Der Süden des Burgenlandes auf Überholspur

Sonderauswertung Studie: Evaluierung der volkswirtschaftlichen Effekte der Förderungen des Phasing Out-Programms 2007–2013

Die wirtschaftliche Aufholjagd des Burgenlandes wird nicht zuletzt vom Südburgenland getragen. Zwischen 2007 und 2011 wuchs die Wirtschaftsleistung um 12,4 Prozent und damit rascher als in den meisten Regionen Österreichs. Die rote Laterne als die wirtschaftlich schwächsten Regionen Österreichs wurde mittlerweile an das Mühl- und das Weinviertel abgegeben. „Diese Entwicklung haben wir dem Fleiß der Burgenländerinnen und Burgenländer, aber auch der Europäischen Union zu verdanken, mit deren Hilfe wir diesen Turbo zünden konnten“, betonte Landeshauptmann Hans Niessl am 15. Mai 2014 bei einer Pressekonferenz in Güssing. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die „smartflower energy technology GmbH“ vorstellen, ein Paradebeispiel für die Innovationskraft des Südburgenlandes, die mit Hilfe von EU-Förderungen im Burgenland angesiedelt werden konnte.

Dazu Landesrätin Verena Dunst: "Die beiden südlichsten Bezirke Güssing und Jennersdorf haben in der letzten EU-Förderperiode eine dynamische, innovationsbegleitete und vor allem nachhaltige Entwicklung durchlebt. Alleine im Bezirk Güssing wurden fast 600 Projekte mit einem Gesamtprojektvolumen von über 61 Millionen Euro bis Ende 2013 ausgelöst. Bei 25 Millionen Euro an Gesamtförderung liegt Güssing mit einer Förderquote von 41% an der Spitze", so Landesrätin Verena Dunst zur Sonderauswertung der Studie „Evaluierung der volkswirtschaftlichen Effekte der Förderungen des Phasing Out-Programms 2007–2013“ für das Südburgenland, die im Auftrag der Regionalmanagement Burgenland GmbH von Mag. Andreas Kreutzer, GF Kreutzer, Fischer & Partner, durchgeführt wurde.

Im  Bezirk Oberwart wurden in Phasing Out - ohne Landwirtschaftsförderungen - von 2007 – 2013 insgesamt 1324 Projekte, davon 1147 ESF und 177 EFRE realisiert. 53,72 Millionen Euro Förderungen - EU inkl. Kofinanzierung von Bund und Land -flossen in den Bezirk Oberwart. Von den Fördergeldern stammen 31,37 Millionen Euro von der Europäischen Union, 15,43 Millionen Euro vom Bund und 6,9 Millionen vom Land. Damit wurden Gesamtinvestitionen von rund 141,34 Millionen Euro im Bezirk Oberwart getätigt.

„Für den Bezirk Oberwart bedeutet das bei diesen Investitionen eine totale Wertschöpfung von 325,1 Millionen Euro! Die positive Wirtschaftsentwicklung, das harmonisches Landschafts- und Wohnlandschaftsbild, soziale Absicherung, die Erhöhung der Einkommen und die gestiegene Kaufkraft stellen eine praktische und fühlbare Begründung dieser positiven Entwicklung dar. Rückblickend kann ich sagen: Wir haben im Bezirk Oberwart die Chancen und Förderungen der EU sehr gut genutzt“, erklärte dazu Landesrat Helmut Bieler.

Insgesamt gesehen wuchs die Anzahl der Unselbständig Beschäftigten zwischen 2007 und 2013 im Burgenland um 140% rascher, als auf Bundesebene. Seit 2007 wurden im Burgenland gut 1.000 neue Arbeitsplätze in Produktionsbetrieben geschaffen. „Die Burgenländische Wirtschaft wuchs zwischen 2007 und 2011 um 17% rascher als Österreich insgesamt. Zwischen 2007 und 2013 wuchs die Kaufkraft pro Einwohner im Burgenland um 40% rascher als in Wien. Einem Burgenländer stehen im Durchschnitt rund zehn Quadratmeter mehr Wohnraum zur Verfügung als einem Wiener. Aus dem EU-Budget flossen zwischen 2007 und 2013 rund 500 Millionen Euro an Förderungen ins Burgenland. Das Burgenland ist auch - laut einer Studie der Bank Austria - mit einem Wirtschaftswachstum von 3,1 Prozent Spitzenreiter unter den Bundesländern geblieben“, so Landeshauptmann Hans Niessl abschließend.

Fercsak Hermann
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