Trauersitzung für Mitbegründer und Initiator der burgenländischen Landesentwicklung

Landesparlament würdigte Landtagspräsident a.D. DI Hans Halbritter

 

Burgenlands Landtagspräsident a.D. DI Hans Halbritter ist am 20. März 2014 im 87. Lebensjahr verstorben. Im Gedenken an den großen Politiker nahmen die Mitglieder der Burgenländischen Landesregierung und die Abgeordneten zum Burgenländischen Landtag am 03. April 2014 im Rahmen einer Trauersitzung Abschied vom „Mitbegründer und Initiator der burgenländischen Landesentwicklung“. DI Hans Halbritter war 30 Jahre als Bürgermeister der Stadtgemeinde Neusiedl am See, 16 Jahre als Abgeordneter, 1 Jahr als 2. und schließlich 4 Jahre als 1. Präsident des Burgenländischen Landtages tätig. „Tief betroffen stehen wir der Tatsache gegenüber, dass DI Hans Halbritter, Präsident des Burgenländischen Landtages a.D., nicht mehr unter uns weilt. Dem öffentlichen Leben des Burgenlandes ist ein Mensch und Politiker, der viele Jahre lang das Geschehen seines Heimatlandes mitgestaltet und geprägt hat, abhandengekommen. Mit Hans Halbritter haben wir einen Menschen verloren, der auch als Politiker bleibende Spuren hinterlassen hat. Diese Trauersitzung soll ganz dem Andenken dieser großen Persönlichkeit gewidmet sein“, so Landtagspräsident Gerhard Steier.

Hans Halbritter wurde am 1. Juli 1927 als Sohn des Schuhmachermeisters Karl Halbritter aus Neusiedl am See geboren. Nach Abschluss der Volksschule sowie der Hauptschule in Neusiedl, absolvierte er die Höhere Technische Lehranstalt in Mödling, die er 1945 mit der Matura abschloss. Zuvor war Halbritter im Juli 1944 zum Reichsarbeitsdienst eingezogen worden. Ab Oktober 1944 leistete er den Militärdienst ab, wobei er sich zu Kriegsende in amerikanischer Kriegsgefangenschaft befand.

Später studierte Halbritter an der Technischen Hochschule Wien Architektur. Diesen Ausbildungszweig schloss er mit dem akademischen Grad Diplomingenieur ab. 1962 erwarb er die Befugnis und Berufsberechtigung eines Architekten. Den Start der politischen Karriere bildete das Jahr 1962, als er in den Gemeinderat der Stadtgemeinde Neusiedl am See berufen wurde. 1967 wurde er zum Bürgermeister gewählt und prägte 30 Jahre lang die Geschicke von Neusiedl am See.

Am 6. November 1975 trat er in den Burgenländischen Landtag ein. Während seiner 16 Abgeordnetenjahre war er auch von 1982 bis 1986 Klubobmann der ÖVP-Burgenland. Am 11. Juni 1986 wurde er zum 2. und schließlich am 30. Oktober 1987 zum 1. Präsidenten des Bgld. Landtages gewählt. In dieser Funktion vertrat er den Burgenländischen Landtag bis zum 18. Juli 1991. Dazu Landtagspräsident Gerhard Steier abschließend: „DI Halbritter gilt als einer der Mitbegründer und Initiator der burgenländischen Landesentwicklung, der seine ganze Kraft für den Aufbau und die Entwicklung unseres Heimatlandes aufgebracht hat. Er gehörte einer Generation an, die fast die gesamte Gestehung des Burgenlandes miterlebt hat. Er war damit auch einer der Wegbereiter des neuen, modernen Burgenlandes, auf das wir heute gemeinsam stolz sein können. Trotz oft unterschiedlicher Auffassungen in der parteipolitischen Konfrontation, hat er seine Menschlichkeit und Herzlichkeit auch in der Politik nie verloren und damit Anerkennung über die Parteigrenzen erworben.“

 

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