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Katalog zur Ausstellung

Der Katalog wurde von der Azienda speciale Villa Manin in Passariano (Udine) gesponsort.
Im Katalog vertreten sind die informellen und abstrakt-expressionistischen Papierarbeiten von Karoly Klimo , die einen Prozess durchleben, der zur Transformation und Verdichtung der Materie führt, und den Betrachter zum subjektiven Erleben anregt.

Die Linolrisse von Johannes Ramsauer fordern höchste Aufmerksamkeit. Er legt mit seiner Technik die „Eingeweide“ des geschmeidigen Materials frei und überlässt es dem Zufall, wie sich einzelne Fäden des zum Vorschein gekommenen Juterückens im Druckprozess auf dem Papier abzeichnen.

Ilse Lichtenberger macht mit ihren lebensgroßen „Menschenschnitten“ das Spiel mit Individualität und Anonymität, Nähe und Distanz, für den Betrachter sichtbar und fühlbar. Ihrem „Gegenüber“ den Rücken zuwendend kommunizieren sie über Körperhaltung und Körpersprache. Imposant und geheimnisvoll, eine besondere Macht und Anziehung ausstrahlend und doch abweisend.

Während der junge István Szanto aus Sombathely auf humorvolle Weise seine sozialkritischen Arbeiten und Metaphern dem Betrachter zum entziffern überlässt, setzt sich die ungarische in Wien lebende Künstlerin Dalma Schwertführer in ihren Lithographien mit existenziellen Themen wie Geburt, Schmerz, Freude, Leid und Tod auseinander. Sie übersetzt ihre Beobachtungen, Erlebnisse und Geschichten in eine freie Bildsprache.

Als scharfer Beobachter zeichnet sich der Fotograf István Halas aus. Er lebt Stadt und Raum, die meist Mittelpunkt seiner Fotografie sind. Er liebt die unvollkommene Symmetrie, das zweidimensionale Zeichen der Zeit. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Dokumentation und poetischer Behutsamkeit.

Josef Bernhardt aus Forchtenstein arbeitet in einer sich globalisierenden Welt und spricht Probleme an, die allgemeine Gültigkeit haben und die Botschaften vermitteln, die der japanischen Zen-Philosophie sehr nahe kommen.

Günther Pedrotti, der die Steiermark vertritt, experimentiert mit verschiedenen Funktionsverschiebungen der lapidaren Alltagsdinge. Eine der wichtigsten Komponenten in seinen Arbeiten ist der Humor, der in verschiedenen „unmöglichen künstlerischen und konzeptuellen Denkansätzen“ zu Tage kommt.

Dagegen greift Josef Danner in seinen digitalen Pigmentprints gesellschaftlich produzierte Mythen, kulturhistorische Ereignisse und ihre mediale Darstellung auf, transformiert sie und fügt sie zu witzig-geistreichen Kultursatiren zusammen.

Die Serie „Leerräume“ von Wolfgang Horwath ist als Metapher für Inhaltlichkeit zu verstehen. Das leere Blatt wird so zu einer Anspielung an die Qualität von Kommunikation in einer Zeit der globalisierten Informationsflut einerseits und einer einhergehenden Verflachung andererseits. Das Blatt Papier als spielerisch verwendeter Gegenstand für Inhaltlichkeit und Leere gleichzeitig.

Ein feiner Humor zeichnet auch die Fotoarbeiten von Pierre Schrammel aus. Er nimmt sich alltäglicher, aber unbeachteter nebensächlicher Situationen an, die in seinen fotografischen Arbeiten aus dem Zusammenhang genommen zu Ikonen werden.

Hans Wetzelsdorfer bewegt sich in den einzelnen Phasen seines Schaffens zwischen abstrakter oder konkreter Fotografie und jenem dokumentarischen Aspekt, der diesem Medium gemeinhin unterstellt wird. Er gibt weder ausschließlich der einen noch der anderen Richtung den Vorzug, sondern bewahrt sich stattdessen eine Offenheit für Neues unter Verwendung formaler und technischer Möglichkeiten des Mediums Fotografie.

Text: Gerlinde Schrammel
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