System der Naturschutzmaßnahmen im ÖPUL

Heuschwaden Willersdorfer Schlucht

Während in den meisten europäischen Ländern Bauern im Rahmen ihrer Umweltprogramme Flächen für umweltschonende Maßnahmen und Auflagen "einfach anmelden" und damit für 5 Jahre unter Vertrag nehmen, gibt es in Österreich für die ÖPUL- Naturschutzmaßnahmen ein Jahr vor dieser Anmeldung eine individuelle Betriebsberatung.

Landwirt und Ökologe besichtigen dabei gemeinsam wertvolle Flächen des Betriebs und legen danach einvernehmlich Ziele und Auflagen für diese Flächen fest. Bei der Maßnahme "Gesamtbetrieblicher Naturschutzplan" werden alle Flächen des Betriebs berücksichtigt und darauf aufbauend ein gesamtbetriebliches Konzept umgesetzt.
Diese Beratung hatte für den bisherigen Erfolg des Vertragsnaturschutzes in Österreich eine sehr große Bedeutung. Das Gespräch zwischen Landwirt und Ökologe, die gemeinsame Besichtigung der bewirtschafteten Wiesen und Felder, die Auseinandersetzung des Ökologen mit der wirtschaftlichen und strategischen Situation des Betriebs und die Auseinandersetzung des Landwirtes mit der ökologischen Situation "seiner" Landschaft und des Naturhaushaltes sind wesentliche Schlüsselfaktoren für ein gutes, nachhaltig wirksames Konzept. In den Evaluierungsergebnissen aus dem Jahr 2005 kam klar zum Ausdruck, dass die Akzeptanz für Naturschutzmaßnahmen in betreuten Natura 2000 Gebieten wesentlich (ca. 35%) höher ist als in nicht betreuten Natura 2000 Gebieten.

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