Rosa Häschen und blaue Bärli erobern die Landesgalerie
Eine ganze Menagerie popig Phantasiefigürchen wie aus Überraschungseiern entsprungen bevölkert in grellen bunten Skulpturen und Bildern die Burgenländische Landesgalerie. Ihr Schöpfer, der international tätige Künstler Sebastian Weissenbacher, zeigt ab 20. Jänner 2010 unter dem ironischen Titel „Unser Glück ist harte Arbeit“ einen Überblick seines künstlerischen Schaffens.
Die Ausstellung in den ehemaligen Stallungen gegenüber dem Schloss Esterhazy in Eisenstadt wird um 19.00 Uhr von Kulturlandesrat Helmut Bieler eröffnet. Zur Ausstellung spricht die Kunsthistorikerin Mag. Michaela Reinhalter einführende Worte und „Die halbe Wahrheit“ als „die 3 Tenöre“ unter Mitwirkung von Sebastian Weuissenbacher selbst geben ein kurzes musikalisches Gastspiel zur Ausstellungseröffnung.
„Unser Glück ist harte Arbeit“ - diese Titel gebende Feststellung, so der Künstler Sebastian Weissenbacher zu dieser Ausstellung in der Landesgalerie, „war eine Schlagzeile von vielen in einer deutschen Boulevardzeitung. Ein Gemeinplatz, den man schon fast nicht mehr hören kann, jedoch von hohem Wahrheitsgehalt, wenn man den Menschen als selbstverantwortliches, also auch für sein Glück verantwortliches Wesen voraussetzt. Genau genommen ging es um die „vorbildhafte Beziehung“ eines Prominentenpaares, die hier in ihrer plakativen Darstellung zur trivialen Schmonzette gerann.“ Seit bald drei Jahrzehnten entflammt Sebastian Weissenbachers Kreativität an solchen Rührseligkeiten, an allem, was so richtig „ins Gmiat“ gehen soll - seien es einschlägige Magazine, haarsträubende Werbung, Nippesfiguren, Rosamunde Pilcher Filme, Politikerzitate, die Auswüchse der Spielzeugindustrie - kurz und gut, an Verniedlichungen und Pervertierungen aller Art. Eine explosive Mischung aus Faszination und verständnislosem Schauder treibt ihn, sich mit all dem zu beschäftigen. Seine gnadenlos genaue Darstellung zwingt uns, genau das zu betrachten, was wir in den besten Fällen gerade noch als Hintergrundrauschen wahrnehmen. Teils mit liebevollem Augenzwinkern, teils mit hinterfotzigem und schwarzem Humor, aber manchmal auch mit Zynismus „dekonstruiert“ er vor unseren Augen die Auswüchse des Kitsches.
In der burgenländischen Landesgalerie werden Beispiele aus verschiedenen Arbeitszyklen der letzten Jahre, sowie hochaktuelle Werke, die diesen Sommer während eines Chicago-Aufenthaltes entstanden sind, zu sehen sein.
Sebastian Weissenbacher, Jahrgang 1959, entstammt einer sehr künstlerischen Familie wohnhaft in Oslip in der Nähe von Eisenstadt. Die Mutter, Brigitte Weissenbacher, ist ebenfalls als umtriebige und engagierte bildende Künstlerin bekannt, der Vater, war bekannter Kinderarzt in Eisenstadt und nebenbei literarisch kreativ. Sebastian Weissenbacher besuchte von 1979 bis 1984 die Akademie der bildenden Künste in Wien (Prof. Max Weiler und Prof. Arnulf Rainer). 1999 erfolgte die Gründung der Künstlergruppe „Die Halbe Wahrheit„ mit Götz Bury und Martin Praska und von 1999 bis 2002 war er Präsident der IG Bildende Kunst (vormals Berufsverband Bildender Künstler Österreichs, BVÖ). 1982 erhielt er den Anerkennungspreis der Niederösterreichischen Landesregierung, 1983 den Preis der Freunde der Akademie der Bildenden Künste in Wien und 1998 den Förderungspreis für bildende Kunst der Bau Holding AG 1998/1 Preis. Studienaufenthalte und diverse Auslandsstipendien etwa in Budapest, Progetto Civitella d’Agliano, Rom, London und zuletzt 2009 in Chikago als Artist in Residence förderten den Künstler in seinem weiteren kreativen Schaffen.
„Unser Glück ist harte Arbeit“ - diese Titel gebende Feststellung, so der Künstler Sebastian Weissenbacher zu dieser Ausstellung in der Landesgalerie, „war eine Schlagzeile von vielen in einer deutschen Boulevardzeitung. Ein Gemeinplatz, den man schon fast nicht mehr hören kann, jedoch von hohem Wahrheitsgehalt, wenn man den Menschen als selbstverantwortliches, also auch für sein Glück verantwortliches Wesen voraussetzt. Genau genommen ging es um die „vorbildhafte Beziehung“ eines Prominentenpaares, die hier in ihrer plakativen Darstellung zur trivialen Schmonzette gerann.“ Seit bald drei Jahrzehnten entflammt Sebastian Weissenbachers Kreativität an solchen Rührseligkeiten, an allem, was so richtig „ins Gmiat“ gehen soll - seien es einschlägige Magazine, haarsträubende Werbung, Nippesfiguren, Rosamunde Pilcher Filme, Politikerzitate, die Auswüchse der Spielzeugindustrie - kurz und gut, an Verniedlichungen und Pervertierungen aller Art. Eine explosive Mischung aus Faszination und verständnislosem Schauder treibt ihn, sich mit all dem zu beschäftigen. Seine gnadenlos genaue Darstellung zwingt uns, genau das zu betrachten, was wir in den besten Fällen gerade noch als Hintergrundrauschen wahrnehmen. Teils mit liebevollem Augenzwinkern, teils mit hinterfotzigem und schwarzem Humor, aber manchmal auch mit Zynismus „dekonstruiert“ er vor unseren Augen die Auswüchse des Kitsches.
In der burgenländischen Landesgalerie werden Beispiele aus verschiedenen Arbeitszyklen der letzten Jahre, sowie hochaktuelle Werke, die diesen Sommer während eines Chicago-Aufenthaltes entstanden sind, zu sehen sein.
Sebastian Weissenbacher, Jahrgang 1959, entstammt einer sehr künstlerischen Familie wohnhaft in Oslip in der Nähe von Eisenstadt. Die Mutter, Brigitte Weissenbacher, ist ebenfalls als umtriebige und engagierte bildende Künstlerin bekannt, der Vater, war bekannter Kinderarzt in Eisenstadt und nebenbei literarisch kreativ. Sebastian Weissenbacher besuchte von 1979 bis 1984 die Akademie der bildenden Künste in Wien (Prof. Max Weiler und Prof. Arnulf Rainer). 1999 erfolgte die Gründung der Künstlergruppe „Die Halbe Wahrheit„ mit Götz Bury und Martin Praska und von 1999 bis 2002 war er Präsident der IG Bildende Kunst (vormals Berufsverband Bildender Künstler Österreichs, BVÖ). 1982 erhielt er den Anerkennungspreis der Niederösterreichischen Landesregierung, 1983 den Preis der Freunde der Akademie der Bildenden Künste in Wien und 1998 den Förderungspreis für bildende Kunst der Bau Holding AG 1998/1 Preis. Studienaufenthalte und diverse Auslandsstipendien etwa in Budapest, Progetto Civitella d’Agliano, Rom, London und zuletzt 2009 in Chikago als Artist in Residence förderten den Künstler in seinem weiteren kreativen Schaffen.

