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Bildtext: L?ffler © Landesmuseum Burgenland

Biologische Schausammlung

Die biologische Schausammlung zeigt einen Querschnitt der Lebensräume des Burgenlandes und seiner Artenvielfalt. Im Vordergrund steht dabei die Darstellung ökologischer Zusammenhänge.

Ein Bereich der Ausstellung beschäftigt sich mit dem Thema „Wasser als Lebensraum“. Der Schwerpunkt liegt auf dem größten mitteleuropäischen Steppensee, dem Neusiedler See mit seiner einmaligen Vogelwelt.
Großformatige Fotos geben einen Eindruck über das Ausmaß der Verschilfung des Neusiedler Sees, den das größte geschlossene Schilfareal Mitteleuropas umgibt. Im Zusammenhang mit der Problematik der Verschilfung wird ein Einblick in die historische Landnutzungsform der Hutweide und in Maßnahmen zur Regulierung des Wasserstandes gewährt.

Die Entstehung des Neusiedler Sees, dessen Wasserhaushalt hauptsächlich durch Niederschlag und Verdunstung bestimmt wird, wird ebenso beleuchtet wie die Fischereiwirtschaft am Neusiedler See. Präparate von im See heimischen Fischen und von Arten, die in den Neusiedler See eingesetzt wurden, geben eine Vorstellung von Aussehen und Größe der Fischfauna. Sie vermittteln einen Eindruck über die Artenvielfalt im See und über die Beziehungen zwischen Räubern und Beutefischen. Auch die Reduktion des Artenspektrums durch menschliche Eingriffe in das „Ökosystem See“ wird angesprochen. Im Aquarium können Vertreter einiger Fischarten des Neusiedler Sees beobachtet werden.

Die Bedeutung des Feuchtgebietschutzes ist in Form eines Dioramas mit Flussregenpfeifer, Eisvogel, Flussuferläufer und anderen Vertretern der Vogelwelt dargestellt. Vogelstimmen, die beim Betreten des Raumes erklingen, laden ein, näher hinzuhören, um welchen Vogel es sich dabei wohl handeln mag.

Betritt man nun den angrenzenden Raum, trifft man auf Vertreter der Tierwelt vom Neusiedler See bis zum Leithagebirge in einem der Natur nachempfundenen Lebensraum von über 20 Meter Länge. Da versucht gerade ein balzender Großtrappenhahn durch Aufplustern seines Federkleides eine Trapphenne zu beeindrucken. Neben den Trappen sind auch Singvögel wie Schwarz-, Braun- und Blaukehlchen anzutreffen. Auch der in freier Natur scheue Pirol kann hier genau betrachtet werden. Im großzügigen Diorama sind mehr als 170 Tierarten zu sehen.