Digitalfunknetz in den nördlichen Bezirken bereits einsatzbereit

Von 60 geplanten Stationen im Burgenland sind 13 bereits in Betrieb, 27 Stationen sind baufertig

Schneller als geplant läuft  im Burgenland der Ausbau des Digitalfunknetz BSO Austria, informierte Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz im Rahmen einer Pressekonferenz mit Landespolizeidirektor  Mag. Hans Peter Doskozil und dem Leiter der Landessicherheitszentrale WHR Dr. Ernst Böcskör. 17 Stationen  in den Bezirken Neusiedl am See, Eisenstadt-Umgebung  und Mattersburg  sind bereits in Betrieb und werden bereits genutzt. Weitere 27 Anlagen sind baufertig. „Der flächendeckende Ausbau des bundesweiten digitalen Bündelfunknetzes im Burgenland ist ein zentraler Faktor im Bereich der Sicherheit. Die Einsatzkräfte werden davon massiv profitieren weil eine ungestörte Kommunikation zwischen den Einsatzkräften möglich ist“, so Tschürtz.

Digitalfunknetz in den nördlichen Bezirken weitgehend ausgebaut
In den drei nördlichen Bezirken Neusiedl am See, Eisenstadt-Umgebung und Mattersburg, ist das Digitalfunknetz bereits weitgehend ausgebaut. „In diesen drei Bezirken sind 13 Stationen bereits in Betrieb. Damit steht der Polizei erstmalig Digitalfunk zu Verfügung“, erklärt der Leiter der Landessicherheitszentrale WHR Dr. Ernst Böcsker. 27 Stationen burgenlandweit seien baufertig, so der LSZ-Leiter: „Diese werden in einem nächsten Schritt vom Innenministerium mit technischen Equipment ausgestattet.“ An den übrigen Standorten wird noch gebaut oder geplant. „Es trudeln täglich Meldungen über Baufortschritte ein. Im Vorfeld müssen auch umfangreiche baubehördliche Verfahren und naturschutzrechtliche Verfahren durchgeführt werden “, so Böcskör.
Insgesamt sind 60 Funkstandorte für das Digitalfunknetz BOS Austria sind auf Basis des Sicherheitspaktes des Landes mit dem Bundesministerium für Inneres im Burgenland vorgesehen. Die Gesamtkosten für die Errichtung aller Standorte sind mit rund 5,5 Mio. Euro veranschlagt.

Polizei: erfolgreiche Testphase
Anfang 2015 wurde im Burgenland von der Landessicherheitszentrale mit dem Aufbau des Digitalfunknetzes BOS Austria, des österreichweiten Digitalfunknetzes für alle Blaulichtorganisationen, begonnen. Das seit 1999 bestehende digitale Funknetz des Landes wird in Zukunft durch das bundesweite Digitalfunknetz ersetzt. „Die Implementierung des Digitalfunknetzes ist ein wesentlicher Punkt der Sicherheitsvereinbarung zwischen dem Land Burgenland und dem Innenministerium. Davon profitieren nicht nur wir als Exekutive sondern alle Blaulichtorganisationen“, so Landespolizeidirektor Mag. Hans Peter Doskozil.
Eine erste Testphase habe man bereits im Juni erfolgreich durchgeführt. Auch beim aktuellen Hilfseinsatz in Nickelsdorf, wo in der Nova-Rock-Halle bzw. am Bahnhof aus Ungarn kommende Flüchtlinge von Rotem Kreuz, Bundesheer und Polizei versorgt wurden und werden, habe die Polizei das Digitalfunknetz schon erfolgreich genutzt, so Doskozil. „Es ist bei den Kollegen sehr gut angekommen. Es gab keine Ausfälle, keine Probleme.“ Die Polizei plant in den Bezirken Neusiedl am See, Eisenstadt-Umgebung und Mattersburg noch im September vom laufenden Testbetrieb in den Regelbetrieb überzugehen.
„Im Endausbau wird die Polizei im Burgenland mit 700 Handfunkgegräten, 80 Fix-Stationen und 180 Geräten in Fahrzeugen ausgerüstet sein. Die Hälfte der Geräte wurde  bereits angeschafft“, sagt Doskozil.
Das alte Digitalfunknetz bleibt bis zum Endausbau des Digitalfunknetzes BOS Austria in Betrieb. „Jene Einsatzkräfte, die am seit 1999 bestehenden Digitalfunknetz hängen, bleiben dort bis zum endgültigen Umstieg auf das neuen Netz. Bei den Feuerwehren läuft die Anschaffung von Digitalfunkgeräten  gerade an. Ich gehe davon aus, dass alle Feuerwehren daran interessiert sind. Das neue Digitalfunknetz ist modern, hochwertig und von der Sprachqualität her einzigartig“, so Böcskör.

Pressefotos zum Downloaden: Digitalfunknetz 1, 2

Bildtext Digitalfunknetz 1, 2: Der Ausbau des Digitalfunknetzes BSO Austria geht zügig voran, berichten LH-Stv. Johann Tschürtz, Landespolizeidirektor Mag. Hans Peter Doskozil und der Leiter der Landessicherheitszentrale WHR Dr. Ernst Böcskör

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

Wolfgang Sziderics, 7. September 2015

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