler, Kirchen, Schlösser und Burgen zukunftsfit gemacht.“

Pressefotos zum Downloaden: Windmühle 1, 2

Bildtext (v.l.n.r.): Landeskonservator Mag. Peter Adam, Kulturreferent Landesrat Helmut Bieler, Johanna Lentsch, Eigentümerin der Windmühle Podersdorf, Landeshauptmann Hans Niessl und Vizebürgermeister Lorenz Lentsch in der historischen Windmühle in Podersdorf am See, die stellvertretend für eine Vielzahl an Projekten der DenkmalOFFENSIVE steht

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

Fercsak Hermann, 11. März 2015

Landesmedienservice Burgenland
7000 Eisenstadt, Landhaus, Europaplatz 1
Tel: 02682/600-2941
Fax: 02682/600-2278
E-Mail: post.presse@bgld.gv.at
www.burgenland.at