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Untergeschoss - LebensSpuren

Legende:

15. Von Spuren und Zeiten: Archäologie im Burgenland
16. Urgeschichte
17. »Alter Wein«
18. Die »Römische Bernsteinstraße«
19. Jenseitsvorstellungen und Staatsreligionen
20. Lapidarium
21. Bei den Römern zu Gast: Die Villa von Bruckneudorf

Der burgenländisch-westungarische Raum vom 6. Jahrtausend vor Christus bis zum Ende der Römerzeit: Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft.
In einer spannenden Reise durch die Jahrtausende entführt, erhält der Besucher Einblick in die archäologisch nachweisbare Weinkultur, die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen, die religiösen Vorstellungen sowie das Leben und Wohnen in der Vorzeit.

Mit der Neugestaltung der Dauerausstellung zur Archäologie im Burgenland werden nicht nur wissenschaftliche Ergebnisse anhand der aussagekräftigsten Funde dieses Landes präsentiert. Vor allem wird hier auch der Kulturaustausch mit anderen Ländern thematisiert, da dieser entscheidend zu den kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklungen der gesamten pannonischen Region beigetragen hat.

Wegen ihrer wirtschaftlichen Bedeutung wurde der »Römischen Bernsteinstraße«, wie der uralte Handelsweg ab dem 19. Jahrhundert genannt wurde, ein eigener Raum gewidmet. Ohne einen unwirtlichen Alpenpass überqueren zu müssen, gelangte man von der Adria bis an die Donau, von Aquileia bis nach Carnuntum. An dieser Nord-Süd-Verbindung lagen bereits wichtige prähistorische Siedlungen und auch bedeutende Erzlagervorkommen.

Archäologie erforscht Geschichte, die keine oder wenige schriftlichen Aufzeichnungen hinterlassen hat. Überreste vergangener Epochen erzählen vom Leben der Menschen. Scherben, Nahrungsreste, Grabbeigaben oder Bodenverfärbungen und andere, oft unscheinbare Spuren sind wie eine Datenbank, in der Informationen aus dem Leben der Vorzeit gespeichert sind.
Die Archäologie muss graben, um Geschichte verstehen zu können.
Jeder Ausgrabung geht eine genaue Vermessung des Grabungsareals voraus. Die freigelegten Funde – seien sie von Menschen hergestellt, tierischen oder pflanzlichen Ursprungs – werden säuberlich getrennt, durch Zeichnung, Foto und Vermessung festgehalten, datiert und bestimmt.
Archäologische BearbeiterInnen werten die Grabungsresultate aus.
Ihre Ergebnisse geben Auskunft über Raum und Zeit. Wissenschaftler des Burgenländischen Landesmuseums haben dabei entscheidende Beiträge zur archäologischen Forschung in diesem Bundesland geliefert und mit ihrer Arbeit Lebensumstände vergangener Zeiten begreiflich gemacht.