Agrar

Unser Leben beruht zu einem erheblichen Teil auf den Fähigkeiten und den Erzeugnissen der LandwirtInnen unseres Landes, die eine Vielzahl an unterschiedlichen Nahrungsmitteln auf hohem Qualitätsniveau produzieren.

Die ständig sinkende Zahl der Menschen, die von der Landwirtschaft leben können, gibt ebenso Anlass zur Sorge wie die teilweise niedrigen Preise, die infolge der Abhängigkeit vom Weltmarkt und großen Abnehmerketten für manche zentralen landwirtschaftlichen Erzeugnisse erzielt werden.
Durch umfangreiche Fördermaßnahmen, die insbesondere aus EU-Mitteln gespeist werden, können manche Krisen abfedert oder Investitionen unterstützt werden. Langfristig muss die Entwicklung der Burgenländischen Landwirtschaft aber in Richtung hoher Qualität gehen, da nur eine solche entsprechende Preise garantieren kann.

Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, gilt es die Besonderheiten der Burgenländischen Landwirtschaft und auch der einzelnen Regionen heraus zu streichen und die bäuerlichen Betriebe beim Ausbau ihrer Qualitätsproduktion zu unterstützen. Die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft sorgt auch dafür, dass die natürlichen Ressourcen des Burgenlandes nachhaltig bewirtschaftet werden können.
Die Herausforderung der kommenden Jahre heißt also den Weg in Richtung Qualität fortzusetzen. Diesen Weg möchte ich mit allen Menschen, die im Burgenland in der Landwirtschaft tätig sind, gemeinsam gehen.


Shortfacts

  • 5.800 burgenländische Betriebe bewirtschaften eine Fläche von 184.086,9 ha; davon sind 878 Bio-Betriebe.
  • Die durchschnittliche Betriebsgröße eines konventionellen Betriebes liegt bei 28,1 ha, die eines Biobetriebes bei 52,3 ha.
  • Über 18.000 Menschen sind in der Land- oder Forstwirtschaft zumindest teilweise tätig.
  • Auf 7.224,8 ha wird im Burgenland Weinbau betrieben. In den Bezirken Jennersdorf, Güssing und Eisenstadt dominiert der Weißweinbau, in Oberwart, Oberpullendorf, Mattersburg und Neusiedl am See der Rotweinbau.
  • Auf 43.000 ha der Burgenländischen Ackerflächen wird Weizen angebaut, gefolgt von Körner- und Silomais (24.000).
  • Bei der Nutztierhaltung ist die Haltung von Geflügel (350.000) vorherrschend, gefolgt von Schweinen (47.000) und Rindern (22.000).