Girls‘ Day: Mädchen haben mehr Möglichkeiten!

Hunderte Schülerinnen nutzten den 14. Girls` Day im Burgenland, um sich vor Ort in Betrieben und Institutionen über Berufsmöglichkeiten zu informieren

Den heutigen Girls‘ Day im Burgenland haben wieder zahlreiche Schülerinnen genutzt, um Berufe im handwerklichen, technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich aktiv kennenlernen – und das direkt in den teilnehmenden Unternehmen und Institutionen. Dabei wurden die Mädchen auch von Frauenlandesrätin Verena Dunst begrüßt und informiert. „Das Burgenland beteiligt sich heuer nun schon zum 14. Mal am österreichweiten Girls’ Day. Ich unterstütze diese Initiative, denn es ist wichtig, dass Mädchen Einblick in frauenuntypische Berufe erhalten. Diese Jobs bieten nicht nur bessere Arbeitsplatz- und Verdienstmöglichkeiten, sondern oft auch eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, erklärt Dunst. Zielgruppe des Girls‘ Day – die Idee dazu stammt aus den USA -  sind Mädchen der 7. bis 9. Schulstufe. Die schulbezogene Veranstaltung ist bei vielen Schulen schon ein jährlicher Fixpunkt. Insgesamt konnten heute 350 Mädchen in 127 Betrieben burgenlandweit den Arbeitsalltag kennenlernen. In den vergangenen 13 Jahren haben über 5.000 Mädchen das Angebot in Anspruch genommen.

Zum Hintergrund: Die Hälfte der erwerbstätigen Mädchen und jungen Frauen findet sich nach wie vor in nur drei Dienstleistungsbereichen: Handel, Gesundheits- und Sozialwesen sowie Beherbergungs- und Gaststättenwesen. Dem gegenüber ist der Anteil der Berufseinsteigerinnen in Handwerk und Technik nach wie vor sehr bescheiden. Den Betrieben aber fehlt in technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs. Dazu kommt, dass die Bezahlung frauentypischer Berufe ein Drittel unter der Bezahlung für Berufe in der metallverarbeitenden Industrie oder in der Elektrotechnik liegt. An den Fähigkeiten der Mädchen und Frauen mangle es jedoch nicht, so Dunst: „Mädchen bringen oft beste Voraussetzungen mit, um in technischen Berufen erfolgreich zu sein: Team- und Kommunikationsfähigkeit, Kreativität, Genauigkeit und Ausdauer.“ Außerdem habe der „weibliche Blickwinkel“ schon so manche technische Innovation hervorgebracht. Obendrein biete eine solide technische Ausbildung großartige Entwicklungs- und Verdienstmöglichkeiten.
Hier hakt der Girls‘ Day ein: Mädchen von der 7. – 9. Schulstufe sollen an diesem Tag Berufsfelder im handwerklichen, technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich aktiv kennenlernen – und das direkt in den teilnehmenden Unternehmen und Institutionen. Die Zeit vor dem Pflichtschulabschluss ist die erste wichtige Entscheidungsschnittstelle hinsichtlich der weiteren Ausbildungs- und Berufswahl.

Dunst: „Wir haben heuer besonders darauf Wert gelegt, dass nur jene Betriebe, die auch tatsächlich im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich die Mädchen an diesem Tag einsetzen. Wir wollten einerseits mit der Zeit gehen und andererseits wieder etwas mehr ,zurück zum Ursprung‘ – nämlich dem eigentlichen Sinn des Girls‘ Day kommen.

„Immerhin soll dieser Tag Mädchen im Alter von 13 bis 15 Jahren die Möglichkeit bieten, Arbeitsfelder abseits der typischen Frauenberufe kennen zu lernen.
Der Girls‘ Day ist speziell für Mädchen gestaltet und hat das Ziel, Informationen über Ausbildungsberufe zu vermitteln, die vielleicht bisher nicht im Bewusstsein der Mädchen verankert waren. Durch diese Informationen können sie Begabungen erkennen, aber auch ihre Berufsmöglichkeiten erweitern. Die Zeit vor dem Pflichtschulabschluss ist die erste wichtige Entscheidungsschnittstelle hinsichtlich der weiteren Ausbildungs- und Berufswahl“, so Dunst abschließend.

Mehr Informationen unter www.girlsday-burgenland.at bzw. www.meine-technik.at

Pressefoto zum Downloaden: Girls' Day 2015

Bildtext Girls Day: Auch die Landespolizeidirektion Burgenland öffnete am Girls‘ Day ihre Türen, um zu informieren: Frauenlandesrätin Verena Dunst und Landespolizeidirektor Mag. Hans Peter Doskozil mit Beamten des LPD und interessierten Schülerinnen

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

Wolfgang Sziderics, 23. April 2015

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