Biosphärenparks

1970 rief die UNESCO das Wissenschaftsprogramm Man and the Biosphere (MAB) ins Leben. Es beruht auf der Erkenntnis, dass die biologische Vielfalt auf lange Sicht nur dann erhalten werden kann, wenn der Schutz und die Nutzung der natürlichen Ressourcen Hand in Hand gehen. Das internationale Forschungsprogramm sollte sich konkret mit dem Verhältnis Mensch und Natur beschäftigen.

MAB ist das zentrale Instrument der UNESCO zur Umsetzung der Agenda 21 (Rio de Janeiro 1992) und nachfolgender Konventionen, insbesondere der UNO-Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt aus dem Jahr 2000.

Ein Schwerpunkt des MAB-Programmes ist es, repräsentative Naturgebiete überall auf der Welt durch die Errichtung eines Netzes von Biosphärenreservaten zu erhalten. Ursprünglich waren sie als „Biosphärenreservate“ Dauerbeobachtungsflächen für die Forschung zum Einfluss des Menschen auf natürliche und naturnahe Ökosysteme gedacht. Seit 1985 gilt die Sevilla-Strategie für Biosphärenparks mit den 3 Säulen Schutz und Erhaltung natürlicher Ökosysteme (primär für Forschung), Erhaltung von Kulturgut bzw. Kulturlandschaften (traditionelle Nutzung) sowie Entwicklung (Modelle für nachhaltige Entwicklung).

Weltweit gibt es weit über 400 Biosphärenparks, 6 davon in Österreich. Im Burgenland gibt es einen, den Neusiedler See.

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