Zacsek über Zacsek
Der Versuch Musik, Literatur und bildende Kunst in meinen Bildern verschmelzen zu lassen liegt einfach in der Tatsache, dass ich in früheren Jahren selbst musikalisch tätig war und in meinem Beruf viel mit Literatur zu tun hatte. Literatur, vor allem Bücher über Zeitgeschichte, Psychologie, Zukunftsvisionen und Religionswissenschaften haben mich zu Serien und Zyklen veranlasst, in denen ich versucht habe, meine Vorstellungen und Überlegungen einzubringen.
Die schriftlichen Ergänzungen in meinen Bildern sind zum Teil Gedanken zum Thema, Aufzeichnungen über Technik und Gestaltung, Notizen zum Bildaufbau oder einfach Teil der Komposition. So sind in den letzten Jahren Zyklen über Weltraumaktivitäten (Zyklus Future), Autobiografische Arbeiten in Form von Tagebuchnotizen, eine Serie über Traumdeutungen nach Freud und eine Serie über die Veränderung der Welt (Serie „mondo variabile“) entstanden. Einen großen Einfluss auf meine Bilderwelt hat auch die Symbolik verschiedenster Kulturen. Um die Pedanterie und Perfektion eines Jungfraugeborenen los zu werden gehe ich hauptsächlich den Weg des Experiments in dem ich versuche, Zufälligkeiten die sich aus dem Experiment ergeben, zu steuern und auch verschiedene Materialien in die Bilder zu integrieren.
Da ich aus dem grafischen Bereich komme, stehen natürlich immer grafische Elemente im Vordergrund. Der Zugang zum abstrakten und zum lyrischen Expressionismus macht sich in meinen Bildern bemerkbar und setzt aber auch immer eine Gegenständlichkeit voraus. Um meine Bilder zu charakterisieren, würde ich sie als eine Art „Layoutismus“ bezeichnen.
Ich möchte mich nicht durch aufrütteln und schockieren artikulieren, sondern möchte in meine Bilder eine gewisse Ästhetik einbringen, die sich für den Betrachter in einer Form von Farbkomposition und Gestaltung zeigt. Das wichtigste für einen Künstler ist die Tatsache, dass sich der Besucher einer Ausstellung mit den Werken auseinandersetzt und einen Zugang sucht um die Botschaften der Bilder und die damit verbundenen Charakteren des Künstlers zu verstehen versucht.
Biographie
- Geboren 1943 in Neufeld an der Leitha
- 1963 bis 1968 Kurse an der Höheren Grafischen Bundes-, Lehr- und Versuchsanstalt in Wien u. a. Layout und Gebrauchsgrafik
- 1980 bis 1984 Malstudien bei Prof. Michael Haas
- Bevorzugte Techniken: Experimentelle Monotypie und Mischtechnik auf Leinen, Zerkall-Bütten und Holz sowie überarbeitete Radierungen
- Publikationen in verschiedenen Kulturzeitschriften und Ausstellungskatalogen
- Ausstellungen im In- und Ausland
Atelieradresse:
Hauptstraße 5/1/11
2491 Neufeld
Telefon: 02624/52578

