Ländliche Entwicklung 2014-2020

Das Österreichische Programm für die Entwicklung des ländlichen Raumes stellt die Grundlage für die Förderung im Rahmen der ländlichen Entwicklung 2014-2020 dar und wurde mit der Entscheidung der Europäischen Kommission C(2014) 9784 endgültig am 12. Dezember 2014 genehmigt (abrufbar unter: http://www.bmlfuw.gv.at/land/laendl_entwicklung/leprogramm.html)

Die Sonderrichtlinie des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zur Umsetzung von Projektmaßnahmen im Rahmen des Österreichischen Programms für ländliche Entwicklung 2014 – 2020 „LE-Projektförderungen“ wurde mit GZ BMLFUW-LE.1.1.1/0171-II/2/2014 erlassen und ist im Internet unter http://www.bmlfuw.gv.at/land/laendl_entwicklung/foerderinfo/sonderrichtlinien_auswahlkriterien/srl_le_2014-2020.html verfügbar. 

Förderungen zu folgenden Vorhabensarten werden angeboten: 

Nähere Informationen folgen.

Antrag

Das Antragsformular besteht aus einem allgemeinen Teil und einem Vorhabensdatenblatt. Der allgemeine Teil besteht aus 2 Seiten und gilt für alle Vorhabensarten im Programm. Bestandteil des Antragsformulars ist eine Verpflichtungserklärung, die ausgefüllt und unterschrieben werden muss. Von der Bewilligenden Stelle darf nur ein Förderantrag, der die Mindestinhalte erfüllt (das sind Name, Geburtsdatum, Zustelladresse, Kurzbezeichnung des Vorhabens, gültige Unterschrift auf dem Antragsformular), angenommen werden (Kostenanerkennung).

Auswahlverfahren und Auswahlkriterien

Gemäß Artikel 49 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 ist vorgesehen, dass die Verwaltungsbehörde des Programms Auswahlkriterien für Vorhaben im Bereich der Projektmaßnahmen festlegt. Dadurch sollen die Gleichbehandlung der AntragstellerInnen, eine bessere Nutzung der Finanzmittel und die Ausrichtung der Maßnahmen an den Prioritäten der Europäischen Union für die Entwicklung des ländlichen Raums gewährleistet werden.

Die Beschreibung der Verfahren und festgelegten Kriterien, welche für die Auswahl von Vorhaben im Rahmen des Österreichischen Programms für ländliche Entwicklung 2014 - 2020 zur Anwendung kommen, sind in folgendem Dokument beschrieben: Auswahlverfahren und Auswahlkriterien für Projektmaßnahmen LE 14-20

In diesem Dokument sind die Verfahren und Kriterien für die Auswahl von Projektmaßnahmen im Rahmen des Programms LE 14-20 zusammengefasst. Anträge auf Förderung von Vorhaben sind bei den vorgesehenen Bewilligenden Stellen einzureichen und werden dort auf ihren Status als Antrag geprüft und gesammelt.

In einem ersten Schritt werden alle Anträge auf Einhaltung der Zugangsvoraussetzungen geprüft. Für die Auswahl zur Förderung kommen nur Vorhaben in Betracht, die ordnungsgemäß eingereicht wurden und die im Programm definierten Zugangsvoraussetzungen erfüllen. Anträge, die bis zum genannten Stichtag nicht oder nur unvollständig eingelangt sind, werden für das jeweilige Auswahlverfahren nicht berücksichtigt.
Vorhaben, die die Zugangsvoraussetzungen erfüllen, werden nachfolgend einem Auswahlverfahren unterzogen. Grundsätzlich kommen gemäß den Programmfestlegungen bei der Auswahl von Vorhaben folgende Arten von Verfahren zur Anwendung:

1. Geblocktes Verfahren:

Eine Antragstellung ist grundsätzlich ab Öffnung der jeweiligen Vorhabensart jederzeit möglich. Es erfolgt darüber hinaus kein gesonderter Aufruf zur Einreichung von Anträgen. Die Anträge werden von der Bewilligenden Stelle gesammelt und auf ihre Vollständigkeit im Hinblick auf die Aufnahme in ein Auswahlverfahren geprüft (allenfalls Nachforderung von Unterlagen und Nachweisen). Die Auswahl der Anträge zur Förderung erfolgt in geblockten Auswahlverfahren. In den jeweiligen Auswahldurchgang werden all jene Anträge einbezogen, die bis zu einem festgelegten Stichtag soweit vollständig sind, dass sie dem vorhabenspezifischen Bewertungsschema unterzogen werden können. Dieser Stichtag wird von der Bewilligenden Stelle zeitgerecht bekanntgegeben. Nach diesem Stichtag vollständige Anträge werden beim nächsten Auswahldurchgang berücksichtigt.


