Erteilung der Lenkberechtigung

Vor der Erteilung (Wiedererteilung) einer Lenkberechtigung hat der Antragsteller der Behörde ein ärztliches Gutachten vorzulegen, dass er zum Lenken von Kraftfahrzeugen der beantragten Führerscheinklasse gesundheitlich geeignet ist.

Das Gutachten darf zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht älter als 18 Monate sein. Es ist von einem in der nachstehenden Liste eingetragenen sachverständigen Arzt zu erstellen. Eine örtliche Beschränkung besteht nicht mehr, d.h., der sachverständige Arzt kann frei gewählt werden. Der Arzt darf, ausgenommen im Vertretungsfall, keinen Führerscheinwerber untersuchen, den er in den letzten 5 Jahren regelmäßig betreut hat.
Die Bestellung zum sachverständigen Arzt ist mittels entsprechendem Antrag auf Ermächtigung an den Landeshauptmann, im Wege der Abteilung 2 - Referat Verkehrsrecht, zu richten.

Sind zur Erstattung des ärztlichen Gutachtens allerdings besondere Befunde oder im Hinblick auf ein verkehrspsychologisch auffälliges Verhalten, eine Stellungnahme einer verkehrspsychologischen Untersuchungsstelle erforderlich, so ist das ärztliche Gutachten von einem Amtsarzt zu erstellen. In diesem Falle ist mit dem Amtsarzt jener Bezirkshauptmannschaft oder Bundespolizeidirektion Kontakt aufzunehmen, in dessen Bezirk sich der Standort der ausbildenden Fahrschule befindet.