Naturschutzgebiet Zylinderteich

Zylinderteich

KG. Hornstein, LGBI. Nr. 12/1988

Das Naturschutzgebiet Zylinderteich ist der Rest einst weiträumiger Wiesen und Hutweiden, die durch Aufforstung und landwirtschaftliche Intensivierung ihr ursprüngliches Aussehen verloren haben.
Im Zentrum der geschützten Fläche befindet sich ein kleiner Weiher, der ursprünglich als künstliche Wasseransammlung zur Viehtränke und als Eisteich angelegt wurde. Seit Aufgabe der Beweidung, etwa um 1960, blieb er seiner natürlichen Entwicklung überlassen. Die Freiwasserzone und der natürlich ausgebildete Verlandungsbereich des Zylinderteiches sind Lebensraum für eine Vielzahl an Amphibien wie Erdkröte (Bufo bufo), Springfrosch (Rana dalmatina), Teichmolch (Triturus vulgaris), Donau-Kammolch (T. cristatus subsp. dobrogicus), Rotbauchunke (Bombina bombina) und Laubfrosch (Hyla arborea).
Der Zylinderteich ist als Rastplatz für durchziehende Vögel von Bedeutung und ist Nahrungsraum für Brutvögel der näheren und weiteren Umgebung. Zu den Nahrungsgästen zählen Weißstorch (Ciconia ciconia), Schwarzstorch (C. nigra), Eisvogel (Alcedo atthis), Bienenfresser (Merops apiaster)sowie Uferschwalben (Riparia riparia) aus einer nahe gelegenen Kolonie. Graureiher (Ardea cinerea), Purpurreiher (A. purpurea), Silberreiher (Egretta alba) und Bekassine (Gallinago gallinago) suchen das Gebiet im Frühjahr und Herbst auf. Nachgewiesene Brutvögel sind Rohrammer (Emberiza schoeniclus), Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris), Schilfrohrsänger (A. schoenobaenus), Teichhuhn (Gallinula chloropus) und Stockente (Anas platyrhynchos). Vereinzelt wurde die Bartmeise (Panurus biarmicus) angetroffen.