Der botanische Traum
Milan Lukac über seine Arbeit:
"Der große Zyklus, der botanische Traum, bedeutet für mich eine innere Stille, dieses Thema bedeutet für mich eine künstlerische aber auch eine menschliche Ruhe nach den Themen, an denen ich gearbeitet habe und eigentlich auch nach den Themen, die ich als Künstler überleben mußte.”
Der slowakische Kunsthistoriker Ludo Petrànsky schreibt beschreibt das Projekt folgendermaßen:
„Vertikalen, die eine unendliche Leichtigkeit besitzen, eine phantastische Zoologie, wo die Souveränität des Bildhauers Hand in Hand mit Humor schreitet. Die suggestiven Zeichnungen und Farbgrafiken vervollständigen das bunte Mosaik eines Künstlers, der sich mit einem gestalterischen Charme über mehrere Disziplinen der bildenden Kunst hinweg bewegt. Seine Welt ist zwar bunt, aber nicht uferlos. Immer ist die originelle Handschrift zugegen, die kein Erstarren zulässt. Das Holz wird durch Bronze, Farbe durch Linien abgelöst. All das bringt Milan Lukac mit. In seinen Arbeiten räsoniert die Logik der Entwicklung, der die Formsuche und inhaltliche Sättigung eigen sind. Die realistischen Figuren werden von einer abstrahierten Vertikale abgelöst, die an die altertümlichen Kulturen der Heidenmythen hinweist. Einmal ist es ein Menschenantlitz, das den Zuschauer in seinen Bann zieht, ein andermal ein anmutiges Kolorit von Mücken und Fliegen, als wären sie im Leben der Insekten Capek’s entstiegen. Ahnung oder Beweis? Großes Los oder Hoffnung? Die Antwort ist nicht so wichtig. Milans Werk zeigt ja, dass in dieser Welt auch Gefühle zählen, nicht nur beantwortete Fragen.“

