Bibermanagement Burgenland

Das Land Burgenland betraute im April 2015 das Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der Univ. f. Bodenkultur Wien (BOKU) mit dem Aufbau eines Bibermanagements. Es wurde ein „Biber-Telefon Burgenland“ als Kontaktadresse eingerichtet. Arbeitsschwerpunkt ist die Bearbeitung von Konfliktfällen und die Beratung von Betroffenen vor Ort. Nach niederösterreichischem Vorbild wird zur Lösung von Mensch-Biber-Konflikten in drei Stufen vorgegangen:

  1. Prävention: Information und Aufklärung, lokale Einzelmaßnahmen (z.B. Einzelbaumschutz, E-Zäune);
  2. Eingriffe in den Lebensraum: Absenkung oder Entfernung von Biberdämmen, Einbau von Drainagerohren;
  3. Eingriff in die Population: Fallenfang und Tötung;

Laufzeit des Projekts: April 2015 – Oktober 2016

Rechtliche Situation
Der Biber ist in den Anhängen II und IV der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie 92/43/EWG der EU angeführt und unterliegt dem Burgenländischen Naturschutz und Landschaftspflegegesetz NG 1990. Daher soll stets das gelindeste Mittel zur Entschärfung von Mensch-Biber-Konflikten angewandt werden.
Sowohl für Dammentfernungen als auch für einen Eingriff in die Population durch einen Abfang bedarf es einer naturschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung (Bescheid).

Kontaktdaten (kostenlose Information & Beratung)
Biber-Telefon Burgenland: 0664/88 58 6495

Ass.Prof. Dr. Rosemarie Parz-Gollner (Projektleitung)
Clemens Trixner, MSc. (Sachbearbeiter)
Univ. f. Bodenkultur Wien (BOKU)
Inst.f.Wildbiologie und Jagdwirtschaft (IWJ)
Gregor Mendel Str. 33, 1180 Wien
E-Mail: clemens.trixner@boku.ac.at
Mobil: 0664/88 58 6495

Link zum Projekt

Einen Informationsfolder zum Biber und zum Bibermanagement finden sie hier:

Info-Folder zum Durchklicken