Land mit landesnahen Betrieben ist größter Arbeitgeber

LH Niessl und LH-Stv. Tschürtz berichten über Entwicklung der Personalsituation im Land *** Über die Entwicklung am burgenländischen Arbeitsmarkt und der Personalsituation im Land Burgenland und in landesnahen Betrieben informierten Personalreferent Landeshauptmann Hans Niessl und Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz am Freitag, 16. Dezember 2016, bei einem Pressegespräch.

Jugendarbeitslosigkeit im Burgenland stark gesunken
Erfreuliches wusste Niessl vom Arbeitsmarkt im Burgenland zu berichten. „Die Arbeitslosigkeit ist um 2,2 % zurückgegangen. Das ist umso bemerkenswerter, als wir in der Ostregion das einzige Bundesland sind, dass einen Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen hat“. In Wien (+0,3%) und in Niederösterreich (+2,0%) dagegen steige sie weiterhin leicht. „Besonders erfreulich ist der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit mit einem Minus von 9,2 %“. Im Ansteigen sei die Arbeitslosigkeit allerdings bei den Ausländern; hier handle es sich um „importierte Arbeitslosigkeit“, so Niessl.

„Wollen zusätzliche 1000 Beschäftigte im nächsten Jahr“
Die Landespolitik habe durch die richtigen Budgetschwerpunktsetzungen und Förderkriterien die Rahmenbedingungen schaffen können, dass es 100.000 Beschäftigte im Jahresschnitt gebe, was auch ein Verdienst der Wirtschaft und der Beschäftigten sei. Man gebe sich aber mit dem Erreichten nicht zufrieden und blicke auch in die Zukunft. „Wir wollen 1000 zusätzliche Beschäftigte im nächsten Jahr haben“.

Land mit landesnahen Betrieben ist größter Arbeitgeber im Burgenland
5.669 Angestellte, Bedienstete und Beamte sind aktuell beim Land und in landesnahen Betrieben beschäftigt, dazu 111 Lehrlinge. Niessl: „Damit ist das Land selbst mit Abstand der größte Arbeitgeber im Burgenland“. Beim Land und unmittelbar in der Verwaltung sind 1819 Vertragsbedienstete und Beamte tätig, daneben 21 Lehrlinge. Bei den größten „Töchtern“ des Landes, in der Landesholding, sind 1983 Angestellte, davon 81 Lehrlinge beschäftigt, und in der KRAGES gebe es 1857 Angestellte, 9 Lehrlinge sowie 90 SchülerInnen in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule.

Stellenwert der Lehre weiter heben 
Eine wichtige Rolle spielten auch die Lehrwerkstätten des Landes, in denen 1.100 Lehrlinge – bereits fast jeder zweite Lehrling im öffentlichen Bereich – ausgebildet werden. Bei den Lehrlingen habe es zuletzt eine deutliche Steigerung gegeben. „Die Regierung sieht es als ganz wichtige Aufgabe, dass jeder Jugendliche eine Ausbildung machen soll. Wir werden die notwendigen finanziellen Mittel auch im kommenden Jahr dafür zur Verfügung stellen“, betonte der Landeshauptmann. Ein voller Erfolg sei der vor kurzem vom Land und den Sozialpartnern erstmals veranstaltete „Tag der Lehre“ mit 600 TeilnehmerInnen gewesen. Ziel: den Stellenwert und das Ansehen der Lehre weiter aufzuwerten. Auch die Investitionen von 8,4 Mio. Euro in die Berufsschule Pinkafeld und von 1,3 Mio. Euro in die Berufsschule Eisenstadt seitens des Landes seien ein deutliches Bekenntnis zur Lehre.

Insourcing von 281 Arbeitsplätzen spart Kosten
Das Land sei derzeit dabei, inzusourcen. Niessl: „Wir holen damit ausgelagerte Arbeitsplätze zurück“. Dabei seien bis jetzt in erster Linie BurgenländerInnen zum Zug gekommen. „In der KRAGES sind dadurch insgesamt 281 nachhaltig abgesicherte Arbeitsplätze geschaffen worden“. Berechnungen zeigten, dass dies nicht teurer komme. Ein weiterer Vorteil sei, dass sich die KRAGES als gemeinnützige GmbH dadurch die Gewinnaufschläge und die Politik prekäre Arbeitsbedingungen bei den Reinigungsfirmen erspare. Die Kosteneinsparung bei der KRAGES beliefen sich dadurch auf 750.000 Euro.

Infrastrukturpaket sichert 11.000 Arbeitsplätze
„Es geht sehr viel weiter. Wir sind Umsetzungsstaatsmeister“, stellte Tschürtz zur positiven Entwicklung fest. „Mit dem Infrastrukturpaket, das unter anderem allein 22 Mio. Euro für den Breitbandausbau vorsieht, aber auch durch die Investitionen in die S7 und in viele andere Projekte werden 11.000 Arbeitsplätze abgesichert“. Beim Bundesheer würden 300 neue Arbeitsplätze entstehen, bei der Polizei würde Personal für den Grenzschutz gesucht, und auch in Parndorf würden über 450 neue Arbeitsplätze geschaffen. Nicht zuletzt auch durch das Projekt „Sicherheitspartner“ habe man ein positives Signal setzen und Einstiegsarbeitsplätze für über 50-Jährige schaffen können. „Wir sind auf einem guten Weg. Vorrangig ist, dass immer mehr Burgenländer in Beschäftigung kommen“.

Pressefotos zum Download:   Personalentwicklung_1, _2

Bildtext Bilder 1, 2:   Personalreferent LH Hans Niessl und Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz berichteten über die Entwicklung der Personalsituation im Land Burgenland und in landesnahen Betrieben

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

Hans-Christian Siess, 16. Dezember 2016

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