Sensation: Archäologen entdeckten größte Römersiedlung im Burgenland!
„Durch die neuen Erkenntnisse erscheint die Römerzeit auf dem Gebiet des heutigen Burgenlandes unter einem neuen Licht“, erklärt Kulturlandesrat Helmut Bieler.
Laut Grabungsleiter Univ. Doz. Mag. Dr. Stefan Groh handelt sich um eine ca. 10-15 ha große, dorfähnliche Siedlung an der römischen Bernsteinstraße. Bislang wurden über 100 Häuser erkannt. Die Siedlung, ein wichtiger Handelsstützpunkt, liegt exakt eine Tagesreise entfernt von den benachbarten römischen Städten Scarbantia (Sopron) und Savaria (Szombathely) im heutigen Ungarn. Die Siedlung wurde mit modernen geophysikalischen Messungen (Magnetik und Radar) untersucht. 2008 führte man eine kleine Grabung durch. Die Grabungsergebnisse bestätigen die Geophysik. „Hier liegt eine für die Forschung in ihrer Dimension und Bedeutung bislang nicht bekannte Römersiedlung. Die größte des Burgenlands. Sie existierte vom 1. bis in das 4. Jahrhundert nach Christus. Ein wichtiger Erwerbszweig der Siedler war, wie schon in keltischer Zeit in der Region, die Eisenproduktion“, so Groh.
Für die kommenden 5 Jahre ist ein Forschungsschwerpunktprogramm des Österreichischen Archäologischen Instituts vorgesehen. Das Land Burgenland und die Gemeinden Frankenau/Frakanava und Strebersdorf unterstützen das Forschungsvorhaben. Weitere Ergebnisse wird Groh heute Abend um 19.00 Uhr im Landesmuseum in Eisenstadt präsentieren.
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