2. Aufruf zur Einreichung von Projektanträgen („Call") mit anschließendem Auswahlverfahren:


Dabei erfolgt zu jedem Auswahltermin im Vorfeld ein Aufruf zur Einreichung von Anträgen in einem begrenzten, zuvor definierten Zeitraum. Außerhalb dieses Zeitraums ist keine Antragstellung möglich. Es werden nur jene Anträge für das jeweilige Auswahlverfahren berücksichtigt, die in diesem Zeitraum entsprechend den im Aufruf festgelegten Bedingungen eingelangt sind. Die Bedingungen für das jeweilige Verfahren und die Einreichtermine werden rechtzeitig vorher bekanntgegeben. Die entsprechend eingelangten Anträge werden einem Auswahlverfahren unterworfen.

Die Vorhaben werden durch ein bundesweit festgelegtes, eindeutiges, transparentes und objektives Bewertungsschema anhand von Auswahlkriterien mit einem Punktesystem qualitativ und quantitativ beurteilt. Die Beurteilung erfolgt grundsätzlich anhand der vorgelegten Unterlagen. Um für eine Förderung in Betracht zu kommen, ist die Erreichung der in den einzelnen Vorhabensarten festgelegten Mindestpunkteanzahl notwendig.

Jene Projekte, die zwar die Zugangsvoraussetzungen erfüllen, jedoch nicht die vorgegebene Mindestpunkteanzahl erreichen, werden abgelehnt.

Vorhaben, die die Mindestanzahl oder mehr Punkte erreichen, werden entsprechend der erreichten Punktezahl gereiht und abhängig vom für die Auswahlrunde festgelegten Budget für eine Förderung ausgewählt.
Sofern dies bei der jeweiligen Vorhabensart nicht anders geregelt ist, werden - falls in Ausnahmefällen erforderlich - Vorhaben mit gleicher Punktezahl zusätzlich nach dem Stichtag der Kostenanerkennung gereiht und bis zur Ausschöpfung des für die Auswahlrunde verfügbaren Budgets zur Förderung ausgewählt. Nicht ausgeschöpfte Mittel werden beim nächsten Termin zur Verfügung gestellt.

Vorhaben, die zwar grundsätzlich als förderbar bewertet wurden, jedoch auf Grund der budgetären Lage in der jeweiligen Auswahlrunde nicht zum Zug kommen, können - bei gleichbleibenden Bedingungen und sofern bei der jeweiligen Vorhabensart nicht anderes geregelt ist - ein Mal in die nächste Auswahlrunde übernommen werden. Vorhaben die auch in dieser Auswahlrunde nicht ausgewählt werden, sind abzulehnen.

Antrag auf Zahlung

Eine Auszahlung von Fördermittel ist nur nach Vorlage eines Zahlungsantrages samt den erforderlichen Beilagen möglich. Der Zahlungsantrag wird erst nach Genehmigung eines Vorhabens angenommen. Im Dokument „Vorgaben für die Einreichung von Zahlungsanträgen" finden Sie die genauen Bestimmungen, welche bei der Erstellung der Zahlungsantragsunterlagen zu berücksichtigen sind. Ebenso wird auf die "Ausfüllhilfe für die Belegaufstellungen des Zahlungsantrages" hingewiesen!

WICHTIG:
Bei den Belegaufstellungen dürfen die Makros nicht entfernt werden, da sonst eine Weiterbearbeitung durch die Förderstelle nicht möglich ist.
Die Auszahlung von Fördermittel  erfolgt durch die Agrarmarkt Austria nach Prüfung der Zahlungsantragsunterlagen durch die jeweils zuständige Bewilligende Stelle.

Publizitätsbestimmungen

Mit der Genehmigung des österreichischen Programms für die LE 2014-2020 durch die Europäische Kommission treten auf Basis des Artikels 13 und Anhang II der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 808/2014 neue Informations- und Publizitätsvorschriften in Kraft. Weitere Informationen sowie Vorlagen stehen auf der Homepage des BMLFUW unter http://www.bmlfuw.gv.at/ministerium/publizitaets/ELER-foerderung/eler.html zur Verfügung.